Eierplätzchen

Hier kann man schön draußen sitzen – als Eskimo. Aber drinnen ist es auch gemütlich, wenn es nicht zu voll (und damit zu laut) ist. Guter Kuchen!

Den Namen des ovalen Platzes „Eierplätzchen“, an dem das Café liegt, findet man in keinem Stadtplan, denn er ist keine offizielle Bezeichnung. Gibt man ihn aber in Google Maps ein, wird er angezeigt, und auch jeder Taxifahrer weiß sofort, wo man ihn findet, wenn man danach fragt.

Schnee im Dschungel

Das ist selten in dieser Stadt: Permanenter Schneefall, aber ganz kleine Flocken, so daß sich keine dicke Schneedecke bildet. Aber zum Ausrutschen mit dem Rad reicht es, wenn einem ein Taxi die Vorfahrt nimmt und man überraschend bremsen muß. Mein rechtes Knie schillert in allen Farben. Der Taxifahrer sah mich fallen, aber er hatte es eilig, das muß man verstehen.

Taxifahrer sind Krieger der Großstadt, immer bewaffnet mit ihrem Gefährt und oft bereit, das Risiko einer Konfrontation einzugehen. Alle anderen Verkehrsteilnehmer sind natürliche Gegner, Knallköpfe, die das behindern, womit der Taxifahrer schließlich seinen Lebensunterhalt verdient!

Chlodwigplatz

Ich eß ja keine Grillhähnchen mehr, obwohl sie mir früher immer mal ganz gut geschmeckt haben. Daß die Tiere innerhalb kürzester Zeit auf das erforderliche Gewicht in industriellen Anlagen auf abscheuliche Art hochgemästet werden, hat sich ja mittlerweile herumgesprochen, und das ist eigentlich schon Grund genug, die Finger davon zu lassen. Was es aber vollends unappetitlich macht, ist der Grillvorgang: Unten in der Fettauffangpfanne liegen die fertig gegrillten Kadaver, während sich oben an der Grillstange neue Hähnchen drehen – und nach unten tropfen, genau auf die fertigen Exemplare. Selbst, wenn keine Salmonellen drin sind, appetitlich ist anders.

In diesem „Wienerwald“ läuft man aber keine Gefahr, sich zu vergiften: Der Grill ist „Defekt“. Wieso hat ein „Wienerwald“ geöffnet, wenn es keine „Hendl“ gibt? Für Currywurst mit Pommes rot/weiß, das gibt es ja sonst auch so selten.

2013

Am Neujahrstag sind alle Kirchen bis spät geöffnet, und viele Leute scheinen zu glauben, mit einer Kerzenspende das kommende Jahr positiv beeinflussen zu können. Reiner Aberglaube natürlich, Bleigießen, Kaffeesatzlesen, ich habe sowas natürlich nicht nötig.

Bei mir macht das meine Wohnung. Was soll das wohl bedeuten: Ich putzte gerade mein Bad silvestergästerein (man will ja zumindest hygienisch keinen schlechten Eindruck hinterlassen), da rummste es laut einen Meter hinter meinem Rücken. Das Regal über der Badezimmertür mit den schweren Bänden einer Kunstzeitschrift war heruntergekommen und hatte meinen alten Abfalleimer erschlagen (rechts im Bild), der dort stand, weil ich mir seit ca. einem halben Jahr über seine weitere Verwendung noch nicht im Klaren war. Wenn das mein Kopf gewesen wäre … (über dessen Verwendung ich auch oft nicht genau … egal, das ist ein anderes Thema). Was will mir die Vorsehung damit sagen? Befreie dich von altem Ballast? Meide dein Badezimmer, wo es geht, und pfeife auf die Gäste? Interessant auch, wie die Zeistschriftenbände gefallen sind, wie ein Weg, den ich gehen soll, in diesem Fall ins Schlafzimmer … das ist natürlich nur ein Bild, eine Metapher, das Schicksal will mir mitteilen, daß ich viiiiiel Ruhe brauche und mich bloß nicht überanstrengen darf. Ja, doch, damit kann ich was anfangen. Und vielleicht, daß ich Regale besser andübeln sollte, aber kann die Vorsehung so profan sein?

Hier noch ein Rat aus dem Schaufenster eines Frisörs, den ich gerne weitergebe.

Frohes neues Jahr!

Römerpark

Römer2

Freitag hat es in Köln geschneit, um ca. 9 Uhr ging es los …

… sodaß es zur Mittagspause genau richtig war, das Ereignis zu genießen. Wenn man das will, muß man sich nämlich beeilen, wie die Erfahrung zeigt, ist der Schnee schneller wieder verschwunden, als er gekommen ist.

Ich hatte als König von Köln doch einmal bestimmt, daß nur noch rote Schirme zugelassen sind. Brav.

Die Frage ist nur: Wie komme ich jetzt nach Hause?

Zülpicher Platz

Bohnen- und Kichererbsenpürree wird vielfach gewürzt, zu Bällchen geformt und schließlich frittiert – fertig ist Falafel. Sehr lecker mit diversen Soßen, Joghurt oder Hummus (aus Kichererbsen), wahlweise mit Salat oder Gemüse in einer dünnen Teigtasche. Falafel wurde schon im vorchristlichen Ägypten gegessen. Günstig und lecker – besonders in diesem Imbiß.

Roonstr.

Sehr clever. Nicht das Bild, sondern das, was hier passiert:

In diesem Laden kann man bedruckte Leinwände kaufen. Die Bilder sind weltberühmt, Originalwerke des Künstlers wurden schon für über 180.000 Euro bei Sotheby’s versteigert, und trotzdem braucht der Ladeninhaber nicht einen Cent für die kommerzielle Verwertung zu bezahlen: Der Künstler ist ein Graffiti-Sprayer und als Banksy bekannt, das ist aber nicht sein richtiger Name. Da er auch weiterhin nicht erkannt werden und im Kunstbetrieb auch nicht mitmachen will, versuchen andere, mit seinen Werken schnelles Geld einzustreichen, der Ladenbesitzer muß kaum fürchten, daß der Künstler ihn verklagt. Ich finde das irgenwie – zum Kotzen.

11.11.

Was macht man, wenn der 11.11. auf einen sonnigen Sonntag fällt? Man sucht hektisch nach einem karierten Hemd. Oder man verbarrikadiert sich in seiner Wohnung – und verflucht den Tag, an dem man beschlossen hat, in die Kölner Innenstadt zu ziehen.

Na ja – ganz so schlimm ist es nicht, und einige Kostüme sind ja auch ganz lustig. Aber warum müssen junge Männer schon um die Mittagszeit laut grölend durch die Straßen laufen? Und für Pfandflaschen bekommt man nichts mehr, wenn man sie auf der Straße zerdeppert. Wissen die das nicht?

Ob Uniform oder Strampelanzug – hier kann man seine geheimsten Wünsche ausleben.

Kehraus.

Poncho- und Soutaneträger warten auf die Straßenbahn …

… auf der abgesperrten Zülpicher Str. ist aber noch reichlich Remmidemmi.