Das ist der Heilige Severin, Ende des 4. Jahrhunderts war er der dritte Bischof in Köln. Viel ist über ihn nicht zu erfahren: In der Nähe hat er wohl ein Kloster gegründet, und dort steht heute eine der zwölf großen romanischen Kirchen, die Kirche St. Severin in der – na? – richtig, Severinstraße.
Und in der nämlichen Straße betrieb er einen türkischen Imbiß, der noch heute existiert – ein frühes Beispiel von Völkerverständigung (wenn auch nicht der deutschen Rechtschreibung).
Die Figur, 1964 von Elmar Hillebrand geschaffen, erfüllt mit ihren 4,5 Metern Höhe die Funktion eines Brückenheiligen. Brücken wurden schon immer als Zeichen von Gefahr wahrgenommen, hier galt es, etwas zu überwinden, eine tiefe Schlucht etwa, oder einen reißenden Fluß, wenn man nicht aufpaßte, fiel man hinein. Daher fand man es nicht schlecht, wenn man unter dem Schutz eines Heiligen stand, und der Heilige Severin bietet sich bei einer Brücke, die seinen Namen trägt, ja von selbst an. Außerdem soll es bei allen Arten von Unglücken helfen, wenn man ihn anruft. Dem Historischen Stadtarchiv, das auch in der Severinstraße beheimatet war, hat das aber nicht viel genützt: Es stürzte 2009 in sich zusammen.


