Urlaub 2. Station: Regensburg (1)

Wie jetzt – schon wieder zu Hause? Nee, dieser Dom steht nicht in Köln, sondern in Regensburg. Er ist ein wenig kleiner, hat aber eine ähnliche Geschichte wie der Kölner Dom: Im 13. Jahrhundert hat man angefangen mit dem Bau, zwischendurch ist das Geld ausgegangen, und erst im 19. Jahrhundert wurde er fertiggestellt.

Die Regensburger Altstadt wurde 2006 auf die Welterbeliste der UNESCO gesetzt – finde ich gut, denn sie ist wirklich sehr schön.

Viele Touristen laufen natürlich herum, aber hier wird auch gewohnt. Mittelalterliche Städte laufen ja leicht Gefahr, zu Museumsstädtchen zu werden, in denen man außer Besuchern und Personal niemand sieht, aber das ist hier nicht der Fall, was der Atmosphäre sehr gut tut.

Warten auf den Bus – der hier merkwürdigerweise durch die Fußgängerzone fährt.

Regensburg ist eine Universitätsstadt, was sich dadurch bemerkbar macht, daß die weitläufigen Grünanlagen und Biergärten von jungen Leuten bevölkert werden.

In der Donau liegen zwei bebaute Inseln, die von der „Steinernen Brücke“ überspannt werden, einem Wunderbauwerk des späten Mittelalters (1146), denn sowas hatte man bisher noch nicht gesehen. Die Brücke ist mitverantwortlich für die große wirtschaftliche und politische Bedeutung der Stadt zu der Zeit.
Erst seit ein paar Jahren ist sie für Autos und Busse gesperrt – das war eine gute Idee, die man auf die ganze Altstadt übertragen sollte.

Das „Bruckmandl“ (Brückenmännchen) soll der Brückenbaumeister sein, um den sich folgende Legende rankt: Brückenbaumeister und Dombaumeister wetteten miteinander, welches Gebäude zuerst fertig wird. Der Brückenbaumeister sah bald, daß der Dom unerwartet schnell in den Himmel wuchs, also machte er einen Deal mit dem Teufel: Teuflische Hilfe gegen die Seelen derjenigen drei, die die fertige Brücke als erstes überqueren. In kürzester Zeit stand die Brücke, die Wette war gewonnen, und Bischof und andere Würdenträger meldeten sich an, das Wunderwerk zu eröffnen … Der Brückenbaumeister mußte seinen Teil des Handels noch erfüllen – also schickte er einen Hahn, eine Henne und einen Hund über die Brücke. Der Teufel war über diese List so erbost, daß er den Bau wieder zerstören wollte, er stellte sich unter einen der Bögen und versuchte, ihn mit seien Schultern zu sprengen, schaffte aber nur eine Delle, die noch heute zu sehen ist.

Am Fuß der Brücke gibt es den ältesten Schnellimbiß der Welt: Die „Wurstlküche“. Hier war schon vor 800 Jahren eine Garküche. Heute ist es ein touristisches Highlight, aber angeblich essen auch die Regensburger hier gern.

Und das gibt es hier: Schweinswürstl mit Sauerkraut und süßem Senf. Doch, kann man essen, aber ehrlich? – muß man nicht unbedingt.

Essen kann man auch hier, in dem Biergarten „Alte Linde“ auf einer der Donauinseln, was man aber unbedingt unterlassen sollte. Aber sitzen und trinken kann man hier sehr schön. Wenn man sich ein kleines Bier bestellt, bekommt man einen halben Liter. Bayern eben.

Wenn man will, kann man seinen eigenen Bierseidel mitbringen:

0 Antworten zu “Urlaub 2. Station: Regensburg (1)

  1. Und der Dom hat auch zwei Türme – eigentlich hätte ich auch zu Hause bleiben können. Aber halt – Regensburg hat noch mehr zu bieten! Schalten Sie wieder ein, wenn es heißt: Regensburg, du Schöne an der blauen Donau! (Teil 2)

    Das solltest Du Dir auf keinen Fall entgehen lassen, investigativ, sensationell! 😉

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