Luxemburger Str.

Hä?! – was soll das denn? Nix zu sehen auf dem Bild. Noch passiert ja auch nichts, aber gleich, gleich geht’s los, wenn das Licht gedämmt wird, der Vorhang geht auf, und wenn die Werbung vorbei ist, ist es endlich da: Kino!!
Das „Weißhauskino“ ist ein Familienbetrieb, die Süßigkeiten und Getränke werden gleich an der Kasse mitgekauft, der Kartenabreißer ist ein ca. 12-jähriger Junge (jedenfalls nachmittags). Das Programm ist ambitioniert, viel französische Filme, aber auch internationale kleine Produktionen, die vermutlich kein großes Publikum finden, werden hier in zwei Sälen gezeigt. Nur ab und zu, vermutlich, um nicht einzugehen, gibt es Blockbuster à la ‚Harry Potter‘. ‚Betty Blue‘ war wahrscheinlich der Lieblingsfilm des Besitzers, denn der lief monatelang im Sonntagsmatiné, und zur Zeit läuft nebenbei ein Charles-Bronson-Festival … warum auch nicht, Mut zum Ausgefallenen. Ich hoffe, das Kino gibt es noch lange, obwohl es bestimmt schwierig ist, es zu halten.

Eine Antwort zu “Luxemburger Str.

  1. Dazu Berliner Gegenstück dazu: „Lichtblick“ auf der Kastanienallee im Prenzlauerberg. Ich glaube, es hat knappe 30 Sitze. Die längste Reihe hat 4 Sitze nebeneinander, dann läuft es spitz zu, vorne sitzt man alleine. Ich war nur einmal da und sah dort den überaus exzentrischen Film „Black Moon“.
    Wenn die Tram vorbei fährt, wackelt das ganze Kino und es riecht nach Schutt, Keller und Kohleofen.

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