In einer Straße, die so heißt, möchte man natürlich erst recht nicht, daß da Tiere und Kinder überfahren werden. Und Vatis natürlich auch nicht.
Ganz anders verhält es sich im „Fegefeuer“ in Lübeck, vermutlich ist der Straßenname der Grund dafür, daß hier einige Ärzte ansässig sind, die versprechen sich ein gutes Geschäft. Wenn man in die Einbahnstraße (ganz klar, da muß man durch, ein Zurück gibt es nicht) einbiegt, passiert man erst eine Kosmetikschule (sagen ja schon die Pfaffen, daß das des Teufels ist), die nächste Straße rechts heißt „Hölle“ (kein Scherz) und ist – na? – richtig, eine Sackgasse. Wahrscheinlich enden die roten Buslinien direkt hier. Kurz bevor man das Ende des Fegefeuers erreicht hat, liegt links das Gebäude der katholischen Caritas – eine vielsagende Adresse, ich habe es immer schon geahnt. Wenn man dann am Ende angekommen ist, sieht man schräg gegenüber den „Lichtladen“ – ist das dann der Himmel, oder was? Ich weiß nur eins: So schnell sieht man mich nicht in Lübeck. Lieber laß ich mich im Sonnenweg nicht überfahren.



