Aluminiumfrau Nr.13

Ja, wer hockt denn da?

„Aluminiumfrau Nr. 13“ heißt die Skulptur aus dem Jahr 2003 von Thomas Schütte. Sie steht vor einem der beiden Ausgänge des „Museum Ludwig“. Immer, wenn ich daran vorbeikomme, bleibe ich einen Augenblick stehen und betrachte die unterschiedlichen Reflektionen, die je nach Wetter und Lichtverhältnis anders sind.

Ihre Rückenansicht gibt Rätsel auf: Hatte sie einst Flügel, die man ihr abgeschnitten hat? Ein ehemaliger weiblicher Engel, den die Leidenschaft zu einem Menschen gemacht hat, wie in Wim Wenders Film?

Manchmal scheint sie jedenfalls zu weinen …

0 Antworten zu “Aluminiumfrau Nr.13

  1. Unbequem? Ich weiß nicht … von vorn sieht es aus, als säße sie im Schneidersitz, oder? Allerdings, das stimmt, gespannt nach vorn gebeugt, horchend vielleicht? Oder reckt sie ihr Gesicht der Sonne, dem Himmel entgegen?

    Dir auch ein schönes Wochenende,

    LG

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  2. Sie fällt mir immer auf und ich würde auch weinen, wenn ich da so deformiert hocken würde. Aber es soll wohl so sein, dass ‚Kunst‘ Widersprüche herausfordert. Mehrfach fotografiert habe ich sie auch schon; sie ist eben irgendwie interessant …

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  3. Zusammengefaltet wie ein Frosch.
    Was bin ich froh, keine Plastik zu sein.
    Der Hintern ist eingedepscht, als wäre sie gegen die Wand im Rückwärtsgang gelaufen. Das Gesicht ist ausnehmend schön, daher meine ich, der Künstler hat doch was drauf.

    Das Schwarz ist elegant, die Schrift etwas plump. Gut für Weitsichtig Halbblinde. Danke! 🙂

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  4. Die schrift war eigentlich schmaler eingestellt, wie man es bei älteren Einträgen sehen kann, aber bei neuen Posts kommt immer diese dicke Schrift. Mal schauen, ob ich das noch ändern kann.

    Die Haltung der Figur, besonders auch die des Kopfes, erinnert mich an ruhende und lauschende Vögel.

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  5. …sie hatte Flügel, da bin ch mir ganz sicher!!
    ..jetzt ist sie hier als Erinnerung an sich selbst und hofft, eines Tage wieder fliegen zu können…

    vielleicht hofft sie, dass ihr ein Vorbeikommender neue Flügel verleiht?

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  6. Ja, ich glaube auch, die Haltung verrät Ängstlichkeit (an den Boden ‚gekettet‘ zu sein) und Sehnsucht (danach, wieder fliegen zu können). Und vielleicht sind die Flügel ja schon längst nachgewachsen und die, die hier Modell gesessen hat, schwebt schon längst wieder in großen Kreisen über unseren Köpfen.

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