
Ein Schulhof ein Ort unschuldiger Kinderspiele, wo Kinder sich in den Pausen unbeschwert von der Mühsal stundenlangen Lernens in stickigen Klassenzimmern erholen können? Weit gefehlt! Wie Pädagogik-Spezialisten aus der Türkei jüngst herausgefunden haben, sind Schulen alles andere als Orte der Bildung und des Spiels glücklicher Kinder, besonders, wenn Mädchen und Jungen gemeinsam unterrichtet oder untergebracht werden. So hat einer der Spezialisten, der Premierminister Erdogan, zu Bedenken gegeben, in gemischten Studentenheimen könne „alles Mögliche passieren“ er meint damit natürlich nicht, daß die Schüler und Studenten ihre Zeit faul vertrödeln, Mau Mau statt Mathe, pokern statt pauken.
Sein Co-Spezialist, der Innenminister Güler, präzisiert: Gemischte Unterkünfte seien Keimzellen für Terrorismus, Prostitution und Kriminalität. Parlamentsvizepremierminister Yakut, offenbar eine weitere pädagogische Koryphäe, gibt konsequent zu bedenken, daß es schon immer ein Fehler gewesen sei, Mädchen und Jungen in gemeinsamen Schulen zu unterrichten.
Ich hatte ja keine Ahnung! Das ist doch unverantwortlich, dieses System aufrechtzuerhalten, nicht nur in der Türkei, sondern weltweit. Man stelle sich das mal vor: Keine Terroristen, Prostituierten und Kriminelle mehr, nur durch diesen kleinen organisatorischen Eingriff! Gut, die Frage ist natürlich, ob das ausreicht, Mädchen und Jungen nur in der Ausbildung voneinander zu trennen, hinterher treffen sie sich ja doch wieder, und dem Terror wird Tür und Tor geöffnet. Ist es nicht besser, die Geschlechter komplett voneinander zu trennen? Da passiert doch sonst „alles Mögliche“, und schon wird wieder irgendwas in die Luft gesprengt.
Schrittweise separieren wir Männer und Frauen als erstes im öffentlichen Bereich, Frauen dürfen die Straßen von 8 bis 12 betreten, Männer von 12 bis 16 Uhr, bis 19 Uhr nochmal die Frauen, dann wieder Männer für den Rest des Abends, einer muß sich ja um die Geschäfte kümmern, und das kann man am besten abends in der Kneipe. Es gibt nur noch Frauen- und Männerbusse und -U-Bahnen, und das Verkaufspersonal in den Geschäften muß jeweils ausgewechselt werden. Büros sind natürlich nur getrenntgeschlechtlich zu betreiben. Am besten werden Männer- und Frauenbereiche komplett voneinander getrennt, um jegliche Kriminalität auszuschließen und jeden Terror zu vermeiden – auch im privaten Bereich, es gibt nur noch Frauenhäuser und Männerhäuser, die man in Stadtvierteln bündeln kann.
Und was ist mit der Fortpflanzung? Aber darum geht es doch gerade, das ist es doch, was Premierminister Erdogans erregend schmutzigen äh
– edlen Einsichten zugrunde liegt und was er meint, wenn er „alles Mögliche“ unbedingt unterbinden will. Und er hat Recht: Wenn Männer und Frauen endlich aufhören mit diesen Geshlechtsteilsauereien, ist die natürliche Konsequenz, daß sie sich nicht mehr fortpflanzen, und das führt dann natürlich automatisch zu einem Verschwinden von Kriminalität und Terrorismus wieso sollte man noch eine Bombe werfen, wenn keiner mehr da ist, den man damit treffen kann? Und ganz zum Schluß, wenn es keinen Mann mehr gibt, hat sich die Prostitution auch erledigt.
Man sollte Herrn Erdogan und seinen Mitstreitern den Friedensnobelpreis verleihen.