Was macht man im Bayerischen Wald? Genau: Erstmal die Füße hochlegen und die Aussicht genießen. Diese Luft! Diese Natur!!
Natur kann natürlich auch anstrengend sein. Dieser Weg, stundenlang bergauf, ist nichts für Rollstuhlfahrer. Warum tut man sich das an, fragt man sich manchmal, aber so schlimm ist es gar nicht, und wenn man oben ist, wird man mit etwas Herrlichem belohnt:
Selten hat ein Käsebrot so gut geschmeckt.
Und Ausblick gibt es natürlich auch. Der Berg heißt übrigens „Mittagsplatzl“, keine Ahnung, warum. Vielleicht liegt es an den vielen Heidelbeeren, die man hier pflücken kann.
In Bodenmais, einem kleinen Örtchen nahe der Grenze zu Tschechien, kann man es gut eine Woche lang aushalten. Es gibt hier sogar einen Supermarkt, in dem man alles findet, was man braucht …
… z.B. alles Wichtige für eine empirische Untersuchung. Meine erkenntnisleitende Frage war: Welches dieser einheimischen Biere schmeckt am besten? Ich stellte folgende Hypothesen auf: Das Dampfbier macht das Rennen, weil es einen Bügelverschluß hat, das deutet auf Handarbeit hin (das andere Bier mit Bügelverschluß ist ja „nur“ ein Lager-Bier). Am schlechtesten wird das Bier von Thurn und Taxis abschneiden, weil ich die Gloria nicht leiden kann und es ihr deshalb wünsche. Fazit: Die Hypothesen konnten nicht bestätigt werden. Sie haben alle nicht schlecht geschmeckt, selbst das Thurn-und-Taxis-Bier übertraf meine Erwartungen – im Gegensatz zum Dampfbier, das nur mittelmäßig war. Strahlender Sieger ist das „Weltenburger Kloster Barock Dunkel“: Dunkle Biere sind leider oft zu süß, aber dieses ist sehr würzig, ohne bitter zu sein. Bravo!
Nach so viel Forschung tut ein Spaziergang im Tal gut.




