Luxemburger Str.

333, das ist nicht nur die Hausnummer, sondern auch der Name des kleinen, sehr netten Cafés, unter dessen Markise man sich gestern fühlte wie in einem Zelt bei Regen, wer schon mal in einem verregneten Sommer gezeltet hat, weiß, was ich meine: Es ist eine Mischung aus froh darüber sein, daß man nicht naß wird, und mißmutig darüber, daß es überhaupt regnet. Egal, ab heute hört das auf mit dem Regen, ganz sicher, für mindestens zwei Wochen, denn ich habe Urlaub! Wanderurlaub in Deutschland – der Schirm ist zwar eingepackt, aber nur dafür, daß ich ihn nicht brauche, ein alter Trick (wenn man ihn vergißt, regnet’s garantiert). Bis bald!

Luxemburger Str.

„Schon gehört? Osterspey macht dicht!“ „Was?! Um Gottes Willen, das geht doch nicht!!“ Diese Sätze hat man wahrscheinlich in den letzten Wochen öfter im Viertel gehört. Das Café gibt es bereits seit 1919 und hatte einen sehr guten Ruf, was sich nicht zuletzt darin ausdrückte, daß man zum Wochenende nur mit viel Glück einen Sitzplatz ergattern konnte, und selbst für „Kuchen zum Rausholen“ sollte man nicht zu spät erscheinen. Zur allgemeinen Erleichterung hat ein Mitglied der Familie Hirsch übernommen, die mehrere Cafés in Köln betreibt und einen ausgezeichneten Ruf hat.

Ich war gestern am späten Nachmittag da, die besten Sachen waren natürlich schon weg, aber das Stück Schwarzwälder Kirsch war lecker. Meine Begleiterin erzählte, daß heißer Kakao, den man normalerweise in Cafés („95 Prozent!“) bekommt, in der Regel nach heißem gesüßtem Wasser schmeckt – hier nicht, hier schmeckt er so, wie man es erwarten kann.

Das Foto unten ist aus Rücksicht auf die Gäste, die gerade eben noch da waren, kurz vor Ladenschluß aufgenommen worden.

Klettenbergpark

Na bitte – geht doch! Das Grün kommt langsam, aber unaufhörlich, und endlich erlauben es die Temperaturen, sich die Wochenendzeitung zu schnappen und nach draußen zu setzen.

Der kleine Klettenbergpark war eine Kiesgrube, bevor er 1910 liebevoll als Park inmitten der Stadtlandschaft angelegt wurde. Die Besucher sind hauptsächlich Anwohner, ob der Reiher auch zugezogen ist, weiß ich allerdings nicht, vorstellbar wär’s.