Neulich im Kaufhaus

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Als sich im 19. Jahrhundert in den großen Städten die Kaufhäuser durchsetzten, wunderten sich die Besucher, was es alles zu kaufen gibt. Das geht mir heute noch so. Ein Kalender ist ein beliebtes Weihnachtsgeschenk für jemanden, der eigentlich nichts braucht, schon gar keinen Kalender. Aber egal, man kann sich bei der Wahl der Motive danach richten, was der Beschenkte ganz besonders gern mag. Dieser Kalender ist also wahrscheinlich für den Hund, postergroß, wie er ist, schmückt er dominierend die ganze Hundehütte. Das ist natürlich Quatsch: Angesprochen wird hier der Mann im Manne, der sich hier für eine seiner letzten Domänen inspirieren lassen kann, den Grill.

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Ein Geschenk für Mutti: Das Haarteil soll man sich hinten auf den Kopf stecken, man kann wählen zwischen den Variationen „Laughter“, „Spirit“, „Delight“, „Sparkle“ und „Happy“ – spontan erscheint mir „Laughter“ die beste Idee zu sein, da ist der Erfolg garantiert.

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Für die Kleinen ein Quartett. Dieses Bischofs-Quartett habe ich vor ein paar Jahren schon mal vorgestellt, an Tebartz van Elst kann man erkennen, daß es bereits veraltet ist. Dafür gibt es nun etwas Neues:

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Wie spielt man das? Die Karte mit den meisten Toten gewinnt? Vielleicht sollte man einfach beide Quartette zusammenmischen. Der Schwarze Peter muß dann jemand sein, der mit diesen Leuten nichts zu tun hat – vielleicht ein Foto von dem Hund, als Trost, weil er den Kalender ja nun doch nicht bekommt.

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Uff – da müssen selbst die Engel erstmal eine rauchen.

14 Antworten zu “Neulich im Kaufhaus

  1. danke für den kleinen lacher, der mir entlfeuchte. 😉

    das führer quartett hat einen großen reiz…. der schwarze peter geht eindeutig an mao tse tung, der soll ja 50 millionen landsleute gekillt haben, dagegen ist a.h. fast ein waisenknabe.
    wer die ironie nicht findet hat vergeblich gesucht.

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    • Die Frau ist übrigens die Bloody Mary, Maria I. Tudor, Tochter von Heinrich VIII., Du weißt, der mit den sechs Frauen. Verglichen mit den männlichen Despoten gehört sie hier eigentlich nicht hinein, aber es ist wohl überhaupt schwer, weibliche Diktatoren zu finden. Die gibt es fast nur im kleinen familiären Bereich.

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    • Gut erkannt, daß es nicht meine sein können:-). Es sind die meiner liebenswerten Begleiterin, die das für mich auffächerte, damit ich beide Hände zum fotografieren frei hatte.

      Ich habe in einem Zeitungsartikel gelesen, daß sich mal eine Kundin darüber aufgeregt hat, daß sowas in einer Buchhandlung verkauft wird. Die Buchhandlung hat sich damit gerechtfertigt, daß das ein satirisches Produkt sei, sogenannter schwarzer Humor. Tja, wem es gefällt … ist nur noch eine Frage der Zeit, wann es jemand lustig findet, ein Quartett mit den Opfern der Führer herauszubringen. Wenn sich dann wieder jemand darüber aufregt, kann man ihn leicht als „Gutmensch“ verhöhnen.

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      • Schöne Hände sind das… 🙂
        Okay…
        Man kann sich aber auch über ALLES aufregen,oder?!
        Schlimm mittlerweile, wenn man nichts mehr sagen, schreiben, posten etc. kann OHNE dabei gleich gesteinigt zu werden und alle Eventualitäten abgewägt zu haben… * Augenroll *
        Sei es Gender-oder Ernährungstechnisch…
        Hatte ich heute erst noch… *grumml*

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  2. Unter …lustig…verstehe ich aber was anderes…liegt das nun an mir oder muss man das Quartett komisch finden ? der Gipfel der Geschmacklosigkeit hat ja mittlerweile Himalaja Höhe erreicht, was du sehr schön dokumentierst ….und ich teile deine Meinung was Kaufhäuser anbetrifft….mache im Augenblick einen grossen Bogen um sie…so das möglich ist und man nicht automatisch mit dem Menschensog muthineingerissen wird…:-)
    Beste Grüsse, Jürgen

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    • Geschmacklos ist der richtige Ausdruck für diesen Mist.
      Neulich war ich mal an einem Samstag auf dem Weihnachtsmarkt – ich bin froh, daß ich da wieder heil herausgekommen bin, irgendwann hat es mich in der Menge an den Rand gespült und ich konnte mich durch eine Nebengasse verkrümeln.
      Viele Grüße nach Hamburg!

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      • Glück gehabt 🙂
        Wir haben früher an der FH Dortmund einen Test gemacht, mit der Kamera sowie Blitz über den Weihnachtsmarkt, Samstag um 17.00 und Sonntag um 16.00, Kamera vor den Bauch halten, nicht durchschauen und durchkämpfen …immer wieder auslösen…Dann Montag den Film entwickeln..unglaublich wie geistig entrückt die Leute nach 5 Glühwein mit einer Bratwurst im Mund aussehen…schön grell angeblitzt….wer von den Studenten den Fototest überlebte durfte weiter ins Hauptstudium…
        Beste Grüsse aus der Hansestadt von Jürgen

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