Neulich im Kaufhaus

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Als sich im 19. Jahrhundert in den großen Städten die Kaufhäuser durchsetzten, wunderten sich die Besucher, was es alles zu kaufen gibt. Das geht mir heute noch so. Ein Kalender ist ein beliebtes Weihnachtsgeschenk für jemanden, der eigentlich nichts braucht, schon gar keinen Kalender. Aber egal, man kann sich bei der Wahl der Motive danach richten, was der Beschenkte ganz besonders gern mag. Dieser Kalender ist also wahrscheinlich für den Hund, postergroß, wie er ist, schmückt er dominierend die ganze Hundehütte. Das ist natürlich Quatsch: Angesprochen wird hier der Mann im Manne, der sich hier für eine seiner letzten Domänen inspirieren lassen kann, den Grill.

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Ein Geschenk für Mutti: Das Haarteil soll man sich hinten auf den Kopf stecken, man kann wählen zwischen den Variationen „Laughter“, „Spirit“, „Delight“, „Sparkle“ und „Happy“ – spontan erscheint mir „Laughter“ die beste Idee zu sein, da ist der Erfolg garantiert.

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Für die Kleinen ein Quartett. Dieses Bischofs-Quartett habe ich vor ein paar Jahren schon mal vorgestellt, an Tebartz van Elst kann man erkennen, daß es bereits veraltet ist. Dafür gibt es nun etwas Neues:

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Wie spielt man das? Die Karte mit den meisten Toten gewinnt? Vielleicht sollte man einfach beide Quartette zusammenmischen. Der Schwarze Peter muß dann jemand sein, der mit diesen Leuten nichts zu tun hat – vielleicht ein Foto von dem Hund, als Trost, weil er den Kalender ja nun doch nicht bekommt.

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Uff – da müssen selbst die Engel erstmal eine rauchen.

Äußerer Grüngürtel

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Quelle: http://www.koelner-gruen.de/

In Köln gibt es einen relativ neuen Rundwanderweg: 63 Kilometer ist er lang und folgt dem Verlauf des 42 Kilometer langen äußeren Grüngürtels. Die beiden Grüngürtel – der innere direkt um die Innenstadt, der äußere in einem Radius von 5,6 bis 7,7 km um den Dom – gehen zurück auf preußische Befestigungsanlagen: Nachdem die Franzosen verjagt waren und die Preußen 1815 die Herrschaft übernahmen, mußten sie erstmal für militärische Ordnung sorgen. Um die Stadt wurden zwei Verteidigungsringe erbaut, mit vielen Forts und sogenannten Zwischenwerken, könnte ja sein, daß die Franzosen wiederkommen. Von den Forts aus brauchte man, um die Stadt ordentlich verteidigen zu können, stadtauswärt ein freies Schußfeld, d.h., keine Bebauung und keine hohe Vegetation. Schon um 1900, also kurz nach Fertigstellung, stellte man fest, daß die Anlagen aufgrund er der Erfindung neuer Waffen keinen Sinn mehr hatten, außerdem behinderte der innere Ring das Wachstum der Stadt. Bei beiden Grüngürteln rieben sich Immobilienhändler natürlich die Hände, aber man entschied – Oberbürgermeister Adenauer sei Dank – die beiden Bereiche als Naherhohlungsgebiete zu erhalten. Sie sind leider nicht mehr als Ganzes einheitlich intakt, aber man bemüht sich, wie man hier am äußeren Grüngürtel sehen kann. Das heißt aber nicht, daß es nich immer wieder Versuche gibt, Flächen abzuknapsen für eine privatwirtschaftliche Bebauung: Gerade hat der 1. FC Köln den Antrag gestellt, weitere 3 Hektar des Grüngürtels für neue Gebäude und Trainingsplätze nutzen zu dürfen, eine Fläche, die bisher der Allgemeinheit zur Verfügung steht. Dieser Plan hat gute Aussichten auf Erfolg – der Fußballverein spült viel Geld in die Stadt, wenn er seine Spiele gewinnt. Eine Bürgerinitiative hat sich gebildet und stört zumindest den reibungslosen (Aus-)Verkauf. Die Angelegenheit ist also noch nicht entschieden. Wenn man dem 1. FC erlaubt, da zu bauen, mit welcher Begründung will man es anderen Interessenten verwehren?

Der Wanderweg ist durchgängig mit „G1“ gekennzeichnet – aber man muß gut aufpassen, ein paar Abzweigungen sind tricky und leicht zu übersehen.

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Porzer Wanderweg

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Wir wollten gerade losschimpfen, wer hier wieder seinen Müll abgeladen hat, den soll doch der Blitz treffen, aber dann …

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Das ist eine Katzenfütterstelle, 11 Katze, die man vorsorglich kastriert hat, werden hier verköstigt. Als wir da herumstanden, kam auch gleich eine an und strich um unsere Beine. In der Nachricht vom 31.10. kündigt allerdings jemand seine Mitarbeit auf, nach seiner Ansicht seien die Katzen überfüttert. Tja, manchmal erreicht Tierliebe das Gegenteil von dem, was sie eigentlich möchte. Immer wieder kann man beobachten, daß Eltern ihre Kinder dazu animieren, an Teichen und Weihern die Enten mit Brot zu füttern. Und wenn dann eines Tages Enten und Fische mit dem Bauch nach oben im trüben Wasser treiben, wundern sie sich.

Akazienweg

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„Im Rondellchen“ (warum eigentlich nicht „Em Rondällsche“?) heißt diese Kneipe, eine der kleinsten in Köln: Gastwirt und Gäste müssen mit knapp 47 qm zurechtkommen, was den Ort ungeeignet macht, um Geheimnisse zu besprechen, andererseits scheint sozialer Anschluß garantiert. Als man Ende der 20er Jahre diese Arbeiterwohnsiedlung gebaut hatte, sollte ein Café in dem kleinen Gebäude am Ende der Straßenbahnlinie 4 den Wartenden Schutz und Erfrischungen bereit halten. Die Straßenbahn fuhr durch ein Rondell, um auf die Gegengleise zu kommen – daher der Name. Als die Linie 4 unter die Erde und die Ubahnhaltestelle woandershin verlegt wurden, lohnte sich das Café nicht mehr. Die Kneipe wirft so gut wie keinen Gewinn ab, weshalb sie in einer Art Nachbarschaftsinitiative betrieben wird. Ich habe gelesen, sogar Siegmar Gabriel soll hier mal ein Bier getrunken und eine Frikadelle gegessen haben, aber das wird ein einmaliges Ereignis gewesen sein, davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, wenn man mal in der Nähe ist.

Sachbeschädigung als Kunst

Heute hat mir ein Kollege einen Witz erzählt: Was grenzt an Dummheit? – Im Norden Kanada, und Mexiko im Süden. Ich befürchte, uns wird das Lachen noch vergehen.

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In letzter Zeit sprechen Journalisten und Politiker öfter mal von einer „postfaktischen“ Zeit, in der wir immer mehr leben. Postfaktisch heißt: Es kommt nicht mehr auf Fakten an, es sind allein die Gefühle, die eine Rolle spielen. Es ist kaum anders zu erklären, wieso der notorische Lügner und rücksichtslose Betrüger Trump bei nachweislich dreiviertel seiner Wahlkampfaussagen die Unwahrheit behaupten kann und trotzdem zum Präsidenten gewählt wird. Die Welt ist ein Gefühl, Vernunft ist lästig und wird ausgeblendet.

In Köln weiß man das schon lange: „Kölle es en Jefööhl!“, den Spruch kann man sogar auf Kaffeetassen kaufen. Der Flyer der Stadtverwaltung (oben) gibt Tipps dafür, wie man sich verhalten soll, wenn verbrecherische Graffiti-Sprayer ihrem verwerflichen Tun nachgehen: „Alarmieren – Fotografieren – Anzeigen – Beseitigen“ sind einige der Überschriften über kurzen Erläuterungen, in denen Sätze auftauchen wie: „Das erste derartige Machwerk ermutigt Nachahmer … Farbschmierereien verstoßen gegen das  Gesetz, verschandeln die Stadt und machen vielen Menschen Angst.“ Machwerk, Schmiererei, Verschandelung, Angst!! Man traut sich kaum noch, seine Wohnung zu verlassen angesichts solcher Verbrechen.

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Dieser Flyer kommt auch von der Stadtverwaltung. Er lud ein zu einer Fotoausstellung des Hobbyfotografen Helmut Nick, der schon seit ein paar Jahrzehnten Kölner Graffiti-Kunst dokumentiert. Die Ausstellung fand im September und Oktober in den Fluren der Volkshochschule statt, die sich wiederum im Bezirksrathaus (!) Lindenthal befinden. Auf dem Flyer steht: „Erkundet hat er [Helmut Nick] das ganze Stadtgebiet und die Graffiti-Kultur in ihren unterschiedlichen Facetten dokumentiert. Die Ausstellung ist ein beeindruckendes Stück Stadtgeschichte und zeigt darüber hinaus eindrucksvoll, wie sich die Kunstrichtung über die Jahrzehnte verändert hat.“ Unten drunter: Das Logo der Stadt Köln, die Oberbürgermeisterin.

Die KASA, ein Zusammenschluß von fast 40 Kölner Einrichtungen, Verbänden und Institutionen, darunter auch die Stadtverwaltung, macht übrigens immer noch Jagd auf die, die diese „eindrucksvolle Kunstrichtung“ hervorbringen, um sie zu kriminalisieren.

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Die Ausstellung mit ca. 150 Werken war ganz schön, nur die Lichtverhältnisse waren schlecht in den Fluren, deshalb habe ich kaum Fotos gemacht. Die beiden Beispiele, die ihr hier seht, sind von dem großartigen Künstler Klaus Paier, der sich auch „Aachener Wandmaler“ nannte.“Der Tod ist ein Meister aus Deutschland“ (von 1995) – eine Aussage, die leider immer noch aktuell ist angesichts der immensen deutschen Waffenexporte. Diese beiden Kunstwerke sind leider schon lange vernichtet, wie auch die meisten anderen, die der Künstler geschaffen hat. In Aachen sind aber sogar zwei seiner Bilder von der Stadt unter Denkmalschutz gestellt worden. Klaus Paier hat zuletzt in Köln gelebt, bevor er 2009 starb. Ein paar seiner Werke habe ich damal fotografiert, ihr könnt sie hier betrachten.

Halloween

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Halloween kommt von „all hallow’s eve“, übersetzt: Der Abend vor Allerheiligen. Die Leute laufen verkleidet durch die Straßen und feiern in Kneipen und privat bei lauter Musik und gehen allen anderen damit auf die Nerven. Die Kostümmotive speisen sich hauptsächlich aus dem Horrorbereich, blutige Fratzen, Zombies, Vampire. Zu unrühmlicher Bekanntheit hat es der Horrorclown gebracht, ihr habt ja bestimmt davon gehört: Leute in einem Clownskostüm und zähnefletschender Clownsmaske erschrecken ahnunglose Passanten und gehen scheinbar – aber manchmal auch wirklich – mit Baseballschlägern oder Hämmern auf sie los. Es hat schon Verletzte und Tote gegeben – kaum zu fassen, was es für Idioten gibt!

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Eine Kölner Boulevardzeitung macht auch mit – es ist aber nicht ganz sicher, ob die Macher den Horroranteil ihrer Werbung absichtlich eingebracht haben.

Was soll das eigentlich mit dem Horror? Die Psychologen sprechen von Angstlust: Man setzt sich in einem kontrollierbaren Rahmen seinen Ängsten aus, um besser mit ihnen umgehen zu können, und das erzeugt Befriedigung und macht Spaß. Das ist auch der Grund, weshalb Leute in Horrorfilme gehen, oder – ein paar Stufen tiefer – Krimis oder Märchen lesen. Eigentlich ist nichts dagegen zu sagen, wenn die Leute das wollen, meinetwegen – was ich allerdings zum Kotzen finde, daß das ein weiterer Termin ist, an dem die Feiernden glauben, sie könnten die ganze Nacht so viel Krach machen wie sie wollen, und wer das anders sieht, ist ein elender Spießer.

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Da sind mir diese Gespenster lieber – auch unheimlich, sie hausen in einer Unterführung und sind so leise, daß ich fast achtlos an ihnen vorbei gegangen wäre.

Domumgebung

Es ist noch nicht lange her, da sagte die relativ neue Oberbürgermeisterin Reker über die Stadtverwaltung: Es gebe Mitarbeiter, bei denen denke sie, „die kommen nur, um hier Schmerzensgeld zu bekommen“ – soll heißen: Die tun nichts, sind nur da, und das mit schmerzverzerrtem Gesicht, weil sie nicht zu Hause bleiben dürfen. Ich vermute, das ist gut angekommen bei den 17.000 Mitarbeitern der Verwaltung. Ganz besonders motivierend waren diese Worte offensichtlich für die Kollegen des Ordnungsamtes.

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In einigen großen Städten gibt es zentrale Orte, wo sich immer viele Leute aufhalten, Einheimische und Touristen, die ihrerseits Kleinkünstler anlocken, die darauf hoffen, für ihre Darbietungen ein wenig Kleingeld zu bekommen: Jongleure und andere Artisten, Living Dolls, Pflastermaler, die mit Kreide 2×3-Meter große Gemälde aufs Pflaster malen, Musiker aller Art: Streichquartette, Flötisten, Gitarristen, gemischte Ensembles, sogar einen Flügel habe ich schon gesehen und gehört. All das macht die Plätze quirlig und lebendig (wobei man sich natürlich immer vor Taschendieben hüten sollte) und verschafft der ganzen Stadt ein gutes Image.

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Auch Köln hat so einen Platz, oder besser, so eine Gegend: Es ist die Domumgebung, also die große Freitreppe, die zum Bahnhof führt, der Domvorplatz mit dem angrenzenden Walraffplatz, der Roncalliplatz im Süden und im Osten der Durchgang vorbei am Museum Ludwig hin zum Heinrich-Böll-Platz. Wenige Tage, nachdem das Ordnungsamt mit einem Auftrittsverbot der Seifenblasenkünstler auf sich aufmerksam gemacht hat, landen seine Mitarbeiter nun einen neuen Coup:

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(Google Earth)

Auf genau diesen Plätzen, die ich aufgezählt habe (rot eingekreist), soll jegliche Aktivität von Künstlern ganzjährig und komplett verboten werden, damit Gottesdienste und Kirchenveranstaltungen nicht gestört werden. 10.000 Menschen besuchen täglich den Kölner Dom – gern gesehene Gäste, besonders wenn sie ein wenig Geld dalassen, für eine Kerze oder im Opferstock. Die sind natürlich alle immer mucksmäuschenstill, man könnte eine Stecknadel fallen hören – wenn da nicht die lauten Klickgeräusche der Touristenkameras wären, die auf dem Vorplatz ein Living Doll fotografieren, oder der Geiger, der auf dem Walraffplatz einen Walzer fidelt, und da die Kirchenwände aus Pappe sind … während des Gottesdienstes dröhnt die Orgel, oder alle singen lauthals, oder der Mann im Kleid vorn an der Kanzel schwingt Reden über die Lautsprecheranlage, so daß man ihn sogar hört, wenn man draußen steht, aber das soll natürlich nicht verboten werden.

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Von dem Verbot auch ausgeschlossen sind selbstverständlich der Weihnachtsmarkt und andere kulturelle Großereignisse am Dom – solche Veranstaltungen spülen Millionen in die Stadtkasse.
Vielleicht, liebe Frau Oberbürgermeisterin, sollten wir wieder zurückkehren zu der jahrzehntelangen Übung, den Verwaltungsmitarbeitern ein Schmerzensgeld fürs bloße Dasein zu zahlen? Dann denken sie sich wenigsten nicht einen solchen Schwachsinn aus.

Rheinpromenade

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In Köln ist Umweltverschmutzung  ab sofort verboten, vom Ordnungsamt. In der Stadt dürfen nur noch Elektroautos fahren, alle Hausbesitzer sind verpflichtet, auf erneuerbare Energien umzusteigen, die unfallanfällige chemische Fabrik in Leverkusen wird geschlossen und südlich von Köln, in Wesseling, wird die große Erdölraffinerie, die durch marode Leitungen einen riesigen unterirdischen Ölsee erzeugt hat, zur Verantwortung gezogen, die Fabrik wird abgebaut.

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Und außerdem werden natürlich die Seifenblasenkünstler verboten, also das, was sie machen, bei Zuwiderhandlung droht eine Buße von 510 Euro – daß die benutzte Seifenlauge biologisch abbaubar ist, spielt keine Rolle.

Was glaubt ihr, welche von den Aussagen ist geflunkert, und welche ist wahr?

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Nicht nur die Kinder, alle Zuschauer sind wütend über das Spektakel, man sieht es in ihren Gesichtern, und Pegida überlegt, ein deutschlandweites Seifenblasenverbot in ihren Forderungskatalog aufzunehmen. Ein Glück, daß das Amt endlich für Recht und Ordnung sorgt! Köln – eine Stadtverwaltung ist Avantgarde!

Ebertplatz

„Eine ‚Opéra Minute dans la place‘, zum denkwürdigen 3. Oktober steigen 30 Gestalten aus der Geisterbahn […] Es rasselt und scheppert bei taktlosen Tänzen […] Finsteres Blech hallt im urbanen Schallraum“, heißt es auf dem Flyer des „Kunstorchester Kwaggawerk“, das hier umsonst und draußen zusammen mit Musikern der Gruppe „Naüm“ aus Grenoble auftritt. Kwaggawerk gibt es bereits seit 2006, bis zu 50 Amateurmusiker wirken mit. Ihnen scheint es großen Spaß zu machen, und dem Publikum auch. Die Gruppe erinnert mich ein bißchen an das „Sogenannte linksradikale Blasorchester“ aus den späten 70er Jahren.