Schloßstr.

Was macht man in einer Stadt voller Sport Utility Vehicles (SUV, auf deutsch: Geländewagen) mit Vierradantrieb und großem Kuhfänger an der Front, mit denen man eine Bisonherde zusammentreiben oder eine Safari durch die Tropen machen könnte, wenn man selbst nur ein Gefährt aus dünnem Blech, ein bißchen Gummi und Gestänge und einem Stoffdach zum Aufrollen ist? Man tarnt sich, Mimikry heißt das im Tierreich: Jeder, der diese Ente sieht, nimmt unwillkürlich erstmal den Fuß vom Gas.

0 Antworten zu “Schloßstr.

  1. Vive le 2CV!

    Ich wollte damals immer die gitanes-blaue Ente haben – mit dem witzigen Zubehör. Aber die wäre heute auch nur noch Schrott, wie man bei einem Click sieht.

    Auf die Polizeifarben reagiere ich auch als Fußgänger prompt, das habe ich gestern wieder einmal gemerkt, als ich in Neukölln einem Abbieger den „Vortritt“ ließ: es war eine Rostlaube von ehem. Polizei-VW-Bus, gefahren von einem Türken, der das Vehikel offenbar als Transporter benutzt.

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  2. Ich vermisse unsere beiden 2CVs heute noch! Schnief, schnief.
    Nix geht doch über Klappfenster, die einem den Ellbogen zertrümmern, wenn man den Arm aus dem Fenster lehnt und über Holperstrecken fährt und Regengüsse, bei denen man danach das Auto ausschöpfen muß.
    Und natürlich mit Regalbrettern vom Baumarkt kommen und das Dach öffnen und alles transportiert kriegen- haha.

    Diese Polente-Ente kenne ich übrigens. Jedenfalls hab ich genau so eine schon mal gesehen.

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  3. Ja, selten. Eine frühere Freundin hatte eine Ente, das Fahren hat Spaß gemacht, allerdings waren längere Strecken etwas strapaziös: Die Sitze waren nicht besonders bequem, und der Motor röhrte ziemlich laut.

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  4. Im Sommer mit offenem Verdeck an den (holländischen) Strand fahren, im Kassettenrekorder singen Simon & Garfunkel – eine sehr schöne Jugenderinnerung.

    Das Klappfenster fand ich genial, aber stimmt, wehe, es hat nicht (mehr) richtig gehalten, und die Revolverschaltung hat auch Spaß gemacht. Du hast recht, bei Regen und Kälte ist das kein Wohlfühlauto, hat allerdings auch dann eine – wie soll ich sagen – hohe Erlebnisintensität. 😉

    Vielleicht ist das Motiv beliebt, oder die Besitzer kommen weit herum.

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  5. Von wegen weit rum, du vergißt, wie nah an Köln ich 30 Jahre (!) lang gewohnt habe.

    Aber mit der Erlebnisintensität hast du recht. Wir haben einige gute Autos gehabt, aber unsere Enten waren kult. Eine war mintgrün mit rosa Sternchen, die andere eine Charleston. Beide bei Auffahrunfällen (an denen wir nicht schuld waren) vollkommen zerstört. Da ich bei dem einen ein fieses Schleudertrauma und endlos viele Hämatome davon trug, war ich dann aber doch für ein wenig festere Autos.

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  6. Allerdings, dazu noch ein schrottiges Radio und man ließ es besser gleich ganz aus.
    Und wenn man im Winter dicke Jacken oder Mäntel trug, war es arg eng…

    Dennoch finde ich, sie könnten wieder gebaut werden. Ich bin sicher, das wäre das Ding! 2 CV reloaded!

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  7. Stimmt, ich meinte wohl die Gauloise-Ente. Am liebsten hätte ich damals auch diese Zigaretten geraucht. Das Blau ist toll, und ich mochte diese weichen Papierverpackungen viel lieber als die harten Schachteln. Die konnte man sich so cool in die Tasche der Hemdbluse oder Weste stecken. Nur bin ich an Gauloise und Gitanes immer halb erstickt. *lacht* – Prima, der Link, den Du gefunden hast. Danke dafür. 🙂

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