Nanu, was soll das denn? Ein Blick aus dem Fenster: Der halbe Straßenabschnitt ist für parkende und fahrende Autos gesperrt (arme Anwohner, die Parkplätze sind eh schon so rar), stattdessen stehen Lastautos hinter Absperrkegeln, zwei Dixitoiletten und dieses komische Monstrum. Das Geheimnis ist schnell gelüftet: Da wird ein Film gedreht. Ach, wie spannend! In der Wohnung soll wohl Sommer simuliert werden, große Spiegel werden von unten angestrahlt, und damit es nicht ganz so grell ist, wird mit einem weißen Tuch abgedämpft. Aha. Soso. Und sonst?
Nichts sonst. Von wegen spannend. Es passiert: Gar nichts! Unten läuft ein junger Mann herum, der offesichtlich aufpassen muß, daß kein Passant über die Kabel stolpert, gelangweilt vertritt er sich die Füße – stundenlang. Dreharbeiten habe ich mir irgendwie aufregender vorgestellt. Der Film, den sie da drehen, heißt übrigens „Ihr mich auch“, und exakt das habe ich nach fünf Minuten spannen auch gedacht.