Ein Bilderrätsel: Was ist das?
Kleiner Tipp: Über 1 Kilo Blattgold auf 35 Tonnen Bronze.
Viel Himmel zum Abheben, aber natürlich kann sie letztlich nur fallen, und das ist sie ja aus deutscher Sicht glücklicherweise auch: Viktoria, die Siegesgöttin.
Hier nun das ganze Denkmal: Die Siegessäule (oder „Goldelse“, wie der Volksmund sagt), 1873 zur Feier der deutschen Siege unter Bismarck und seiner Generäle Roon und Moltke, die am Rande auch noch als überdimensionierte „Helden“ herumstehen, errichtet, Siege in Kriegen gegen Dänemark, dann Österreich und schließlich Frankreich im Jahr 1871. Aus dieser Perspektive scheint die Siegesgöttin schon den Gruß zu entbieten, den man aus nationalsozialistischer Zeit kennt, tatsächlich hält sie aber einen Lorbeerkranz in der ausgestreckten Hand.
So, da gehen wir jetzt hoch.
Man muß nicht den vielbefahrenen sechsspurigen Ring überqueren, um zum Monument zu kommen, sondern geht durch einen Tunnel. Nachdem man 3 Euro Eintritt bezahlt hat, wird man durch eine Ausstellung mit Darstellungen von Nationaldenkmälern und -gebäuden geführt. Mir ist alles Nationale zuwider, dieses großkotzige Gehabe, deswegen reagiere ich eher mit Mißmut (das Nationalgefühl zeigt sich heutzutage, wenn Lena einen Gesangswettbewerb gewinnt, Joachim Löws Truppe Bälle im gegnerischen Tor versenkt oder „wir“ Papst werden, bzw. abdanken. Damals fand man es ehrenhaft, zu einer Nation zu gehören, die fremde Länder besetzt und ihre Bevölkerung dezimiert und ausrottet – es gibt keinen Grund, besonders stolz darauf zu sein, weder auf das eine, noch auf das andere).
Zu Anfang ist der Aufstieg noch recht gemütlich …
… das ändert sich aber sehr schnell, es ist so eng und steil, daß kaum zwei Leute aneinander vorbei kommen.
Und das ändert sich auch nicht, wenn man oben ankommt: Die umlaufende Aussichtsplattform ist nicht nur sehr schmal, sondern auch noch leicht abschüssig, und der Gedanke, wie es wohl wäre, wenn man da kein Gitter angebracht hätte, verursacht augenblicklich weiche Knie.
Aber man hat einen schön weiten Blick *schluck*. Ich, äh … geh dann mal wieder runter.
Fortsetzung folgt.



