Alaaf …

Heute ist Weiberfastnacht und der Straßenkarneval beginnt – eigentlich. Nix mit Alaaf in diesem Jahr, also gibt es für mich und meine Begleiterin keinen Grund, nach Berlin zu flüchten. Schon seit Wochen werden die Kölner eingestimmt darauf, „brav“ zu sein, also nicht saufend und grölend durch die Straßen und Kneipen zu ziehen.

„Bald“ ist ein Begriff, denn man offenbar sogar auf ein Jahr in die Länge ziehen kann. Ich würde mich nicht wundern, wenn irgendjemand auf die Idee kommt, den Rosenmontag im Sommer nachzuholen.

Ganz selten sieht man jemanden, der verkleidet ist. Aber es ist wohl schwer, ganz mit dem Brauchtum zu brechen: Als ich um 14 Uhr in die Apotheke gehen wollte, war geschlossen, und Montag haben tatsächlich viele Betriebe ihren Angestellten frei gegeben … damit sie zu Hause eine Person aus einem anderen Haushalt treffen können? Und da schunkelt man dann zu zweit vorm Fernsehapparat? Gerade eben habe ich aus Versehen in die „Kölner Mädchensitzung“ im ZDF zur besten Sendezeit hineingezappt: Es gab einen Elferrat, eine Bigband und Karnevalsbelustiger, aber kein Publikum, stattdessen Applaus vom Band. Bizarr.

Auf dem Neumarkt ein paar verkleidete Ewiggestrige, die die Gelegenheit nutzen, gegen die Coronaeinschränkungen zu protestieren. Wochenlang jeden Tag bis zu 1000 Tote in Deutschland? Dat is uns doch ejal, mir wolle fiere! Im Hintergrund stehen mehr Polizisten, als Protestierer da sind, und passen auf.

Aber nur, wenn man es am Tag vorher gekauft hat: Ich beobachtete an der Kasse im Biosupermarkt eine Frau, die eine Flasche Wein kaufen wollte – keine Chance, heute ist wieder mal Alkoholverkaufsverbot in der ganzen Stadt. Man kann es auch übertreiben, oder?
Für Gastronomie und Bands ist der Lockdown zu Karneval besonders bitter, machen sie doch zu dieser Zeit normalerweise einen großen Teil ihres Jahresumsatzes. Wenn die Kneipen, wie versprochen, 75% ihres Umsatzes des Vorjahresmonats bekommen, wird man sich in Berlin vermutlich wundern, wieviel mehr sie an die Karnevalshochburgen überweisen müssen als im Januar.

Spaziergänge in Zeiten von Corona (12)

Die Muckibuden sind geschlossen – man muß sich zu helfen wissen, und kann außerdem seine schicke Fitnessbekleidung einer größeren Öffentlichkeit präsentieren.

Da fehlt ein „S“, aber so stimmt der Spruch auch, jedenfalls ist man bei der Stadtverwaltung der Meinung: Kultur ist nicht alle, denn …

… „Solange es Bücher gibt, ist die Welt in Ordnung“. Mal davon abgesehen, daß auch in normalen Zeiten kaum ein Schriftsteller von seinen Erzeugnissen leben kann: Was ist mit all den freien Kulturschaffenden und den Menschen, die an der Kultur mittelbar beteiligt sind (Roadies, Beleuchter usw.), die kaum finanzielle Unterstützung erfahren? Die könnten den Spruch etwas zynisch finden. Gut, Bücher kann man auch noch lesen, wenn man auf der Straße sitzt.

Hier jedenfalls gibt es Bücher to go: Man ruft an oder bestellt per Internet, am nächsten Tag kann man sich die Bücher an der Tür abholen. Besser gehen allerdings die Geschäfte für Saturn und Mediamarkt, da bilden sich oft lange Schlangen vorm Ausgabeschalter.

Eine Autodemo fuhr an meinem Fenster vorbei, begleitet von einem großen Polizeiaufgebot. Aus dem ersten Wagen, einem Wohnmobil mit Außenlautsprecher, wurde gerade verkündet, die Antifa seien die eigentlichen Faschisten. Und warum? Offensichtlich hatte jemand in der Nacht „Antifa“ auf sein Auto gesprüht, das ansonsten mit Coronaleugner-Sprüchen verziert war. Gut, das macht man nicht, aber ist man deswegen gleich ein Faschist?  Erst denken, dann sprechen – ist nicht gerade die große Stärke von Coronaleugnern.

Das Phänomen ist es allerdings weit verbreitet: Neulich wies NRW-Ministerpräsident und vielleicht zukünftiger Kanzler Armin Laschet in einer Pressekonferenz stolz darauf hin, daß der Chef der Firma BioNTech aus Mainz, die einen der Corona-Impfstoffe produziert, der Sohn eines türkischen Einwanderers sei, der bei Ford in Köln am Band gearbeitet habe. Man höre und staune. Mit anderen Worten: Also – diese Türken! Sind gar nicht so doof, wie wir immer gedacht haben. Neulich habe ich eine Frau in einem Auto gesehen – hinterm Steuer!
Ich befürchte, mit Herrn Laschet werden wir geistig wieder in den 60er Jahren landen.

Aber – da bin ich ganz offenherzig – ich nehme nicht an, daß Herr Laschet ein Rassist ist. Er hat es gut gemeint und nur nicht richtig nachgedacht – ein auch in der Politik häufig anzutreffendes Phänomen.

Schon wieder Kunst mit Schaufensterpuppen? In diesem Fall nicht – das ist ein Hilfeschrei gegen den Lockdown. Der Mittelstand, so wird behauptet, wird durch den Lockdown zugrunde gerichtet. Soviel ich weiß, werden gerade Milliarden an Ünterstützung aus Steuergeldern ausgegeben, um solche Geschäfte zu unterstützen, und auch, wenn die Zahlungen schleppend anlaufen, Insolvenz braucht niemand zu fürchten, wenn der Laden eigentlich auf gesunden Füßen steht. Jammern auf hohem Niveau.

Immerhin wissen wir nun, daß auch Gerippe Schmetterlinge im Bauch haben können, das ist doch ganz schön.

Hochwasser in Köln – eine Attraktion für Spaziergänger. Der Pegel steht ungefähr auf 8,30 Meter …

… das reicht, um die Schifffahrt zu unterbinden, da die Schiffe nicht mehr unter den Brücken durchkommen, und die Promenade auf Altstadthöhe zu überschwemmen. Viel schlimmer wird es nicht werden, selbst, wenn der Pegel noch steigt, der Hochwasserschutz ist inzwischen gut aufgestellt.

Selten ist der Roncalliplatz am Dom so leer wie zu diesen Zeiten – was soll man in der Innenstadt, wenn die Geschäfte geschlossen haben, die Einwohner bevölkern lieber die Parks, und Touristen gibt es kaum.

Der derzeitige Domherr Erzbischof Kardinal Woelki sorgt übrigens gerade für mehr Kirchenaustritte, als es jede vernünftige Aufklärung könnte. 2018 hatte er bei einer Münchener Rechtsanwaltskanzlei eine Studie zum Kindesmißbrauch im Bistum Köln in Auftrag gegeben. Der Kardinal versprach, die Vorgänge „lückenlos“ aufzuklären. Nun liegt ihm die Studie vor – und er verweigert eine Veröffentlichung, wegen angeblicher methodischer Mängel. Da die Kritik nicht lange auf sich warten ließ, wurden ein paar Journalisten eingeladen, um in die Studie Einsicht zu nehmen, aber zu ihrer eigenen Überraschung sollten sie eine Unterlassungserklärung unterschreiben, über das Gelesene zu berichten, was sie natürlich ablehnten. In seiner Weihnachtspredigt entschuldigte sich Woelki öffentlich – allerdings nicht für den jahrhundertelangen Mißbrauch durch den Klerus, auch nicht für seine Weigerung, die Studie zu veröffentlichen, sondern für die Kritik, die man an ihm übt. Wie bitte? Doch doch – der Kardinal glaubt tatsächlich, daß die Gemeindemitglieder mehr darunter leiden, daß er, Woelki, öffentlich kritisiert wird, als unter der bewiesenen Tatsache des Kindesmißbrauchs durch katholische Geistliche. Darauf muß man erstmal kommen.
Der Verdacht liegt nahe, daß Woelki andere Priester, die er kennt, oder auch sich selbst schützen will, denn inzwischen ist durchgesickert, daß auch er in der Vergangenheit mutmaßlich an Vertuschungen beteiligt war. Ein riesiger Sumpf, der da sichtbar wird – und dazu führt, daß viele Leute aus der Kirche austreten. So hat die ganze Angelegenheit wenigstens einen positiven Sinn.

 

Spaziergänge in Zeiten von Corona (11)

Ach nee, was war das schön – und schon ist es wieder vorbei. Glühwein bekommt man an den zahlreichen Fensterverkaufsständen nur noch bis 16 Uhr, und ab Mittwoch ist es auch damit vorbei. Nach meinen Beobachtungen ist es da eigentlich immer recht gesittet zugegangen, allerdings gab es hier und da große Menschentrauben, die von der Polizei aufgelöst werden mußten.

Nun zu etwas völlig anderem: Neulich stand auf dem Roncalliplatz (wie von mir angekündigt) ein weiteres Werk von dem Künstler Dennis Josef Meseg, die Installation heißt „Broken“ (das andere: Hier klicken).

Wieder sind es in Flatterband eingewickelte Schaufensterpuppen, 222 an der Zahl, diesmal – bis auf eine Ausnahme – nur weibliche. Die vorherrschende Farbe ist Orange, und überwiegend sind die Puppen beschriftet mit Wörtern wie „gesperrt“, „bedroht“, „geschlagen“ und andere, in mehreren Sprachen.

Auf einem Info-Zettel gibt es dazu folgende Erklärung: „Es gibt wenige rote Fäden, die sich so zerreißfest durch die gesamte Menschheitsgeschichte ziehen wie die physische und psychische Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Kein Krieg, dessen Sieger nicht die Frauen der Verlierer verschleppt, vergewaltigt und ermordet hätten. Keine Religion, die Frauen nicht als Wurzeln allen Übels einstuft oder zumindest als dem Manne unterlegen. […] Orange […] ist die Farbe der Freiheit, der Freude und Geborgenheit, der emotionalen Wärme. Deshalb hat die alljährlich von UN Women durchgeführte Kampagne ‚Orange the World‘ eben diese Farbe für ihren Feldzug gegen das unausgesetzte, vielfältige Leid der Frauen erwählt.“

Ich weiß nicht recht, was ich davon halten soll, daß für zwei völlig unterschiedliche Aussagen die selben zwei Mittel eingesetzt werden, nämlich Schaufensterpuppen und Flatterband. Das Werk neulich zu Corona leuchtete mir unmittelbar ein. Hier ist vor allem die schiere Menge bemerkenswert, aber auf die Aussage kommt man ohne zusätzliche Information nur schwer. Die Absicht des Künstlers ist ehrenwert, die Umsetzung erscheint mir dagegen wenig originell.

Das Thema ist allerdings ein Skandal, der täglich in den Nachrichten dokumentiert werden sollte: Jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem (Ex-)Partner umgebracht, und in der übrigen Welt wird das nicht anders sein, eher schlimmer. In Deutschland gibt es dazu eine sehr merkwürdige und auch skandalöse Rechtsprechung: Wird eine Frau von ihrem Partner getötet, weil sie den Entschluß gefaßt hat, sich von ihm zu trennen, gilt das als strafmildernd und wird als Totschlag gewertet, als wolle man sagen: Er hat es ja nicht so gemeint, es ist halt mit ihm durchgegangen, als das, was doch ihm gehört, also seine Frau, sich selbständig machen wollte.

Kein schönes Adventsthema, aber, angesichts des Lockdowns und der Feiertage, leider aktueller denn je. Nicht die Straßen sind unsicher für Frauen und Kinder, es sind die Wohnungen.

PS: Hier klicken, um eine Petition gegen Femizide zu unterschreiben.

Spaziergänge in Zeiten von Corona (10)

Lange Zeit war nicht klar, ob der Weihnachtsmarkt am Schokoladenmuseum mit einem eigens erstellten Hygienekonzept nicht doch öffnen könnte, aber seit der Verlängerung des kleinen Lockdowns steht fest: In diesem Jahr gar keine Weihnachtsmärkte.

Dennoch braucht man auf weihnachtliche Stimmung nicht zu verzichten: Vereinzelt stehen Buden auf Plätzen, verkaufen Schokofrüchte, Lebkuchenherzen und Mandeln.

Hier gibt es sogar Glühwein.

In einigen Vierteln gibt es Glühweinwanderwege (Quelle Abb.). Der durchs Studentenviertel dauert 20 Minuten, allerdings nur, wenn man nirgendwo stehen bleibt.

Da die Kneipen und Restaurants eigentlich geschlossen sind, machen sie einen sogenannten Fensterverkauf. Hier bei „Oma Kleinmann“ kann man sogar ein Schnitzelbrötchen bestellen.

Der Glühwein ist sehr viel besser als das Billiggesöff, das man normalerweise auf Weihnachtsmärkten bekommt. Hier schmeckt man echte Gewürze heraus. Der Nachteil: Aus Hygienegründen gibt es die Getränke nur in Pappbechern.

Der Kölner Express erklärt derweil mit „Experten“ (aus welchem Bereich, weiß man nicht), wie es weitergeht mit der Pandemie: Die Leute stellen sich auf die Domplatte, dann spritzt der Impfstoff oben aus den Türmen, und zack! – alle sind immun. Hallelujah! Die katholische Kirche verspricht sich davon eine Zunahme der christlichen Sektenmitgliederanzahl … oder wie? Jedenfalls – beim Express trinkt man offensichtlich ganz gern mal ein paar Tetrapacks Glühwein. Wenn man gleich zum Frühstück damit anfängt, hat man am Abend eine Palette davon vernichtet. Irgendwo muß das Zeug ja hin.

Spaziergänge in Zeiten von Corona (9)

Auf dem Neumarkt stand neulich eine Kunstinstallation, die so sinnfällig ist, daß jeder sofort weiß oder ahnt, wie sie zu verstehen ist.

111 in Absperrband eingewickelte Gestalten, alle in gebührendem Abstand zueinander – das trifft wohl zur Zeit das Lebensgefühl vieler.

Die Installation trägt den Titel „It is like it is“ und ist ein Mahnmal zur – man muß es ja kaum extra erwähnen – Coronakrise.

Auf einem Informationszettel steht folgendes: „‚It is like it is‘ zeigt auf berührende Weise den hohen Stellenwert der Kunst. Schon im Alltag wichtig und wertvoll, ist sie gerade jetzt ein kostbares Element im Überlebenskampf der Gesellschaft. Denn sie verbindet, wo keine Verbindung mehr besteht, und sie särkt unsere Zuversicht, weil sie sichtbar macht, was als gesichtsloser, düsterer Spuk durch unsere Gedanken geistert.“ Dem kann ich vorbehaltlos zustimmen.

Der Künstler heißt Dennis Josef Meseg und ist Student (Bildhauerei) an der „Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft“.

Kleiner Tipp für die, die in der Nähe wohnen: Am Sonntag, den 29.11., gibt es eine weitere, noch umfangreichere Installation des Künstlers auf dem Kölner Roncalliplatz (gleich neben dem Dom) zu sehen.

Spaziergänge in Zeiten von Corona (8)

Ein Haufen Fanpost erreicht mich: Was denn nun los gewesen sei in Köln am 11.11. Ich sag’s euch: Nicht viel. Natürlich war ich als rasender Reporter unterwegs, um alles genau zu dokumentieren. Der Rathenauplatz, ein kleiner Park im Studentenviertel, war wie jedes Jahr zu den Karnevalsausschreitungen komplett umzäunt und bewacht, da er sonst gern von den Saufenden als großes Klo benutzt wird.

Allerdings, wie man ein paar Meter weiter sehen kann: Völlig umsonst, kein Wildpinkler zu sehen. Das ist die Hauptstraße des Studentenviertels, einer der Feierhotspots der Stadt. Wenn die Sauferei beginnt, ist es so voll, daß die Straßenbahn ihre Fahrten einstellt, und sein Auto sollte man vorher unbedingt woanders parken. Kneipe neben Kneipe, durchsetzt mit Imbissen – alle geschlossen oder mit Außer-Haus-Verkauf. Alkoholtrinkverbot in der Öffentlichkeit und Alkoholverkaufsverbot für 24 Stunden, selbst im Supermarkt bekam man kein Bier. An der Ecke standen ein paar Ordnungskräfte und warteten … und warteten …
Später habe ich gehört, daß 53 Ordnungswidrigkeiten aufgenommen wurden – gegen Falschparker.

Auf dem Ring, wie in der ganzen Innenstadt, viel Polizei. Ist ihnen doch zu gönnen, daß sie auch mal eine ruhige Kugel schieben können.

Am Zülpicher Platz, dem Eingang zum Studentenviertel, war ein großer LED-Bildschirm mit wechselnden Motiven angebracht, alle mit der Aussage: Heute nicht, kein Singen, Saufen, Herumgrölen, Wildpinkeln, In-Hauseingänge-Kotzen und -Kacken. Och, wie schade. Gut, da stand nur Singen, aber das andere war mitgemeint.

Da! Erwischt, doch ein paar Unermüdliche, allerdings auf Fahrrädern. Als ich da so herumstand, hörte ich mit einem Ohr, wie sich zwei von ihnen mit Passanten unterhielten: Man war sich einig, so ein Quatsch, wegen einer Erkältung den ganzen Karneval abzusagen, gestorben werde immer, das sei doch überhaupt kein Unterschied, und da jetzt so ein Aufhebens wegen eines Schnupfenvirus‘ … usw. Das höre ich öfter: Stirbt doch gar keiner, höchstens ein ganz paar, wenn das nicht Beweis genug ist für finstere Machenschaften im Hintergrund. Können die Leute nicht lesen? Haben sie vielleicht kein Internet, können nicht mit einer Suchmaschine umgehen?

Das ist ein Screenshot von einer Tabelle, die die Anzahl der Gestorbenen in Europa seit 2017 anzeigt. Die schwarze gestrichelte Linie ist der erwartete Verlauf, der sich aus dem Durchschnitt vorhergehender Jahre ergibt, die durchgehende blaue zeigt den tatsächlichen Verlauf. Zwischen der 8. und der 14. Woche 2020 (Mitte Februar bis Ende März/Anfang April) schnellt die Kurve nach oben: Statt der erwarteten 53.600 starben in der 14. Woche 89.000 Menschen. Coronaleugner, was ist da wohl passiert? Plötzliche Flugzeugabstürze? Unfälle? Eine spontane Suizidwelle? Dank der Regierungsmaßnahmen europaweit normalisierte sich die Übersterblichkeit zwischen der 14. und der 23. Woche (Anfang Juni) langsam. In der 36. Woche (Anfang September) ging es wieder los, bis zur 45. Woche (Anfang November) stieg die Todeskurve wieder an, und wenn man nicht darauf reagiert hätte, würde sie wahrscheinlich heute noch steigen. (Quelle: https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps)

In den USA sind zwischen März und heute über 250.000 Menschen an und mit Corona gestorben. Aber – ist das ein Argument? In den USA feiert man doch gar keinen Karneval.

Spaziergänge in Zeiten von Corona (7)

Nach meinem Eindruck schwankt die Stimmung in der Stadt in diesem „kleinen“ Lockdown zwischen Gelassenheit und leichter Hysterie, die besonders die öffentlichen Anordnungen betrifft. In dieser Konditorei nimmt man die Situation mit angemessenem Humor und ist hocherfreut über die Aufmerksamkeit, als ich frage, ob ich ein Foto machen darf.

Ich hatte mir angewöhnt, erst nach 22 Uhr einzukaufen, kaum Leute im Supermarkt, da ist man schnell durch, und das Ansteckungsrisiko ist gleich Null. Als ich vor ein paar Tagen eine Flasche Bier zu meinen anderen Einkäufen aufs Band legte, sagte mir der Kassierer, das könne er leider nicht mehr verbuchen, den Grund kenne er auch nicht. Ich machte ein bißchen Rabatz, der Türsteher eilte herbei und gab mir recht: Seit Monaten gab es ein Alkoholverkaufsverbot ab 23 Uhr, es war erst kurz nach zehn, aber was soll man machen, der Filialleiter war nicht mehr da, die Kasse nahm das einfach nicht an, also zog ich verdrossen von dannen. Wie sich später herausstellte, hatte die Stadtverwaltung bereits eine Woche vorher neue Corona-bedingte Einschränkungen in einem Amtsblatt verkündet, ohne das weiter mitzuteilen. Vielleicht stand es im „Kölner Stadtanzeiger“, aber wenn man den nicht mehr liest, blieb man uninformiert. Und in dem Amtsblatt steht, daß Alkohol seit dem 2. November bereits nach 22 Uhr nicht mehr verkauft werden darf. Natürlich ist das kompletter Blödsinn: Die Straßen sind leer, da alle Kneipen, Bars und Restaurants geschlossen sind. Wer unbedingt privat Parties feiern will, für den ist es egal, ob er sich vor 22 oder vor 23 Uhr mit Alkoholika eindeckt. Selbst ich, der nur ein Feierabendbier trinken möchte, weiß jetzt, daß ich früher einkaufen muß – blöderweise mit erhöhtem Risiko, da viel mehr Kunden im Supermarkt sind. Eine kleine und völlig sinnlose Anordnung – glücklicherweise wußte mein Stammkiosk auch noch nichts davon, so daß ich an dem Abend doch noch zu meinem Bier kam.

Alkoholverzehrverbot in der Öffentlichkeit herrscht heute bereits seit 6 Uhr, bis morgen 6 Uhr: Es ist der 11.11., Beginn der Karnevalssession, was normalweise mit tausenden Feiernden, also Saufenden, gefeiert wird. Wie jedes Jahr stellt die Stadt schon mal am Rand des Studentenviertels Absperrungen bereit, die normalerweise dazu dienen, die Straßen vom Autoverkehr abzusperren. In diesem Jahr – die Stadt traut ihren Bürgern nicht – rechnet man trotz des Karnevalsverbots mit unverbesserlich Feierwilligen, die es abzuhalten gilt. Alles hat zu, keine Karnvelsschlager, keine „superjeile Zick“, kein Alkohol – was sollte hier jemand suchen? Gut, wer das Amtsblatt nicht gelesen hat, weiß vielleicht nichts davon. Egal, die Stadt ist gewappnet. Und vielleicht hat sie recht: Es gibt leider viele, denen es völlig egal ist, ob sie jemanden anstecken und eventuell umbringen, solange es nur nicht sie selbst oder die eigene Familie betrifft.

Wer hier ohne Maske eintritt, wird erschossen. Der Laden ist inzwischen dicht, die Drohung geht ins Leere. Aber auch in bestimmten Straßen gilt die Maskenpflicht, und welche das sind – steht in dem Amtsblatt. Am besten macht man sich einen Ausdruck, um kein Bußgeld zu riskieren, oder macht es wie ich, sobald ich die Haustür verlasse, setze ich die Maske auf.

Damit man mich nicht mißversteht: Ich halte die Maske für wichtig und sinnvoll, und ich habe kein Verständnis für die 20.000 Covidioten, die neulich in Leipzig überwiegend maskenlos gegen die Corona-bedingten Einschränkungen demonstrierten. Moment – „Covidioten“ soll man nicht mehr sagen, habe ich kürzlich im Fernsehen gehört, das sei beleidigend und verhindere den Dialog mit Coronamaßnahmenkritikern, die ja zum Teil berechtigte Einwände hätten. Okay.

Im Oktober hat es in Tokyo eine Studie gegeben, in der nachgwiesen wurde, daß schon eine einfache Baumwollmaske bis zu 70% der Viren einer infizierten Person abhält, aber viel weniger, wenn man als Maskenträger einer infizierten Person gegenüber steht. Eine Maske schützt also vor allem die anderen, wenn man – vielleicht ohne Symptome und ohne eigenes Wissen – selbst infiziert ist. Das ist den … Coronamaßnahmenkritikern aber völlig egal.

Zu Anfang der Pandemie empfahl ein geschätzter Blog-Kollege, ich solle mir doch einmal die Videos eines coronakritischen Hals-Nasen-Ohren-Arztes ansehen: Ich war entsetzt über den hetzenden Ton, den Unsachverstand des Arztes – und über die Empfehlung des Blog-Kollegen. Eben diesen Arzt sah ich neulich am Rande einer Demo in eine Fernsehkamera sprechen: Die Coronaschutzmaske sei der neue Hitlergruß. Wie bitte? Laufen neuerdings Neonazis mit einer Maske durch die Gegend und glauben, sich gegenseitig daran erkennen zu können? Dann sollte doch mindestens ein Hakenkreuz darauf gemalt sein, oder? Nein, so ist es natürlich nicht gemeint. Der Arzt behauptet, daß Leute die Maske tragen, damit sie ihre Ruhe haben, obwohl sie überzeugt sind, daß sie keine Wirkung hat – wie damals im Dritten Reich, als viele ihren Arm zum Hitlergruß reckten, um sich bei der Gestapo nicht verdächtig zu machen. Daraus folgt: Wer die Maske nicht trägt, ist ein Widerstandskämpfer.

Mal davon abgesehen, daß der HNO-Arzt durch diese Gleichsetzung die Widerstandskämpfer gegen das Nazi-Regime verhöhnt, die ihr Leben einsetzten gegen eine Barbarei, wie sie die Welt selten gesehen hat, gegen Folter und KZ und Genozid der Juden, der Sinti und Roma, gegen die Vernichtung von Behinderten und Andersdenkenden – der Vergleich ist so dumm, da fehlen mir fast die Worte. Ein Maskenverweigerer hat mit einer Verwarnung und – bei Nichtbeachtung – mit einem Bußgeld zu rechnen. Dann kann er nach Hause fahren, sich weiterhin den Blödsinn seines Hals-Nasen-Ohren-Helden auf Youtube anhören und sich auf Twitter mit Beschwerden über – wissenschaftlich fundierte – Einschränkungen seiner Grundrechte aufregen, ohne daß ihm irgendwas passiert. Ja, er kann sogar andere Leute anstecken und unter Umständen umbringen, ohne daß das für ihn irgendwelche Konsequenzen hat. Zur Erinnerung: Den Ausdruck „Covidioten“ sollen wir nicht mehr benutzen. Schwer.

Die Studie über die Wirksamkeit von Masken wird hier in deutscher Sprache erklärt, die Originalstudie in Englisch findet ihr hier.

Wir gehen viel spazieren in diesem wundervollen Herbst …

… und essen selbstgebackenen Schokoladenkuchen mit Vanillesoße. Man muß sich zu helfen wissen.

Herbst

Ich mag die Jahreszeit, wenn sie nicht zu naß ist: Seltene Vögel spreizen ihr Gefieder, um gen Süden zu ziehen.

Auf der Herbstkirmes kann man Karussel fahren … moment, Kirmes? Ist natürlich Quatsch, gibt es nicht in diesem Jahr, so wenig wie Frühlings- und Schützenfeste. Keine Bratwurst, kein Popcorn, kein Backfisch und kein Liebesapfel – ich vermisse das alles nicht, aber für die Schausteller ist es natürlich bitter, ein ganzjähriger Verdienstausfall, wie soll man das überstehen? Das Riesenrad steht schon seit Monaten vorm Schokoladenmuseum, in einer Gondel sitzt man nicht mit Fremden, da besteht keine Ansteckungsgefahr.

Drachensteigenlassen ist auch ein ungefährliches Vergnügen.

Der beißt nicht, der will nur spielen. Aber vorsicht: Manchmal speien sie Feuer. Das habe ich jedenfalls mal irgendwo im Internet gelesen. Das „Irgendwo im Internet“ ist auch die bevorzugte Informationsquelle von Coronakritikexperten, also muß es stimmen, das mit dem Drachenfeuer.

Schön leer ist es hier. Egal, wie es kommt: Spazierengehen geht immer. Und zu Hause backt man sich einen leckeren Kuchen.

Ausflüge in Zeiten von Corona: Düsseldorf (2)

Wir sind in Düsseldorf, um eine Ausstellung zu besuchen, die wir schon im Februar ins Visier genommen hatten: „Peter Lindbergh: Untold Stories“ (für eine große Darstellung rechte Maustaste, auf „Grafik anzeigen“ klicken).

Peter Lindbergh (mit bürgerlichem Namen Peter Brodbeck, in Duisburg aufgewachsen) war der Modefotograf, der das Supermodel-Phänomen aus der Taufe gehoben hat, freilich ohne es vorherzusehen. Anfang der 90er Jahre erzählte er einem Herausgeber einer Modezeitschrift, daß er keine Lust habe, Frauen darzustellen, die mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun hätten: Frauen in perfekten luxuriösen häuslichen Umgebungen, perfekt gestylt und mit kostbarem Schmuck behangen. Es entstand ein inzwischen ikonisches Cover-Foto mit Models, deren Namen damals noch unbekannt waren, die aber im folgenden Jahrzehnt zu Superstars wurden, deren Auftritte auf den Laufstegen die Modekleidung, die sie vorzeigen sollten, zeitweise überschatteten. Der Purismus, den Lindbergh da zeigte – kurze Haare, keine Klunker, Straßenszenen, Schwarzweißfotografie – hielt sich nicht lange, aber die Models gaben für zehn Jahre den Ton an, wir kennen heute noch ihre Namen: Cindy Crawford, Naomi Campbell, Linda Evangelista, Tatjana Patitz, Christy Turlington (später kamen noch ein paar andere hinzu).

Der Erfolg der Models machte natürlich auch den Fotografen zu einem Star, der sich in der Folge vor Aufträge weltweit kaum noch retten konnte.

Die Ausstellung wurde von Lindbergh selbst kuratiert, zwei Jahre hat es gedauert, bis er in seiner Pariser Wohnung die 140 Exponate für die Ausstellung ausgesucht hatte. Es sollte keine Retrospektive sein, dafür fühlte er sich noch zu jung – „Untold Stories“, das sollte eine Seite von ihm zeigen, die er mehr gewürdigt wissen wollte. Die letzte Wahl war, wie er sagte, eine Bauchentscheidung.

Völlig überraschend verstarb er 74-jährig im September 2019, kurz nachdem er seine Auswahl getroffen hatte. Ich habe mir ein paar Videos mit ihm angesehen, und ich habe den Eindruck, er war ein cooler, gelassener Typ. Als er 20 Jahre alt war, Mitte der 60er Jahre, trampte er für zwei Jahre durch Frankreich, Spanien und Marokko und lebte von Gelegenheitsjobs, ich vermute, das sagt mehr über ihn aus als so manches, was über ihn geschrieben wurde.

Für die Ausstellung wurden einige Fotos groß auf Plakatpapier, wie man es in der Außenwerbung findet, ‚aufgeblasen‘ und an die Wände geklebt …

… viele andere großformatig in immer gleichen braunen, schmalen Holzrahmen aufgehängt.

Ein sehr ansprechendes Konzept. Links oben sieht man die Schauspielerin Jeanne Moreau. Berühmtheiten auch außerhalb der Modebranche ließen sich gern von ihm fotografieren, so heißt es.

In einem abgedunkeltem Raum sieht man plötzlich die Portraits dieses Mannes: Es sind Filmstills eines Films, den Lindbergh 2013 von dem zum Tode verurteilten Elmer Carroll gemacht hat, kurz vor dessen Hinrichtung durch eine Injektion. Carroll saß seit 1990 in der Todeszelle, weil er ein 10-jähriges Mädchen vergewaltigt und umgebracht hatte. In einem weiteren abgedunkelten Raum kann man sich den Film ansehen: Carroll schaut 30 Minuten lang in einen halbdurchlässigen Spiegel, das heißt, es sieht nur sich selbst, während auf der anderen Seite eine Kamera steht und ihn dabei filmt. Der Betrachter sieht in sein Gesicht – manchmal irren seine Augen ab, einmal ist ein kleines Schmunzeln zu sehen, aber meistens ist der Ausdruck ausdruckslos, so scheint es. Was man sieht, ist ein Mensch, ganz egal, was er getan hat. Schwer auszuhalten, ich konnte es nur für ein paar Minuten. Ein Foto kann ich mir lange anschauen, ein Film ist dann doch ein ganz anderes Medium.

Eine gute, anregende Ausstellung, die noch bis zum 27. September verlängert ist.

Die meisten Fotos, muß ich gestehen, berühren mich nicht sehr: Man sieht, daß sie in Modefotosessions entstanden sind, das ist ganz nett, sich das mal anzuschauen, aber mehr Eindruck hinterlassen sie bei mir nicht. Das soll kein Vorwurf sein, auch hier eine reine Bauchsache: Man fühlt in sich hinein, und wenn da nichts ist, kann man nichts machen.

Was leider stört, ist der Umstand, daß die gerahmten Fotos mit nichtentspiegeltem Glas eingefaßt sind: Wenn man direkt davor steht, wird man zum Teil der Fotografie, ebenso wie die anderen Besucher und die gegenüber hängenden Fotos. Blöd.

Gut gelöst hingegen ist der Umgang mit den Gefahren durch Corona – mit dem Online-Kauf einer Eintrittskarte legt man ein Zeitfenster fest, in dem man in der Ausstellung erscheinen will. So ist geregelt, daß sich nicht zu viele Besucher gleichzeitig in den Räumen aufhalten. Die Gaderobe ist leer, wer seine Tasche und Jacke wegschließen will, findet immer einen leeren Spind.
Ich wünschte, ein solches Besucherkonzept ließe sich für Nach-Coronazeiten aufrechterhalten, das ist doch wirklich sehr angenehm, wenn man sich in Ruhe die Exponate anschauen kann, ohne sich gegenseitig auf die Füße zu treten.

Liebe Freunde, morgen fahre ich für zwei Wochen in einen Wanderurlaub. Wünscht mir gutes Wetter und leere Wanderwege, und vor allem: Bleibt gesund!

Ausflüge in Zeiten von Corona: Düsseldorf (1)

Auf dem Weg zum Bahnhof: Eine Schlange vorm Dom. Das habe ich bisher nur einmal gesehen, als eine besondere Veranstaltung in der Kirche stattfand. Vielleicht läuft gerade eine Messe, dann ist der größte Bereich der Kirche für die Touristen abgesperrt und nur ein relativ kleiner Bereich gleich hinter dem Eingang freigegeben, um den Gottesdienst nicht zu stören. Und der ist schnell voll, wenn alle 1,50 m Abstand voneinander halten müssen.

In Düsseldorf finden wir endlich mal einen Platz in dem Biergarten, der sonst immer völlig überfüllt ist. Sehr angenehm.

Zehn Gäste – und nur zwei Stühle? Da kann man nur hoffen, daß alle eine Maske tragen.

A propos Maske – hier hat gerade eine Kundgebung von „Corona-Rebellen“ stattgefunden, die wir leider verpaßt haben. Die Rebellen rebellieren nicht etwa gegen die Pandemie, sondern gegen die Einschränkungen, die damit verbunden sind. Die Meinungen von Befürwortern und Gegnern sind unversöhnlich, Freundschaften gehen entzwei, Familien stehen vor Belastungsproben. Die, die die Einschränkungen skeptisch sehen, sind keine homogene Gruppe, da gibt es solche, die warnen und mahnen vor übertriebenen Eingriffen in unsere Grundrechte, und die, die eine weltweite Verschwörung im Gange sehen, angeführt von Wirtschaftseliten, die die Weltherrschafft übernehmen wollen, und zwischen diesen beiden Polen gibt es noch jede Menge Abstufungen. Allen Gegnern zueigen ist die Methode der Selbstimmunisierung: Sagt man ihnen beispielsweise: Schaut, es gibt neue wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit von Masken belegen, antworten sie darauf: Wer’s glaubt, wird selig. Alles gefaked, Mainstreamwissenschaften, die im Sold der Politik stehen, publiziert durch eine Mainstream-, also Lügenpresse. Wer sich auf wissenschaftliche Studien bezieht, offenbart sich in den Augen der Skeptiker entweder als Naivling, oder er ist sogar aktiver Verbreiter einer Volksverdummung, mit dem Ziel, über den Lockdown die Wirtschaft kaputt zu machen, insbesondere den Mittelstand, zugunsten von … wem auch immer, es gibt verschiedene im Angebot, Amazon, die WHO und die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, alle zusammen mit der Pharmaindustrie, stehen ganz oben auf der Liste. Daß ein weltweiter Zusammenbruch der Wirtschaft  – und damit der Kaufkraft – langfristig niemandem nützt, darauf kommen sie nicht.

Einige „Corona-Rebellen“ wissen sogar ganz genau, wer die eigentlichen Veranlasser und Nutznießer des Lockdowns sind: Neulich sah ich ein Video von einem Hals-Nasen-Ohrenarzt, den die Rebellen-Bewegung irgendwie nach oben gespült hat. Er behauptete unter anderen Fragwürdigkeiten (gelinde ausgedrückt), daß er schon an einem „hämischen“ Lachen von Bill Gates und seiner Frau sehen könne, daß die ganz offensichtlich Böses im Schilde führen: „Der weiß was und der plant was und der macht was … unglaublich … also unglaublich!“ Weiter wird dazu nichts gesagt. Tja, wirklich unglaublich, was soll man dagegen noch vorbringen, wie soll man dagegen vernünftig argumentieren? Derweil sterben in den USA täglich 1.500 Menschen an Covid 19 – in den Augen der „Corona-Rebellen“ eine völlig normale Grippe.

Fortsetzung folgt.