Urlaub 5. Station: Rühstädt (wandelnder Storch)

Ein kleiner Film für die Freunde der Tierwelt. Aus dramaturgischen Gründen hätte ich es schön gefunden, wenn er noch irgendwas gemacht hätte, einen Kopfstand, oder einen Purzelbaum, aber daran war gar nicht zu denken. Die Brut wartet zu Hause aufs Fressen, die Ausbeute läßt zu wünschen übrig, da ist für Schabernack keine Zeit.

Koblenz – Rüdesheim (3)

Rüdesheim ist eigentlich ein ganz schönes kleines Städtchen, allerdings hat der Wahnsinn hier Methode.


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Uff! – schnell einen Rüdesheimer Kaffee, der es in sich hat: Die Weinbrandbrennerei „Asbach“ hat hier ihren Sitz, und weil es versoffen aussieht, schon nachmittags mit dem Cognacschwenker im Biergarten zu sitzen, gießt man den Schnaps eben in den Kaffee.

Wenn man genug davon intus hat, kann man ein sogenanntes Themenrestaurant besuchen. Ob es da stilecht nur Brot und Wasser gibt, wage ich zu bezweifeln, ohne Alkohol macht man sowas nicht, oder?

Aber, wie gesagt, eigentlich ganz schön, wenn man etwas abseits spazieren geht.

Abends geht es mit dem Zug zurück nach Köln. Ein schöner Ausflug, hat Spaß gemacht.

"Liebes Geld!"

Ich hatte mal eine Freundin, die wollte es das ganze Jahr über, aber das hat mich irgendwann genervt. Aber in der Adventszeit, finde ich, ist das eine schöne Sitte, wie Grünkohl nach dem ersten Frost oder Spargel als Boten des Frühlings: Das Vorlesen. Erst habe ich eine Geschichte bei Mimiotschka gehört, dann im Teppichhaus Trithemius, aus dessen Lagerhallen der ersten Filiale auch folgender Text stammt. Er geht zu Herzen und spart doch die Wirren des Alltags nicht aus: Es geht um eine aussichtslose, einseitige Liebe, die vermutlich nie in Erfüllung geht. Taschentücher bereithalten:

Regen

Regen Regen, ständig Regen, und jeder stöhnt: Muß das sein, „I can’t stand the rain“ wird zur Lebenshymne. Aber es ist auch diesmal so wie so oft: Was man haben will, das kriegt man nicht, was man nun gar nicht mehr gebrauchen kann, bekommen wir stattdessen im Überfluß. Wenn wir also den Regen loswerden wollen, müssen wir das Gegenteil von dem tun, wonach uns eigentlich der Sinn steht: Wir müssen ihn beschwören.

Los geht’s: Keep falling down!

Urlaub in Berlin (4)

Neueröffnung – der Schriftzug auf der stark spiegelnden Scheibe über einem Plakat mit einem Bild Salvador Dalis kündigt es an: Seit dem 05. Februar 2009 ist Berlin um eine Attraktion reicher, das Dali-Museum am Leipziger Platz (ganz in der Nähe des Potsdamer Platzes) hat seine Türen geöffnet. Im Eingangsbereich steht ein pieselnder Flügel, ob man den auch bespielen kann, war nicht zu erfahren.

Im Innenbereich sind auf zwei Etagen hauptsächlich Lithographien, Radierungen und ein paar Kleinplastiken zu sehen. Zuerst war ich etwas enttäuscht über die völlige Abwesenheit von Ölgemälden, war dann aber doch begeistert: Die Fülle und die Qualität der Arbeiten sind wirklich erstaunlich, die 11 Euro Eintritt haben sich gelohnt.

Leider konnte ich nicht die fotografieren, die mir am besten gefielen, sondern erst die, die ziemlich weit am Ende ausgestellt wurden – da wäre ein Rausschmiß nicht mehr so schlimm gewesen. Aber diesen Engel aus Glas finde ich auch sehr schön.

Und wer soll das sein? Hmm, mal überlegen …

Postkarten, ein Katalog, Poster – Pustekuchen. Vielleicht kommt es ja noch. Immerhin gibt es ein Café, allerdings scheinen die Betreiber ihrer eigenen Ausstellung nicht zu trauen: Vier kümmerliche Tischchen, acht Stühle – wenn sich erstmal herumgesprochen hat, was hier für ein Juwel zu finden ist, kann man noch einen Saal anbauen.

Das war Berlin in diesem Jahr, wer weiß, vielleicht komme ich im Sommer nochmal wieder. Und was gibt es sonst noch? Die Oranienstr. in Kreuzberg, wo die Firma mokono/blog.de ihren Sitz hat. Hier würde ich auch gern „night and day“ arbeiten: Jede Menge gute Restaurants und Cafés. Ich gönne es ihnen, denn ich kann mich nicht beklagen – toll, was ich hier auf blog.de alles machen kann (kann man doch auch mal sagen!).

Karnevalistischer Selbstversuch

Ich wollte gestern prüfen, ob ich nicht vielleicht doch mal zur Karnevalszeit in Köln bleiben sollte, also scheute ich keine Gefahren und startete einen Selbstversuch, das Telefon natürlich in greifbarer Nähe. Durch Meditation schaltete ich das Denken ganz herunter, lockerte meine Muskeln, schaltete ein – auf drei Programmen lief parallel – ja, was? Wie auch immer, ich kam reinweg ins „Schunkele“, wie die Hiesigen sagen, aber als ich den jungen Jean Pütz sah als Sänger, war ich doch ein wenig irritiert: Ist das etwa eine Aufzeichnung? Und was macht Kurt Beck da? Ist der nicht verurteilt worden, für was auch immer? Ach so – zum „Mitfeiern“ … harte Strafe. Ich jedenfalls war bereits nach vier Minuten derart erschöpft, mein entspannter, gedankenloser Finger fand den Ausknopf von ganz allein. Nee, Kinder, beim besten Willen, es bleibt dabei – ich fahr weg.

PS: Dies ist ein Beitrag zur Reihe „Ethnologie des Alltags“ von Blogfreund Trithemius.