Picasaweb wird zu „Google Photos“

Foto:

Nicht immer schützt ein großer Umfang vor Entführung. Seit Beginn dieses Fotoblogs habe ich die Fotos immer zuerst zu „Picasaweb“ hochgeladen, einem Internetanbieter, bei dem man bis zu einem bestimmten Umfang digitale Bilder ablegen und bei Bedarf mit allen anderen oder auch nur einem bestimmten Personenkreis teilen konnte. Heute würde man das wahrscheinlich eine „Cloud“ nennen. Mit Hilfe eines Embed-Codes habe ich die Fotos dann in den jeweiligen Blogeintrag integriert – das sparte viel vom nicht sehr umfangreichen Speicherplatz beim Bloganbieter. Picasaweb und das darauf abgestimmte Fotoorganisationsprogramm Picasa (für den PC) waren weltweit sehr beliebt: Schnell installiert, einfach zu handhaben, sinnvolle Funktionen. Es dauerte nicht lange und Google verleibte sich alles ein. Sie schraubten ein bißchen daran herum, soll heißen: Es kamen ein paar überflüssige Funktionen hinzu, aber grundsätzlich blieb alles beim Alten, selbst als Google versuchte, durch die Erfindung von Google+ Facebook das Wasser abzugraben – was, wie wir alle wissen, nicht gelang. Es war dennoch ein bißchen ärgerlich: Penetrant versuchte Google, wenn man Picasaweb  (oder auch Youtube) öffnete, einen zu Google+ hinüberzuziehen, das sei doch soo praktisch, alles an einem Ort, unter einer Oberfläche zu haben. Zweimal habe ich aus Versehen auf entsprechende Bestätigungsbuttons geklickt, nur mit einiger Mühe konnte ich das wieder entknüpfen, da ich an sozialen Netzwerken über das Bloggen hinaus kein Interesse habe.

Heute ist, glaube ich, jeder Google+-Mitglied, der irgendein Google-Programm benutzt, die fragen da nicht mehr groß nach – man nutzt die Netzwerkfunktion einfach nicht, und die Sache hat sich erledigt. Vorerst jedenfalls, denn die Google-Mitarbeiter sind unermüdlich dabei, die Angebote in ihrem Sinne zu optimieren. Nun wurde, trotz weltweiter Proteste, Picasaweb abgeschafft. Alle Fotos liegen nun bei „Google Photos“, und ich kann wahrscheinlich heilfroh sein, daß meine Fotos hier im Blog noch sichtbar sind.

All das, was so gut war bei Picasa, wurde abgeschafft, stattdessen kann man nun auch Fotos von seinem Android-Smartphone hochladen. Auf der Strecke geblieben ist leider auch der Embed-Code – ich vermute, Google hat nicht das geringste Interesse daran, daß ein Foto, das auf ihrem Server liegt, bei einem anderen Anbierter eingebunden werden kann, ohne daß man den Herkunftsort erfährt. Tagelang habe ich nach einer Alternative  zu Picasa gesucht, aber nichts Gutes gefunden, bis ich durch Zufall in einem amerikanischen Forum den Hinweis gefunden habe, wie man Fotos aus Google doch in seinem WordPress-Blog einbinden kann – es ist ganz einfach, man muß es nur wissen:

Man macht das Foto bei Google groß, klickt mit der rechten Maustaste ins Bild, klickt dann auf „Grafik kopieren“, öffnet im WordPress-Blog das Eingabefeld, aber, und das ist ganz wichtig, nicht das HTML-Feld, sondern unbedingt das „Visuell“-Feld, rechte Maustaste, auf „Einfügen“ klicken – voilà! Nun nur noch die Größe anpassen.

„Google-Nutzer sind nicht die Kunden von Google, sondern die Ware.“

16 Antworten zu “Picasaweb wird zu „Google Photos“

  1. Aber ist denn nicht Picasa schon seit Ewigkeiten google? Ich jedenfalls war baß erstaunt, daß meine bei blogspot hochgeladenen Bilder zu Picasa führten und das war 2010. Ich bin deswegen auch zu Flickr (das ist Yahoo und nicht wirklich besser, funktioniert immer mal wieder gar nicht und nervt total, aber es ist auch easy zu handhaben und ich habe ein paar wirklich nette Menschen dort kennen gelernt).
    Raten würde ich dir nicht unbedingt dazu, aber viele Möglichkeiten hat man sowieso nicht.

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    • Ja, schon seit ein paar Jahren. Aber man konnte es trotz gelegentlicher Sperrfeuer seitens Google relativ autonom benutzen. Bei flickr habe ich ja auch ein Konto, konnte mich aber nicht richtig damit anfreunden.
      Wenn es jetzt so bleibt mit Google Photos, würde ich mich ja gar nicht beschweren, die Frage ist nur: Was für einen Blödsinn machen sie als nächstes?

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  2. Nur wenn du dann das Bild in einen Kommentar einfügst, kannst du meines Erachtens nicht mehr die Größe verändern und dann hast du auf einmal ein riesengroßes verkleidetes AWTchen im Kommentar, wenn du es versäumt hast, vor dem Hochladen die Größe des Bildes zu verändern.

    🙂

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    • Wenn Du auf „BEARBEITEN“ klickst bei dem Kommentar, müßtest Du es eigentlich noch verändern können. Die lange Seite kann man gut auf 576 reduzieren, die kurze auf 384.

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  3. Servus!

    Bist ja wieder im Lande..;-)

    Diese Umstellung ist an mir vorübergezogen. (Habe ja auch ein Google-Konto) Nichts ist im Netz garantiert für immer. Das sollte man sich als Nutzer immer im Hinterkopf halten. Als Divshare nach zehn Jahren von der Bildfläche verschwand, wollte ich es anfangs nicht wahrhaben. „Wie können die nur…“
    Auf der sichersten Seite ist, wer selbst hostet. Da die DSL-Anbieter es so gut wie verhindern, mit einem gewöhnlichen Privatanschluß einen öffentlichen Server zu betreiben, ist man auf Hostingdienstleister angewiesen. Diese Kröte muss man schlucken. Leg dir eine de.Domain zu und hoste dann deine Fotos quasi selbst. Man muss ja nur wollen..;-)

    Deine Erläuterung bezüglich „Bilder von Google zu WordPress importieren“ „verwirrt“ mich. Du kopierst ein Bild von deinem Google-Account in die Zwischenablage und fügst es dann bei WordPress ein. Ich gehe davon aus, dass es nach dem Einfügen bei WordPress gespeichert ist. (Du hast ja anscheinend keinen img-Tag zur Verfügung, sondern die Linkadresse zum Foto.) Generiert etwa WordPress automatisch einen Embed-Code und verlinkt es damit im Blog? (Linkadresse – Google) Wenn es dem nicht so ist, weshalb deponierst du dann deine Fotos nicht gleich bei WordPress und gehst den Umweg über Google?

    Ich hatte dir doch mal einen Image-Hoster vorgeschlagen, den ich mit meinem Google-Blog nutzte. (Photobucket) Unkompliziert / Stabil. Hatte früher schon Picasaweb um Längen übertroffen. Schon wieder vergessen?..;-)

    Tja…
    … 🎶 http://tinyurl.com/jtmro2g 🎶 …
    (Goethes Erben..:-)

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    • Genau so ist es, WordPress generiert automatisch einen Embed-Code, man kann es sich hinterher ansehen.
      Die Bilder direkt zu WordPress hochzuladen ist relativ unkomfortabel: Man kann sie nicht automatisch verkleinern, und man kann keine Alben anlegen. Das funktioniert glücklicherweise noch mit dem Picasa-PC-Programm, mit dem man weiterhin seine Fotos hochladen kann, auch nach Google Photos.

      An Photobucket kann ich mich überhaupt nicht erinnern – tja, das Alter. Ich lege einfach mal ein Konto an und schau, wie das da läuft, man kann ja nie wissen, was Google sich noch so einfallen läßt. Danke für den Tipp!

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      • Bonsoir!

        Merci für die Textkorrekturen..;-)
        (Irgendwie aus heutiger Sicht konfus, mein davorgehender Kommentar. Ich war wohl zu stoned…;-D

        In dieser Hinsicht (Editieroptionen) war/ist Google-Blogspot erste Wahl. So gut wie keine Einschränkungen. Wer mit dem „Google-Datenkraken-Argument kommt – WordPress.com trackt seine User auch. Die wären ja blöd, wenn sie es nicht täten. Es bloggt sich halt bei WordPress.com gewissermaßen „elitärer“. (Textlastige Blogs) Google-Blogspot dagegen war/ist ein Tummelplatz für Bilder-Musik-Porno-Quasi-Alles-Blogger. Blog.de war mehr oder weniger ein Chatportal. („Kommentar-Chats“)
        Ich werde jetzt mal deinen Blog hacken und alle Fotos löschen..;-D

        Bis demnächst…

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        • Und was hast Du genommen, bevor Du diesen Kommentar geschrieben hast? Glücklicherweise überschätzt Du im Rausch Deine Hackerfähigkeiten (das hoffe ich jedenfalls, fühle Dich bitte nicht aufgefordert, es mir jetzt erstrecht zu zeigen;-).

          Daß WordPress-Blogs eher textlastig sind, ist mir noch gar nicht aufgefallen, aber wie auch, wenn ich es recht bedenke, habe ich fast nur Blogkontakt zu meinen Buddies aus blog.de-Zeiten, mir fehlt die Zeit, mich um mehr zu kümmern. Bei Blogspot habe ich auch mal ein Blog angelegt, um zu testen, was man da machen kann, und das war tatsächlich umfangreich, wenn ich mich recht erinnere. Aber je länger ich hier bei WordPress bin, um so mehr bin ich zufrieden damit. Die fehlende Embed-Funktion ist ja ein Makel von Google Photos, den WordPress elegant löst – vorausgesetzt natürlich, man weiß, was man machen muß.

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  4. hier meldet sich eine userin, die kein google+ konto hat und das wird auch so bleiben. leider nutze ich google oft bei der suche im net, nicht immer denke ich daran, dass es auch andere suchmaschinen gibt.
    und was gehört nicht schon google und facebook?
    da gibt es doch kaum alternativen, die die beiden noch nicht geschluckt haben.
    wie ich auch amazon nicht nutze sondern nutzen lassen. *gg*

    zu deinem beitrag… die beschriebenen kircheneintreter bei den evangelen kannst du bitte in köln behalten. 😉
    ich bin 1991 aus der evangelen kirche ausgetreten.
    nun wird kein pastor nach meinem ableben große reden auf mich halten… es gibt schlimmeres denke ich.
    fein, dass du gesund zuhause nach dem urlaub angekommen bist.
    hab dich ein wenig vermisst, rein virtuell.
    was ich vollendes zum brechen finde sind virtuelle realitäten.
    hab von der games com einen tv beitrag gesehen und konnte nur noch mit dem kopf schütteln… er wäre fast abgefallen. 😉

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    • Wenn die Kircheneintreter merken, daß die Lasershow nur ein mieser Trick war, um einem monatliche Steuern abzuluchsen, und man sich den Wein nach einer nervtötend langweiligen Versammlung mit x anderen aus nur einem Kelch, in den schon alle reingesabbert haben, teilen muß, und das zu einer Uhrzeit, zu der jeder vernünftige Mensch noch schläft (Sonntagvormittag), dann treten die sowieso bald wieder aus.;-)

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