Rheinpromenade

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In Köln ist Umweltverschmutzung  ab sofort verboten, vom Ordnungsamt. In der Stadt dürfen nur noch Elektroautos fahren, alle Hausbesitzer sind verpflichtet, auf erneuerbare Energien umzusteigen, die unfallanfällige chemische Fabrik in Leverkusen wird geschlossen und südlich von Köln, in Wesseling, wird die große Erdölraffinerie, die durch marode Leitungen einen riesigen unterirdischen Ölsee erzeugt hat, zur Verantwortung gezogen, die Fabrik wird abgebaut.

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Und außerdem werden natürlich die Seifenblasenkünstler verboten, also das, was sie machen, bei Zuwiderhandlung droht eine Buße von 510 Euro – daß die benutzte Seifenlauge biologisch abbaubar ist, spielt keine Rolle.

Was glaubt ihr, welche von den Aussagen ist geflunkert, und welche ist wahr?

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Nicht nur die Kinder, alle Zuschauer sind wütend über das Spektakel, man sieht es in ihren Gesichtern, und Pegida überlegt, ein deutschlandweites Seifenblasenverbot in ihren Forderungskatalog aufzunehmen. Ein Glück, daß das Amt endlich für Recht und Ordnung sorgt! Köln – eine Stadtverwaltung ist Avantgarde!

22 Antworten zu “Rheinpromenade

    • Ja, könnte man meinen. Aufgrund vieler Proteste ist das Ordnungsamt vom Vorwurf der Umweltverschmutzung zähneknirschend abgerückt, aber die Seifenblasen bleiben trotzdem verboten, neue Begründung: Man könnte ausrutschen.

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  1. Das ist jetzt nicht dein Ernst?
    Aber auch bei uns zeichnet sich das Ordnungsamt dadurch aus, dass es Innenstadt belebende Aktivitäten zu unterbinden weiß, wie es NABU schafft, unbescholtene Bürger von der ungetrübten Naturwahrnehmung fernzuhalten.

    Ich liebe Seifenblasenspiele.

    😉

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    • Stimmt, das habe ich bei Dir gelesen. Natur ist aber auch gefährlich, was, wenn Dir ein Ast auf den Kopf fällt. Okay, im Moor eher selten, aber es geht ums Prinzip!

      Inzwischen hat man beim Ordnungsamt gemerkt, daß die Umweltverschmutzung durch so’n bißchen Seifenlauge nicht gahndet zu werden braucht, wahrscheinlich, weil es so viele Besserwisser gibt, die sie darauf aufmerksam gemacht haben, also haben sie schnell eine andere Begründung gefunden: Man könnte eventuell leicht mal auf einer Seifenblase ausrutschen, deshalb bleiben sie trotzdem verboten. Ätsch!

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  2. soweit mir bekannt wurde das verbot von seifenblasen gekippt.
    soll die stadt köln sich besser um die wirklichen dreckverursacher kümmern und kindern nicht den spaß verderben.

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    • Soviel ich weiß, nur das Verbot wegen Umweltverschmutzung. Das Verbot beruft sich nun auf Rutschgefahr für Passanten. Es ist einfach nicht schön, von anderen dabei ertappt zu werden, daß man Blödsinn gemacht hat, schon gar nicht als Amt, deshalb mußte schnell eine andere Begründung her.

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  3. Irgendwo muss man ja anfangen! Und wenn man nicht oben anfängt, da, wo es richtig was bringen würde, dann eben unten. Dann ist schon mal was passiert, hart durchgreifen! Was ist mit der Lärmbelästigung durch Passanten in Fußgängerzonen? Die sind da einfach unerträglich laut. Kann man da nichts machen?

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    • Ja, und Straßen- und Wegeabnutzungsbußen, das kann doch nicht sein, daß diese vielen Trampeltiere mit ihren Mauken den schönen Straßenbelag abwetzen, nur weil sie sich beim Shoppen nicht zurückhalten wollen. Am besten, man sperrt die ganze Innenstadt ab, dann gibt es auch keinen Ärger mehr.

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  4. Ach ja und in dem Zusammenhang bin ich auch gleich dafür, daß man das Kinderlachen abschafft. Zuhause gerne, aber im öffentlichen Raum? Nein, das geht zu weit. Akustische Umweltverschmutzung. Eltern haften….4 Jahre Knast ist das Minimum. Finde ich.

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    • Akustisch und olfaktorisch – man kennt doch diese kleinen Hosenscheißer. Und dann vielleicht noch gleichzeitig – lachen und stinken! Geht gar nicht.

      Was ist mit Tretrollerfahren? Nicht auszudenken, wenn die hinfallen oder jemanden anfahren, und das ohne Führerschein – muß unbedingt geahndet werden. Die Stadt braucht Geld, das Ordnungsamt muß dringend Personal aufstocken.

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  5. Die Welt wird von unten nach oben verbessert, wie auch das Geld von unten nach oben geschaufelt wird. 😉
    Immerhin hast du noch wirklich schöne Fotos von der Seifenblasensauerei machen können. Vom unterirdischen Ölsee lese ich bei dir mit Staunen. Andererseits kommt Öl ja aus unterirdischen Lagerstätten, also „niets aan de hand“ wie man bei Shell sagen würde.

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