Gruppenblog "Das gute Buch"

Oh no! – nicht noch ein Gruppenblog, das ist doch eine Totgeburt, da macht doch keiner mit, das interessiert doch keine Sau … Stopp! MICH interessiert das aber, was ihr lest und für gut und interessant befindet. Und wenn mich das interessiert, dann ja vielleicht auch noch ein paar andere.

„Ich glaube, dass wir – auch und besonders wir, die wir geradezu leidenschaftlich gerne selbst schreiben – eine Mitverantwortung dafür tragen, dass die Fußspuren der großen Dichter sich nicht verwischen.“, habe ich neulich bei Blogfreundin cuentacuentos gelesen. Das leuchtet mir augenblicklich ein: Wenn keiner über die guten Bücher spricht, die ihm oder ihr gefallen haben, erfährt natürlich auch niemand etwas darüber. Und dieses Darüber-Sprechen brauchen wir nicht mehr den Profis in den traditionellen Medien zu überlassen – Literaturkritiker sind oft eine Art von Spezialisten, die dem Publikum zeigen möchten, wie dumm es doch sei, im Gegensatz zu ihnen natürlich.

Wir machen uns unseren eingenen Literaturkanon, in dem neben Faust und Hamlet Asterix und das Nesthäkchen einen Platz finden können. Ich hoffe, ihr macht mit.

„Das gut Buch“ ist der Titel des neuen Gruppenblogs, seine Adresse ist http://klassiker.blog.de/

0 Antworten zu “Gruppenblog "Das gute Buch"

  1. Ich finde die Idee gut. Ich brauche aber Bedenkzeit. Buchbesprechungen sind ja schon lange Bestandteil meines Blogs. Kürzlich allerdings hatte ich überlegt, ob ich die nicht bei Amazon schreibe und im Blog nur verlinke. Und nun kommst Du mit dieser Idee daher. Hm, hm, hm…

    Hättest Du als Fähnleinführer denn Einwäde dagegen, wenn ich meine eigenen Einträge in meiner Bücherliste verlinke?

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  2. Wer weiß, vielleicht packt es Dich ja eines Tages wieder? Dann kannst Du Dich immer noch anmelden. Liest Du gar nicht mehr, oder nur Sachbücher? Auch die sind hochwillkommen, die einzige Voraussetzung ist die, daß sie Dir so gut gefallen, daß Du ihnen noch mehr Leser wünscht.

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  3. Aber nein, gar keine Einwände. Ich bin für größtmögliche Freiheit bei größtem Nutzen. So ist auch eine „Mehrfachverwertung“ denkbar, im eigenen Blog, im Gruppenblog (über den man ja evt. Leser erreicht, die nicht zum eigenen Blog-Freundeskreis gehören) und bei Amazon kann dann der selbe Text stehen, was spricht dagegen? Die einzige Voraussetzung für das Gruppenblog sollte sein, daß man dem Buch mehr Leser wünscht.

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  4. Das gefällt mir ja so, Dein Ansatz, guten Büchern mehr Leser zu wünschen. Ich habe deshalb gar keine Lust mehr, meine Zeit damit zu verplempern, ein Buch zu verreißen. Die schlechten Bücher gingen von selbst unter, würden die Leute mehr Sorgfalt auf die Wahl ihrer Lektüre verwenden. Es ist zwar nicht verboten, nur zum Zeitvertreib zu lesen, aber sich die Zeit zu vertreiben ist dümmer als sein Geld zum Fenster hinauszuwerfen. Geld lässt sich wiederbeschaffen, Zeit nicht.

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  5. …wenn das so ist…ich bekomme immer wieder ein empfehlenswertes Buch in die Hände…aber der Blog heißt „klassiker“…

    Ich werd‘ mich daran erinnern beim nächsten guten Buch und dann vorbeischauen…

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  6. „Klassiker“ in der Literatur ist ja ein unscharfer Begriff. Goethe und Schiller gehören unbedingt dazu, Thomas Mann auch, aber Grass, Borchert, Koeppen? Hornby, Marquez, McEwan? Wann ein Klassiker zum Klassiker wird, bestimmen in der Regel Literaturwissenschaftler und -kritiker. Das sollten wir uns nicht gefallen lassen, wir bestimmen ab sofort mit. Die Bücher, die wir vorstellen, haben alle eine so hohe Qualität, daß man sie sofort zu Klassikern erklären kann. Wer will uns das absprechen?

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