Zum Friseur bitte nach rechts, nur ein paar Meter – so war es jedenfalls mal. Die Schrift ist typisch 50er Jahre, oder gab es die schon früher? Den Salon gibt es schon lange nicht mehr, der Schriftzug hat hinter den Reklametafeln eines anderen Geschäfts „überlebt“:
Hier war lange Zeit eine Buchhandlung, die nun leider geschlossen hat, eine Filiale der Firma „VUB printmedia“, die noch ein weiteres Geschäft in Nähe der Uni hat. Es gab viel Fachliteratur, aber auch das normale Programm, Romane, CDs usw. Das hat sich wohl nicht mehr gelohnt, nicht weit weg sind die großen Buchhandelshäuser am Neumarkt, und die Konkurrenz im Internet ist langfristig kaum zu schlagen. Und genau dahin ist die Firma „VUB“ nun unterwegs: „…ermöglichen wir die Implementierung von Prozessketten für die weltweite Medienbeschaffung und deren Management. Unsere Lösung wird in ERP- und E-Procurement-Systeme sowie Workflows integriert“, steht auf ihrer Homepage. Versteh ich nicht: Wenn ich Medien brauche, muß ich doch nicht zusätzlich noch eine Firma beauftragen, die sie mir besorgt … aber irgendwie muß es ja funktionieren, sonst könnten sie sich kaum halten. Wie auch immer: Was wird jetzt aus dem Laden? Bitte bitte keine weitere Bäckereikettenfiliale! Dann schon lieber ein Friseur. Oder noch besser: Ein Café.
