Eine Flasche Wein oder Früh-Sport alkoholfrei mit Poldi? Hm – ich glaube, ich hätte auch den Wein genommen.
Im Zollhafen
Neulich an einem späten Sonntagnachmittag, stolperten wir beim ziellosen Spazierengehen über einen Markt vorm Schokoladenmuseum. Alles war einheitlich weiß, selbst die Stehtische hatten Kleidung, es sah edler aus, als sonst auf solchen Märkten. Es stellte sich heraus, daß hier ein „Festival der Genüsse“ stattfand.
Unter „Genuß“ verstehen die Veranstalter und Standbetreiber offenbar den Verzehr von etwas, was hauptsächlich teuer ist, Austern zum Beispiel. An einem Stand soll auch ein Sternekoch stehen (ich wette, er hat was mit Trüffel gekocht), dessen Antlitz zu erspähen schon allein natürlich jeden Preis rechtfertigt.
Am Käsestand gibt es Käse für 2,90 bis 3,50 Euro pro 100 Gramm. Ich habe mich dazu hinreißen lassen, eine Halbliterflasche Crafts-Bier aus Irland für 3,50 Euro zu kaufen – war okay, aber braucht man nicht.
Wo Austern geschlürft werden, ist Champagner nicht weit: Ein Gläschen ‚Veuve Clicquot‘ gefällig? Bitte sehr, 12,50 Euro für ein halbes Glas (0,1 l), oder 75 Euro für die ganze Flasche. Meine Begleiterin mußte unbedingt eine Waldmeisterbowle probieren (sie war gar kein Genuß) an einem Stand, dessen Betreiber erkennbar ein langes Gesicht machte. Mitfühlend fragte sie, was denn los sei, worauf er antwortete: Nichts, und genau das sei das Problem, seit drei Tagen seien sie nun schon da, extra aus Düsseldorf angereist, und würden kaum Umsatz machen. Ich dagegen fand, das war der größte Luxus auf diesem Festival der Genüsse: Daß so wenig Leute da waren. Und der Genuß war sogar völlig umsonst.
Subbelrather Str.
Da, wo die Autobahn 57 endet, an der Subbelrather Str., haben die Autofahrer eine relativ lange Rotphase, die der Jongleur nutzt, um die Wartenden mit seiner Kunst zu unterhalten. Sein Zeitmanagement ist sehr genau, denn am Ende seiner Darbietung hat er gerade noch Zeit, um zwischen den ca. ersten fünf Autopaaren entlangzulaufen und um eine kleine Spende zu bitten. Das Geschäft muß sich lohnen, ich habe hier schon öfter Jongleure gesehen.
Bahnhofsvorplatz
Im Jahr 2014 haben 3.330.546 Gäste in einem der vielen Kölner Hotels eingecheckt. Von denen sind wahrscheinlich sehr viele mit der Bahn gekommen, mit schwerem Gepäck und erstmal keiner Ahnung, wo es lang geht. Was liegt da näher, als in ein Taxi zu steigen und sich schnell bringen zu lassen? Glücklicherweise gibt es am Hauptbahnhof und drei weiteren kleineren Bahnhöfen insgesamt 50 Taxistellplätze, die die Bahn für bislang 6.000 Euro pro Jahr an die Taxifirmen verpachtet hat. 50 Plätze, das hört sich nicht viel an für über 1.200 Taxis, aber das geht recht schnell, ich habe das neulich mal zufällig beobachtet, wie in einem Karussell kommen die Wagen nach und werden recht schnell geordert. Zum Februar nun ist die Pacht abgelaufen, und die Bahn macht den Taxiunternehmen ein neues Angebot – man ahnt schon: Das wird eine Erhöhung der Pacht mit sich bringen.
Und so ist es auch: Die Bahn verlangt nun 160.000 Euro pro Jahr. Nein, ich habe mich nicht verschrieben: Von 6.000 Euro erhöht die Bahn die Pacht auf 160.000 Euro. Zum Vergleich: Eine Flasche Bier kostet 89 Cent; nach einer Erhöhung, wie sie der Bahn vorschwebt, müßte man dann 23,73 Euro dafür bezahlen. Weil das keiner begreift, macht die Bahn ein zweites Angebot: 100.000 Euro plus einer jährlichen Steigerung um 2 Prozent. Sollte die Bahn dabei bleiben, überlegen die Taxiunternehmen nun, wo sie in Zukunft parken können – auf jeden Fall weiter weg, zu Lasten der Gäste, die erstmal eine Strecke mit Sack und Pack zu Fuß zurücklegen müssen, bevor sie ein Taxi finden. Und wenn man mit dem Taxi zum Bahnhof fährt, weil man den Zug erreichen muß, sollte man auch genug Zeit für den zusätzlichen Fußweg einplanen.
Im Moment benutzen die Taxis den Platz ungeregelt und nur geduldet. Bei der Bahn sitzen die Strategen hinter verschlossenen Türen und beraten weitere Einnahmefelder, während die Eurozeichen in den Augen rotieren. Kann man z.B. nicht die Bahnsteiggebühr wieder einführen für Leute, die Zugreisende abholen wollen? 20 Euro ist da doch nicht zu viel verlangt!
Es waren zwei Königskinder …
Diese beiden Personen wollen uns etwas verkaufen. Was meint ihr, worum handelt es sich? Jacobs beste Krönung? Versicherungen? Zahnpasta? Vielleicht eine Anti-Aging-Creme namens Photoshop? Alles falsch. Böse Stimmen behaupten, die beiden würden uns verkaufen, und zwar für dumm – tatsächlich preisen sie sich selbst an, wir bekommen eine von ihnen zum Preis unserer Stimme:
Die beiden sind Kandidat und Kandidatin für das Amt der Kölner Oberbürgermeisterin, bzw. des Oberbürgermeisters. Die parteilose Frau Reker wurde ursprünglich von den Grünen nominiert, und in Ermangelung eines eigenen Kandidaten haben sich CDU, FDP und frei Wählergruppen einfach drangehängt. Bei dem Herren auf der rechten Seite wissen wir strenggenommen gar nicht, wofür er sich bewirbt, auch nicht, in welcher Partei er ist – von einer Partei namens OTT habe ich noch nichts gehört, weshalb wir mal davon ausgehen, daß das sein Nachname ist. Natürlich weiß ich inzwischen, daß er zur SPD gehört.
Interessant ist, daß beide Bewerber auf diesen Plakaten mehr oder weniger unterschwellig mit religiöser Symbolik dargestellt werden (keine Ahnung, ob ihnen das selbst klar ist): Frau Reker verteilt Brot, eine Handlung, die an Jesus Speisung der Fünftausend erinnert (durch ein Wunder wurden aus zwei Brotlaiben so viele, daß alle satt wurden), und bei Herrn Ott, der lächelnd in den Himmel schaut und uns an einer Prophezeiung teilhaben läßt, ist es sicherlich kein Zufall, daß sein Vorname nicht angeführt ist: Ott ist schon sehr nah am Allermächtigsten, wenn man die Buchstaben zählt, könnte man sagen: Ein Dreiviertel-Gott. Der profane „Jochen“ würde da nur stören.
Wenn man sich anhört oder durchliest, was beide ankündigen, wie sie ihren Job machen wollen, gibt es kleine Unterschiede, aber in beiden Fällen dürfte Köln nach kurzer Zeit keinerlei Schwierigkeiten mehr haben, weder im Verkehr, noch in der Wirtschaft, in der Kultur oder irgendeinem anderen Bereich. Prima! Da ist es ja fast egal, wen von beiden ich wähle. Frau Reker geriet in die Schlagzeilen, weil ihre von Gesichtsfalten weitgehend befreiten Portraits so gar nicht der Wirklichkeit entsprechen. Also ließ sie verkünden, das sei nicht auf ihrem Mist gewachsen, und veranlaßte, daß ein paar (hundert?) neue Plakate aufgehängt wurden, auf denen man nun ihr nicht durch Photoshop geschöntes Gesicht sehen kann.
Ein ähnlich unglückliches Händchen bei der Auswahl der Wahlmarketingfirma bewies auch Herr Ott: Die Kölner – ein Volk ohne Raum? Sollten die Nachbargemeinden schon mal ihre Waffen putzen, um sich vor Eingemeindungen zu schützen? Wird Düsseldorf gar zu einem Stadtteil Kölns? Ernsthaft: Herr Ott steht nicht im Geringsten unter Verdacht, sich bewußt Parolen aus der Nazizeit zu bedienen, aber dämlich ist das schon, oder?

Quelle: Kölner Stadtanzeiger, 15.09.15
Weil es so schwer ist zu entscheiden, wen man nun nehmen soll, erscheinen regelmäßig solche Artikel in der Tageszeitung, wo beide ausführlich ihre (wie gesagt: sehr ähnlichen) Positionen darlegen können. Daß es auch noch fünf andere BewerberInnen gibt, wird immer mal so eben nebenbei erwähnt, neulich wurde sogar mal eine ganze Zeitungsseite für sie geopfert: Der bekannteste Mitbewerber ist der Kandidat der Satirepartei „Die Partei“, der durch Fensehen bekannte Kriminalbiologe und Forensiker Mark Benecke, der z.B. fordert, man solle alle Straßen Köln mit 4711 säubern. Auch keine Chancen – laut veröffentlichter Ansicht – haben eine weitere parteilose Kandidatin, die für Party und Spaß kämpft, je ein Kandidat der AfD und der rechten Republikaner und ein parteiloser Kandidat mit den vernünftigsten Ansichten: Marcel Hövelmann.
Eigentlich hätte die Wahl am letzten Sonntag, 13.09., stattfinden sollen, allerdings ist im Vorfeld einem CDU-Politiker aufgefallen, daß auf den Stimmzetteln die Parteikürzel viel größ gedruckt sind als die Namen der Kandidaten. Da die Kandidatin der CDU, Frau Reker, keiner Partei angehört, befürchtete er eine Verfälschung der Ergebnisse: Der Wähler in der Wahlkabine entfaltet den Wahlschein und ist so geblendet von den überdimensionierten Bezeichnungen der Parteien, daß er völlig verwirrt ist und sein Kreuz z.B. hinter SPD macht, obwohl er eigentlich Frau Reker oder Herrn Hövelmann wählen wollte – so wahrscheinlich sein Verdacht.
Bei einer Überprüfung stellte sich heraus, daß die Wahlzettel tatsächlich nicht dem amtlichen Muster entsprachen, die Verwaltung hat Mist gebaut. Resultat: Alle Wahlzettel werden eingestampft, neue Zettel müssen gedruckt werden, alle schon abgegebenen 55.000 Briefwahlstimmen sind ungültig, der Wahltermin wird auf den 18. Oktober verschoben, alle Bürger müssen erneut benachrichtigt werden. Es entstehen so zusätzliche Kosten von ca. 1 Million Euro, die von der städtischen Wahlleiterin aus eigener Tasche bezahlt wird … quatsch, natürlich nicht. Die Wahlleiterin Frau Klein ist zurückgetreten, sie trage die Verantwortung, sei aber nicht Schuld an dem Debakel, sagt sie. Nun kann sich sich wieder ihrer eigentlichen Aufgabe als Dezernentin für Bildung, Jugend und Sport in der Stadtverwaltung widmen. Die zusätzlichen Kosten werden aus Steuermitteln bezahlt und fehlen dann irgendwo, an einer anderen Stelle.
CityLeaks
Wie wahrscheinlich viele von euch wissen, bin ich ein Freund der Graffiti-Kunst, schon seit Anfang der 90er Jahre fotografiere ich sie, wenn ich sie sehe, und manchmal mache ich mich sogar auf die Pirsch, durchstreife Straßen und Viertel und schaue in jeden Winkel, um neue „Beute“ zu machen.
Immer öfter darf man den Blick aber nicht zu sehr in die Winkel fallen lassen, sondern sollte den Kopf heben, damit einem solche Meisterwerke nicht entgehen. „Murals“ nennt der Fachmann solche großen, wandüberspannenden Bilder. Alle zwei Jahre findet in Köln das sogenannte CityLeaks-Festival statt, nun schon zum dritten Mal, zu dem weltweit Streetart-Künstler eingeladen werden. Es wird ein Kongreß abgehalten, es werden Aktionen durchgeführt, und vor allem: Es entstehen viele neue Murals. Das Bild oben ist von 2013, wenn man heute zu der Stelle geht, offenbart sich leider eine Eigenheit vieler Graffiti-Kunstwerke …
… sie sind vergänglich. Manchmal sorgen die Künstler allerdings auch selbst dafür, daß ihr Werk verschwindet:
Wahrscheinlich wollte der Künstler genau diese Vergänglichkeit thematisieren, als er erst dieses Bild sprayte …
… und es kurz darauf von einem anderen Künstler mit diesem QR-Code übermalen ließ. Wenn man den Code nun mit seinem Smartphone und einer entsprechenden App einscannt, erscheint auf dem Bildschirm wieder das Originalbild. Letzteres wußte ich gar nicht, ich habe ja kein Smartphone, aber neulich erzählte eine begeisterte Moderatorin im Fernsehen so aufgeregt davon, daß ich schon dachte, sie näßt sich gleich ein. Ich hoffe nur, das macht keine Schule (also jetzt nicht das Einnässen), denkbar ist ja, daß in den Museen demnächst nur noch QR-Codes hängen, die man dann einscannen muß, um sich die Originale auf dem Handy ansehen zu können.
Ich werde also in der nächsten Zeit zeigen, was es für neue Kunstwerke gibt in der Stadt, und zwar auf meinem Streetart-Blog, der nun ebenfalls bei WordPress zu finden ist:
https://koelnstreetart.wordpress.com/
Wer sich das nicht merken will: Oben in der rechten Spalte unter „Neuste Einträge im Blog: Streetart“ werden automatisch immer die letzten fünf Einträge verlinkt, ein Klick genügt.
Rheinboulevard
So, nun war ich endlich auch da, auf der neuen Freitreppe gegenüber der Altstadt, über die ich neulich hier berichtete. Die Treppe ist ja eigentlich keine Treppe, da müßte man sehr lange Beine und große Füße haben, um sie herabzusteigen wie andere Treppen. Schön sitzt man hier, wenn es nicht gerade 34° warm ist, oder regnet.
Der helle Beton ist leider nicht versiegelt (fragt mich nicht, warum), ein umgefallenes Glas Rotwein hinterläßt einen bleibenden Eindruck, ebenso, wenn ein Hund hier seine Notdurft verrichtet (wenn der Hund vorher auch noch eine Flasche Rotwein getrunken hat … nicht auszudenken!). Wenn wir davon ausgehen, daß eine Stadt ihren Bürgern gehört, verbunden mit der Tatsache, daß diese Treppe 25 Mio. Euro gekostet hat, dann gehört ein Stück für 25 Euro mir – wahrscheinlich nicht breit genug, damit mein schmaler Hintern darauf Platz hat, aber ich leihe mir ein paar Stücke von sauberen Leuten, von denen ich weiß, daß sie gerade keine Zeit haben, und bestehe darauf, daß dieser Platz sauber bleibt! Vielleicht sollte ich ein kleines Zäunchen aufstellen?
Materialprüfung an der neuen abschüssigen Kaimauer: Rollt das Skateboard auch schön gerade? Ich prophezeie Knochenbrüche oder Schlimmeres – links geht es ein paar Meter weit runter, und am Ende fängt einen auch keiner auf.
Homer ‚S‘ 2015
Was aussieht wie ein Gag einer Campingfirma, ist tatsächlich aus der Not geboren: Hier wohnt ein offensichtlich handwerklich versierter Obdachloser, der auch schon als Monteur bei einem Wohnmobilhersteller gearbeitet hat, daher vermutlich die Idee. Die Herstellungskosten in Höhe von 600 Euro hat er sich durch Flaschensammeln angespart. Die Liegefläche beträgt 190 x 65 cm, die Gesamthöhe 122 cm. Es gibt eine Solaranlage, LED-Beleuchtung, Gasheizung und -kocher, DVB-T-Fernsehempfang, eine Alarmanlage und 110 Liter Stauraum. Der 35,5 kg schwere Wohnwagen kann an ein Fahrrad gehängt werden.
Ist das das Wohnen der Zukunft? Wenn das so weiter geht mit dem nicht vorhandenen sozialen Wohnungsbau, müssen sich vielleicht bald viele Menschen mit einem Wohnraum zufrieden geben, der etwas größer ist als ein Sarg. Wenigstens wird man nicht naß, wenn es regnet.
Junkersdorfer Str.
Neulich, während eines Spaziergangs im Grünen, landeten wir beim Müngersdorfer Stadion (das jetzt gar nicht mehr so heißt, sondern den Namen irgendeiner Firma trägt), wo gerade ein riesiger Flohmarkt stattfand. Sagt man noch Flohmarkt? Trödelmarkt? „Lifestyle-Markt“, die Bezeichnung habe ich auch schon gesehen.
Ich gehe nicht mehr extra zu solchen Märkten, schlendere aber gern darüber, wenn einer zufällig auf dem Weg liegt, allein um zu fotografieren. Mit den Flohmärkten früher Zeiten (oder auch anderer Orte) hat das hier nichts mehr zu tun, halbprofessionelle Händler bieten Waren feil, die sie garantiert nicht auf einem Dachboden bei sich zu Hause gefunden haben. Sind das da rechts Buddha-Figuren? Müßten die dann nicht viel fettere Bäuche haben?
Der erster Flohmarkt, an den ich mich erinnere, war Ende der 60er Jahre auf dem Marktplatz in unserem kleinen Kaff, ich war ungefähr 10 Jahre alt. Ich fragte meinen großen Bruder danach, und der erzählte mir begeistert, jeder könne da alles verkaufen, und um seiner Begeisterung Nachdruck zu verleihen, zählte er die erstbesten absurden Dinge auf, die ihm einfielen: Angemalte Schuhe, z.B., oder alte Aktenordner. Das gärte ein Weile in mir, dann machte ich mich auf die Suche: Ein altes Paar Lederschuhe war in einem Schuppen schnell gefunden, ebenso wie eine Dose mit einem Rest himmelblauer Lackfarbe, und auf dem Dachboden stapelten sich alte Leitzordner. Und enttäuscht warf ich alles in den Müll, nachdem ich vier Stunden mit meiner Ware vergeblich auf dem Flohmarkt gestanden und nichts anderes als amüsierte Blicke geerntet hatte. Wozu jemand alte, abgelatschte himmelblaue Schuhe kaufen sollte, war mir allerdings auch schon damals nicht klar.
Auch von dem blauen Hut würde ich abraten – probieren Sie doch mal den braunen, aus der oberen Reihe …
Ich hörte, wie ein Händler zum einem anderen sagte: „Total mieses Geschäft heute.“ Merkwürdig, der Markt ist sehr gut besucht. Aber vielleicht nur von Flanierern wie uns und Geizkragen: An einem anderen Stand wurden neuwertige DVD- und BluRay-Videos verkauft, Stück 3 Euro. Ein älterer Kunde hielt nach langem Suchen vier Stück aufgefächert in der Hand und sagte mit Bestimmtheit: „10 Euro!“ Der Händler schüttelte den Kopf und sagte, das könne er nicht machen, die Videos seien mit 3 Euro doch schon sehr billig – womit er zweifellos recht hatte. Der Kunde zuckte die Achseln, legte die Videos hin und ging.
Auch, wenn es etwas dunkel ist, ich finde, das ist ein schönes Foto, ich bin froh, daß ich das gemacht habe. Wer was lernen will: Der Engel ist aus einem Altarbild des Renaissancemalers Raffael, der sogenannten „Sixtinischen Madonna“, das in Dresden hängt und über das man sich hier informieren kann.
Noch eine „Madonna“, allerdings wesentlich jünger – 20er Jahre vielleicht? „Die Darstellung von Frauen in der bildenden Kunst während der Renaissance und Anfang des 20. Jahrhunderts: Ein Vergleich“ wäre sicher eine interessante Abschlußarbeit, würde ich gern mal lesen.


