Jabachstr.

Die gotische Pfarrkirche St. Peter wird oft als „Kunst-Station“ für zeitgenössische Kunst genutzt, deshalb gibt es auch keine dauerhafte Bestuhlung. In dieser Kirche wurde der Barockmaler Peter Paul Rubens getauft, das findet man hier natürlich sensationell, weshalb auch ein großes Gemälde, von Rubens gemalt, hier hängt. Jedesmal, wenn ich es fotografieren will, ist es zugehängt – offensichtlich bin ich meist in der Zeit vor Ostern hier, die Katholen hängen ja während der Fastenzeit immer alles zu. Keine Ahnung, was sie damit bezwecken.

Die Orgel ist auch imposant und soll gut klingen, habe ich gelesen – ich muß unbedingt mal darauf achten, wann hier was gespielt wird.

0 Antworten zu “Jabachstr.

  1. Die Katholen verhängen am Gründonnerstag die Bilder um den Altarraum schmucklos zu machen. Der Tabernakel bleibt offen stehen und der Altar wird leergeräumt. Das ist als Zeichen der Trauer zu verstehen, denn die kommenden zwei Tagen bis zur Osternacht sind Tage der Trauer. Erst in der Osternacht kehrt wieder Licht in die Kirche und die Bilder, die Kruzifixe und der Altar sind wieder frei und unverhüllt. Ebenso schweigt in den Tagen von Gründonnerstag die Orgel in der Kirche. Ganz im Gegensatz zu den Evangelen in denen die Orgel in diesen Tag so mächtig braust wie sonst nie.

    Die Bilder sind übrigens wunderschön.

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  2. Danke! 🙂

    Die Altar- und anderen Bilder sind allerdings schon seit Ende Karneval verhängt, findet das vielleicht ab Gründonnerstag noch eine Steigerung? An Karfreitag darf man nicht tanzen, das weiß ich noch aus meiner Zeit, als ich am Wochenende immer in Diskotheken herumhing. Ich fand das unverschämt: Wer um jemanden trauern will, der vor 2000 Jahren gestorben ist, geht doch da sowieso nicht hin.

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  3. Also eigentlich ist es erst ab Gründonnerstag aber vielleicht macht die Gemeinde das während der gesamten Fastenzeit.

    Also die die um jemanden trauern der vor 2000 Jahren gestorben ist, gehen natürlich auch in Diskotheken wenn auch nicht unbedingt am Karfreitag.

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  4. Ah – schau, ich bin bei Wikipedia fündig geworden:

    „Ab dem 5. Sonntag der Fastenzeit („Passionssonntag“) werden Kreuze und Standbilder durch violette Tücher verhüllt. Die Retabeln von Triptychen und Flügelaltäre sind in der Fastenzeit häufig zugeklappt und zeigen die einfacher gestaltete Rückseite der Flügel. Diese Maßnahmen während der Fastenzeit verleihen dann dem Osterfest einen zusätzlichen Glanz.“ Den Trick kenn ich – wenn ich mal eine Woche kein Bier getrunken habe, schmeckt das erste dann wieder um so besser. 😉

    Nach dieser Aussage sind es also zwei Wochen vor Ostern. In Köln sind sie wohl besonders fromm, wenn sie schon kurz nach Karneval damit anfangen. Wie Du ja schon andeutest, macht das wohl jede Gemeinde so, wie sie lustig ist.

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