
Selbst wäre ich nie darauf gekommen, in diesen Laden zu gehen, aber meine Begleiterin ließ keine Widerrede zu: „Wir probieren das jetzt.“

Was soll ich sagen: Überraschend lecker! Es ist ein Joghurteis, und die Toppings sieht man oben in der Theke. Der kleinste Becher ist völlig ausreichend und kostet mit einem Topping 2,50, jedes weitere 50 Cent zusätzlich. Doch, gar nicht übel.

Stadt der Gegensätze: Dies sind die Prinzessinnengärten am Moritzplatz. Über 60 Jahre war hier Brachland, bis sich im Jahr 2009 ein paar Leute zusammentaten, den Platz entrümpelten und einen mobilen Nutz- und Erholungsgarten einrichteten. Café und Küche sind in Wellblechhütten untergebracht, jeden Tag gibt es einen Mittagstisch mit Gemüse aus eigenem Anbau und eine Abendpizza.

Der Garten ist mobil, d.h., die Beete sind in alten Kisten untergebracht. Der Platz ist nicht illegal besetzt, sondern von der Stadt gemietet, aber man weiß ja nie, wie schnell plötzlich Begehrlichkeiten entstehen. Inzwischen gibt es sogenannte Ablegergärten. In ihrem Blog steht zu lesen: „2011 haben wir damit angefangen, Ablegergärten in Berlin zu initiieren und zu betreuen. In einer Reihe von Kooperationen mit Kitas, Schulen, Jugend- und Kultureinrichtungen sowie Universitäten sind inzwischen 16 solcher Gärten in Berlin entstanden. Hier werden vor Ort von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Gemüse und Kräuter angebaut.“

Ich bin begeistert. Und einen Fußballplatz findet man hier auch. Wen es interessiert, schaue einfach auf ihre Homepage, da gibt es auch einen informativen Film.

Ein lauer Sommerabend, da könnte man doch mal wieder in den „Club der Visionäre“ gehen, eine Kneipe an einem Seitenarm der Spree, die ich in guter Erinnerung habe: Relaxt sitzt man in guter Stimmung am Wasser und trinkt sein Bier aus Flaschen. Vorbei! Die Kneipe ist jetzt ein echter Club, für den man Eintritt zahlen soll, die Flaschen stehen nun am Einlaß und spielen Türsteher, und die Elektropopmusik ist laut und schlägt einen zusätzlich in die Flucht. Da hatte wohl einer die Vision von viel Geld: Ganz in der Nähe sind noch zwei Biergärten mit Türstehern, Eintritt und schlechter Musik. Schön blöd, so macht man das kaputt, weshalb die Leute gerade nach Berlin kommen.

Egal, gehen wir halt noch ein bißchen an der Spree spazieren und kehren dann in Kreuzberg in einer Szenekneipe ein. Das Angebot hier ist ja riesig.
Ende.