Butzweilerstr.

So devot, wie diese beiden Herren die Kundschaft am Eingang eines Möbelgeschäfts empfangen, möchte ich gar nicht behandelt werden, freundlich und sachkundig reicht mir völlig. Und nach meinen Erfahrungen sind die meisten VerkäuferInnen auch so. Wenn Erscheinungen der sprichwörtlichen Servicewüste auftreten, dann meistens nicht, weil die Mitarbeiter in den Geschäften sich bewußt dazu entschieden haben, sondern weil sie wegen Unterbesetzung überarbeitet oder wegen schlechter Einarbeitung sachunkundig und deshalb vorsorgend defensiv sind. Nervig sind ja eher die superfreundlichen Verkaufskanonen, die auch keine Ahnung haben, aber einem mit Laberei irgendwas andrehen wollen.

0 Antworten zu “Butzweilerstr.

  1. Wenn ich meinen komischen Traum nicht schon davor geträumt hätte, wäre mir die Vermutung gekommen, dass die Ursache für das schockierende Rot hier zu suchen ist. Ich träume normalerweise in sepia, bestenfalls leicht koloriert und dazu noch unterbelichtet.

    Das würde mich ja geradezu Überwindung kosten, zwischen diesen beiden Figuren hindurch den Laden zu betreten. Ich vermute aber, es handelt sich hier gleichzeitig um den „Personaleingang“, also auch um Motivationstrainer. Meine Große arbeitet in einem Möbelhaus, und so weiß ich, wovon ich spreche. Es gibt aber nicht nur unmögliche Möbelverkäufer, sondern auch unmögliche Kunden. Die lassen sich in einem guten Laden mit geschultem Personal ihre Schrankwand individuell und passgenau planen und gehen mit den Planungspapier („Ich messe das zu Hause vorsichtshalber noch mal nach.“) in einen billigeren Laden, der die gleiche Marke führt. Gute Beratung brauchen sie ja jetzt nicht mehr.

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  2. Gleich nebenan ist der größte Ikea-Laden der Republik, vielleicht ist man deswegen hier der Meinung, den Kunden mit asiatisch anmutender Ehrerbietung begrüßen zu müssen, um sich abzuheben.
    Ja, unverschämte Kunden gibt es wahrscheinlich en masse. Ich bin froh, daß ich kein Verkäufer bin.

    Du träumst in Sepia? Hm, da muß ich gleich überlegen, spontan würde ich sagen, meine Träume sind bunt, aber beschwören würde ich es nicht. Muß ich mal drauf achten.

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  3. 🙂 Die Geschäftsleitung wird das gern lesen, eine potentielle Kundin, die von der Marktstrategie positiv angesprochen wird. Aber ich bin auch hineingegangen, trotz der Bücklinge, und ob mich die Farbe irgendwie beeinflußt hat – ich glaube eher nicht. Eher, daß sie das Sofa, das ich suchte, nicht da hatten. 😉

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