Riehler Str., Skulpturenpark

Zu seltenen Gelegenheiten wird der Skulpturengarten nachts geöffnet und man kann die Plastiken in farbiger Beleuchtung bestaunen.

„Traut euren Augen, dort kommen sie“, hat der Künstler diese Skulptur genannt, einen großen amorphen Sandstein. Ob er uns meint? Keine Sorge, wir beißen nicht, wir kucken bloß.

Der Baum, der so schön angestrahlt wird, ist tagsüber auch Kunstwerk von Beruf, was sich dadurch zeigt, daß er bedeutungsschwer mitten im Weg steht. Die Künstlerin nennt dieses Kunstwerk „Der Park“ – also, mal sehen, ob ich das verstanden habe: Der „Park“ stellt sich dem Parkbesucher in den Weg und reklamiert den Park für sich. Das erinnert mich an einen größenwahnsinnigen König, der gesagt hat: „L’état, ce moi.“ (Der Staat bin ich.) Vielleicht sollte die Künstlerin nochmal darüber nachdenken, denn wenn der Park nur für den Park da wäre, dann gäbe es ihn gar nicht. Aber egal.

Wir nehmen das heute nicht so genau, sieht doch alles sehr schön aus. In einem kleinen Café stärken wir uns mit einem Kölsch …

… bevor wir uns wieder dem Ausgang nähern: So ein Spaziergang im Dunkeln macht wirklich Spaß, allerdings gehen wir das nächste Mal im Sommer, im November ist es schon empfindlich kalt.

0 Antworten zu “Riehler Str., Skulpturenpark

  1. Ja, hier haben sie auch schon angefangen mit dem Aufbauen, in zwei Wochen ist es ja schon wieder so weit, vier große und ein paar kleinere Weihnachtsmärkte machen sich dann wieder gegenseitig Konkurrenz mit ihrem Billigzeug. Aber ganz ehrlich? Ein bißchen freue ich mich schon darauf, mit netten Leuten an zugigen Buden zu stehen, klebrigen Glühwein zu trinken, völlig überteuerten Flammlachs zu essen und dabei kräftig zu schimpfen – auf diese furchtbaren Weihnachtsmärkte!

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  2. Das klingt in der Tat nach Spaß. Und schliesslich muss man ja wissen, was man verachtet ;). Hier in Wien gibt es auch ein paar sehr nette Weihnachtsmärkte, aber der am Rathausplatz ist nicht nur der bekannteste, sondern auch der furchtbarste. Ich gehe trotzdem jedes Jahr einmal hin, um mir einen kandierten Apfel zu kaufen. Eine kleine Reminiszenz an meine Kindheit, da musste das sein. Und genau wie in meiner Kindheit saue ich mich jedes Jahr aufs Neue total ein mit dem Ding und stelle fest, dass er mir gar nicht wirklich schmeckt. Aber was muss, das muss.

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