Rheinboulevard

So, nun war ich endlich auch da, auf der neuen Freitreppe gegenüber der Altstadt, über die ich neulich hier berichtete. Die Treppe ist ja eigentlich keine Treppe, da müßte man sehr lange Beine und große Füße haben, um sie herabzusteigen wie andere Treppen. Schön sitzt man hier, wenn es nicht gerade 34° warm ist, oder regnet.

Der helle Beton ist leider nicht versiegelt (fragt mich nicht, warum), ein umgefallenes Glas Rotwein hinterläßt einen bleibenden Eindruck, ebenso, wenn ein Hund hier seine Notdurft verrichtet (wenn der Hund vorher auch noch eine Flasche Rotwein getrunken hat … nicht auszudenken!). Wenn wir davon ausgehen, daß eine Stadt ihren Bürgern gehört, verbunden mit der Tatsache, daß diese Treppe 25 Mio. Euro gekostet hat, dann gehört ein Stück für 25 Euro mir – wahrscheinlich nicht breit genug, damit mein schmaler Hintern darauf Platz hat, aber ich leihe mir ein paar Stücke von sauberen Leuten, von denen ich weiß, daß sie gerade keine Zeit haben, und bestehe darauf, daß dieser Platz sauber bleibt! Vielleicht sollte ich ein kleines Zäunchen aufstellen?

Materialprüfung an der neuen abschüssigen Kaimauer: Rollt das Skateboard auch schön gerade? Ich prophezeie Knochenbrüche oder Schlimmeres – links geht es ein paar Meter weit runter, und am Ende fängt einen auch keiner auf.

19 Antworten zu “Rheinboulevard

    • Oben auf der Promenade sollen noch Bäume gepflanzt werden, immerhin.
      Das ist eine gute Frage, wer am meisten an dem Bauwerk verdient hat, zu dem es eigentlich keine Notwendigkeit gegeben hat – die Betonmafia steht ganz oben auf der Verdachtsliste, vor allem, weil durch die fehlende Versiegelung schon jetzt klar ist, daß die Treppen bald Mängel ausweisen werden, die dann teuer repariert werden müssen.

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    • Ich habe da früher schon oft gesessen, allerdings mit einer Flasche Bier in der Hand.
      Sehr schön: Reinste entspannende „laid back“-Musik. Erinnert ein bißchen am J.J. Cale.

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      • Peter Green ist ein begnadeter Musiker.
        http://tinyurl.com/pjjvj3t
        Dieses Album wurde (noch) in einem Analog-Studio aufgenommen.
        (Live eingespielte Instrumente auf Analogband.) Daher kein gesampelter
        „Tausendspurenmatsch“. Im Grunde ist es Frevel, dieses Musikstück
        ins Mp3-Format einzudampfen. Ideal ist ein Plattenspieler und das
        Vinyl-Album. Dann kommt man nahe an den Sound, so wie er
        ursprünglich gedacht war. (Natürlich einen ordentlichen Tonabnehmer,
        einen guten Verstärker und adäquate Schallwandler vorausgesetzt..;-)
        Ich nutze beides. (Mp3 und Vinyl) Wenn du genau hinhörst, dann
        wirst du hin und wieder bemerken, dass die Bongos im Hintergund
        „versumpfen“. (Teils nicht mehr zu hören sind.) Das ist mit ein Nachteil
        der Mp3-Datenreduktion. Ob CD, Mp3 oder andere Codierungsformate,
        die Obertöne werden generell gekappt. (Unterschwellige Wahrnehmung)
        Per Vinyl (Analog) jedoch reproduzierbar. In den 90ern gab es ein paar
        hochpreisige CD-Spieler, die mit speziellen Schaltungen ausgestattet
        waren, um die fehlenden Obertöne zu reproduzieren. (Signalwandler)
        Tja. Im Grunde ist es heute nicht mehr von Belang. Smartphones, In-Ears,
        Mp3, Musikmatsch aus der Retorte. (Populärmusik)

        Kurz noch zu deiner Feststellung, dass der Beton nicht versiegelt ist:
        Man kann es auch positiv betrachten. So wird er „lebendig“, bekommt
        Farbe. (Aufruf auch an gute Graffiti-Künstler..;-)

        Gruß aus der guten Stube!

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        • Ich habe noch einen Braun-Plattenspieler angeschlossen, aber ewig nicht mehr benutzt, bin immer zu faul, nach 20 Minuten die Platte umzudrehen.;-)

          Ja, ich bin gespannt, was sich da für „Lebewesen“ entwickeln, ein bißchen Farbe würde dem Beton sicher ganz gut tun, jedenfalls besser, als der Dreck, der zwangsweise zu einer fleckigen Verdunkelung der Flächen führen wird.

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          • Bonjour!

            Du kannst ja mal bei der Stadtverwaltung nachfragen, warum die denn
            keinen feinsten Carrara-Marmor verlegt haben..;-)

            Ist zufällig dein Plattenspieler hier mit abgebildet?:
            http://tinyurl.com/nnwlxrj
            Für einen guten Tonabnehmer muss man mittlerweile etwa 150 Euro
            hinlegen. (Wucher) Interessant ist, dass seit mehreren Jahren die
            Vinyl wieder aufblüht. (Neuproduktionen und Neupressungen.)
            Um ehrlich zu sein, nutze ich den Plattenspieler auch eher selten.
            Das liegt zudem daran, dass mir meistens nicht jeder Titel eines Albums
            gefällt. (Ausser z.B.Pink Floyd. Da sorgt Sound / Konzeptcharakter dafür.)
            „The Dark Side Of The Moon“ kann man durchlaufen lassen. Dieses
            Album habe ich als Vinyl-LP, als CD als SA-CD und im Flac-Format
            auf Festplatte. Die Qual der Wahl..;-)

            Feiner Feierabendblues:
            ….. 🎶 http://tinyurl.com/pmurlxk 🎶 …..
            (Vinyl-Rip)

            Gruß aus der Musikalienstube!

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            • Stimmt gar nicht, er ist gar nicht von Braun, sonders das ist seine Farbe, da hab ich mich versehen. Es ist ein Dual-Plattenspieler, Ende der 70er für über 200 Mark gekauft, das war ziemlich teuer damals: http://tinyurl.com/ph3tlxz
              Manchmal kann man im TV sehen, wie DJs mit Platten umgehen – Himmel! NICHT MIT DEN SCHWEISSPFOTEN ANPACKEN! möchte ich jedesmal in den Apparat hineinschreien.;-)
              „Whish you were here“ auch, kann man ganz durchhören. Stimmt, das ist echt selten.

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  1. Ich breche den Kommentarkomplex, weil mir das zu schmal wird..;-)
    Hab so ziemlich alle Alben von J.Mayall. Das verlinkte natürlich auch.
    Gehört quasi zum guten Ton..;-) Der Song ist klasse!
    (Falls du Alben-Bedarf hast, dann gib Bescheid.)

    Dein Dual CS 606 ist ein feines Schätzchen. (Wer um Gottes Willen hat
    denn da daneben das Zierblümchen platziert?? Allerhand!..;-D
    Das erinnert mich an manche „Hausbesuche“, um TV-Geräte zur Reparatur
    abzuholen. (Seinerzeit) Da gab es nur Röhrenfernseher, und die musste man
    zuerst mal abräumen. Stickdeckchen, Kerzenständer, Zierblümchen,
    Porzellankätzchen etc. (Deko-Tand, verursacht von Frauenhand..;-)
    (Das hat sich jetzt dank Flachbildschirmen erledigt.)
    Mit Schallplatten bin ich ebenso immer behutsam umgegangen. (Und tue
    es immer noch.) Was habe ich mich immer geärgert, wenn ich ausnahmsweise
    Platten verliehen hatte (kratzerfrei) und mit Kratzer bzw. Fingerfettflecken
    zurückbekam. („Ich pass gut auf“. Es blieb meist leider beim Blaba.)
    Ich hätte schon früher zu dieser Erkenntnis kommen sollen:
    „Verleihe keine Platten! Konsequent. Auch nicht an den besten Freund.“
    Ein schönes Plattencover lässt sich Rahmen und an die Wand hängen.
    Wer würde das mit einem CD-Cover tun?… Innerhalb der nächsten 10 Jahren
    wird die CD zum Nischenmedium (Online-Streaming wird sie ablösen) und
    wie die Compact-Cassette vom Markt verschwinden. UV-Strahlung sorgt
    dafür, dass nach und nach CDs nicht mehr lesbar werden. Was bleibt, sind
    Vinyl-Platten und Plattenspieler. Wir sind klar im Vorteil..;-)

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    • Dual 604.
      Hey,super, auf das Angebot komme ich bestimmt zurück, ich habe nämlich bloß zwei Platten von ihm.

      Unser erster Fernseher Ende der 60er hatte zei Lamellentüren, die man dezent vor den Bildschirm ziehen konnte. Deckchen drauf, eine kleine Vase, fertig war der Kommodenlook. Zu der Zeit galt es noch ein wenig unschicklich, daß die Glotze das zentrale Stück im Wohnzimmer ist, das gebildete Bürgertum las und hörte allenfalls Radio.

      Ja, glaube ich auch, die CDs werden verschwinden. Zur Zeit werden CD-Boxen mit 8 oder 10 LPs namhafter Jazzgrößen auf 4 CDs für 15 Euro verhökert, mit anderen Worten: Der Ausverkauf hat bereits begonnen. Ich bin gespannt, wie lange das noch dauert.

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  2. Diese „Treppe“ auf der rechtsrheinischen Seite ist an sich eine schöne Idee, aber ich prophezeihe wie Du eine schnelle Verschmutzung – im Winter bei eventueller Vereisung ist es sicher auch lustig dort. Aber wir haben ja kaum noch Frost in Deutschland… 😉

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