Man fährt mit der Linie 1 gen Westen bis zur Endhaltestelle Weiden, steigt aus und geht durch Rapsfelder …
… und an Ackern entlang ca. anderthalb Stunden zum Städtchen Brauweiler, das schon nicht mehr zu Köln gehört, sondern zu Pulheim.
Ländlich hier, ganz schön mal.
Brauweiler, ein Städtchen mit ca. 8.000 Einwohnern, hat den zeitlos anmutenden Charme vieler Kleinstädte: Durchs Zentrum (sofern man davon sprechen kann) schlängelt sich eine dicke Straße für den Durchgangsverkehr, ansonsten ist es relativ ruhig, irgendwo zwischen Verfall und Moderne steckengeblieben – wahrscheinlich gar nicht schlecht zum Wohnen für kleine Familien und Leute, denen es in der Stadt zu wuselig ist.
Hier hat die Polizei nur einen Posten – wahrscheinlich braucht man nicht mehr – und die Post hat noch ein Amt, jedenfalls der Beschriftung nach (tatsächlich gibt es nur noch zwei Postämter in Deutschland, eins im Bundestag in Berlin und eins im Hauptsitz in Bonn, habe ich neulich gelesen).
Ein Blick auf den Wikipedia-Eintrag über Brauweiler verrät, daß es hier viele Vereine gibt. Vereine haben oft die (mich abschreckende) Angewohnheit, immer mal wieder irgendwas zu feiern. Hier wurde vor der Abtei ein Getränkewagen aufgebaut, es gibt Cola, Bier und Würstchen, alles lautstark beschallt mit Musik von Helene Fischer und Andrea Berg. Rechts im Hintergrund sieht man eine turmhohe Plane aufgespannt, mit mehreren Löchern …
… durch die erwachsene Menschen unter dem Gejohle der anderen Schokoladentafeln werfen sollen. Ein Ansager am Mikro verkündet dann das Ergebnis. Es scheint, als könne man sogar einen Pokal gewinnen. Nee, was’n Spaß …
Fortsetzung folgt.