„An der Nordseeküste, am plattdeutschen Strand …“ sitzen die Möwen in den Laternen und warten auf Fisch, …
… der abends von den Fischerbooten gebracht wird. Tatsächlich aber …
… beherbergt der Rumpf eine Glühweinbude auf dem Weihnachtsmarkt am Schokoladenmuseum.
Eigentlich war ich am Rhein, um für euch den Tiefstand des Wassers zu dokumentieren, als mir der maritime Weihnachtsmarkt über den Weg lief, oder ich ihm, besser gesagt. In den letzten Jahren fanden hier immer mittelalterlich gestaltete Weihnachtsmärkte statt, diesmal wollte man wohl etwas anderes machen.
Ganz ehrlich? Es ist absurd: Der Platz wird statt mit Weinachtsliedern mit lahmen Shantychören und Seemannsschlagern beschallt („Junge, komm bald wieder …“). Neben Fischständen …
… gibt es die üblichen Buden, an denen man den üblichen überflüssigen Kram kaufen kann.
Beim Piraten-Grill gibt es auch Champagner – das ist doch nicht das richtige Getränk für einen Freibeuter der Meere. Gibt’s keinen kräftigen Grog? Ich opfere mich für euch und probiere einen Glühwein – vielleicht mit Rum? Besser nicht, sonst bin ich gleich knülle. Mein Urteil: Uah! – laßt die Finger davon, viel zu süß.
Die Jugend wundert sich, weshalb an der Weihnachtsfichte Rettungsringe und Strandstühle statt Schokolade hängen. Ach ja:
Hier kann man sehr schön sehen, wie hoch der Rhein sein sollte.
Aber die Ausflugsschiffe fahren trotzdem noch.
