Neulich in einem Trend-Restaurant

… auf dem Weg zum Klo. Aha. Der Schlaf der Vernunft gebiert also keine Ungeheuer, sondern Leidenschaften – gut, das muß ja kein Widerspruch sein. Von wem ist der Spruch? Von Old Buddha und seinem Blutsbruder Hopi Kung Fuzius?

Wieviel Leidenschaft braucht man, um sich Urinalgestank in Blütenduft umzulügen? Oder was soll das bedeuten? Erst wenn die letzte Pißnelke gepflückt ist, werdet ihr merken, daß man Geld nicht trinken kann? Sehr sinnig. Den Restaurantbetreibern ins Stammbuch geschrieben: Jeden Morgen einen Joint, und der Tag ist … irgendwie vernebelt. Und wenn man sich dann an den Kopf fassen will, greift man nicht selten ins Leere.

0 Antworten zu “Neulich in einem Trend-Restaurant

  1. Wenn der Betreiber selbst Klosprüche an die Wand malt, bin ich skeptisch, vor allem, wenn sie so anbiedernd sind. Dazu kommt, daß die Aussage falsch und sehr dumm ist: Die Vitalfunktionen eines Menschen werden nicht durch die Vernunft geregelt. Die Vernunft, richtig eingesetzt, ermöglicht erst den freien Menschen, und Freiheit ist eine Grundvoraussetzung für „richtiges“ Leben. Und daß man zu einem erfüllten Leben Leidenschaften braucht, wie es hier angedeutet wird, ist natürlich auch kompletter Blödsinn, ganz im Gegenteil, Leidenschaften können einem das Leben sowas von versauen …
    Aber darauf kommt es hier natürlich gar nicht an, dem Betreiber geht es nicht um philosophische Diskurse, sondern um Anbiederung an den Kunden, um seine Waren besser vrkaufen zu können. Abstoßend!

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  2. Das ist wahr, allerdings auch im Negativen, viele Leute haben eine große Leidenschaft für hochprozentigen Alkohol und sind alles andere als glücklich damit, und auch die Leidenschaft für eine andere Person muß kein Zeichen für Lebendigkeit sein, sondern zeugt oft genug von blinder Besessenheit. Leidenschaft nun gegen Vernunft als Geschütz aufzufahren, die angeblich nur die Vitalfunkionen regelt, ist natürlich kompletter Blödsinn.
    Mir stößt aber schon sauer auf, daß der Betreiber mit so einer pseudo-esoterischen und ahnungslosen „Wir-wissen-Bescheid“-Kumpanei daher kommt, damit ich mehr Sachen bei ihm einkaufe. Da helfen dann auch keine Blümchen mehr über dem Pissoir.

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  3. …mir sieht das einfach nach einem billigen Werbegag aus…oder sie wussten es nicht besser…jedenfalls werden sie damit auch Sympathien wecken…sollen sie doch…

    Meine Lieblingskneipe wäre es nicht, Deine wohl auch nicht, aber was solls, es gibt ja genug andere…

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  4. Da blogstromere ich so herum, und wo lande ich? Auf einem Männerklo!

    Und was fällt mir ein beim Anblick der Blütenpracht?
    Nicht etwa, dass es da duftet oder Duft suggeriert werden soll, nein.
    Wer zuerst kommt, pinkelt nicht nur zuerst, sondern hat auch die Größere.

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