Frohes neues Jahr

Auch dieses Jahr hat wieder mit einer umfassenden Stadtverschmutzung begonnen, das ist hier inzwischen eine beliebte Tradition. 83 Müllmänner machen sich schon in der Silvesternacht an die Arbeit, damit wenigstens die Brücken und die Hauptstraßen von den Hinterlassenschaften der knallenden, durchgeknallten Bürger frei sind. Besonders schön: Kartongroße Feuerwerksbatterien und 1 Meter lange abgebrannte Wunderkerzen, die per Hand aufgelesen werden müssen, da die Kehrmaschinen sie nicht packen können.

Die Verschmutzung der übrigen Straßen wird nun noch wochenlangen so liegenbleiben – die Kölner scheinen das zu mögen. Außerdem: Das lohnt sich doch nicht, das alles aufzufegen, in sechs Wochen ist doch schon wieder Karneval! Da kann man hinterher in einem Aufwasch … gut, dann kommt der Frühling, die Leute halten sich vermehrt draußen auf, grillen, saufen usw. Ach was! Wir lassen das alles liegen, basta, der Mensch ist ein Gewohnheitstier, und dann fällt es in einem Jahr auch nicht so auf, wenn wieder jede Menge Unrat dazukommt.

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0 Antworten zu “Frohes neues Jahr

  1. Ich hasse die depperte Knallerei – ist ja wieder genug passiert. 🙄
    Und der Dreck liegt hier auch an allen Ecken und Enden. Wenn man
    dieses Geld jedes Jahr spenden würde, könnte man viel Gutes
    tun und die Tiere, vor allem die Vögel, würden es danken.
    Jedes Jahr kommen Tausende um, weil sie in ihrer Panik
    irgendwo gegen die Scheiben fliegen zu Sylvester. :no:

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  2. Hi Videbitis,

    Dir auch ein frohes neues Jahr… 😀
    Bist Du gut rüber gekommen?!

    ICH HASSE dieses Geknalle,Geböller… braucht kein Mensch.
    Laut,Teuer,Schmutzig,Stinkt… nein danke… :no:

    LG mosi

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  3. Feuerwerksbatterien habe ich letztes Jahr zum ersten mal wahrgenommen. Dieses Jahr blockierten sie vielbefahrene Durchgangsstraßen. Das muss nicht sein.
    Ganz möchte ich jedoch auf Feuerwerk nicht verzichten. Seit Jahren kaufe ich die kleinste Packung Raketen (meist 5) und vertreibe damit die Winterdämonen.

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  4. Es gibt genau zwei Zeiten im Jahr, wo ich nirgendwo anders leben möchte als hier.
    Einmal zu Silvester, wenn die Knallereien nur ein fernes „Pöff“ sind und dann im Hochsommer, wenn die Stadt unerträglich heiß ist, hier aber auf dem Land immernoch ein frischer Wind weht und das Haus auch noch ein gewisse Kühle innehat.

    Und seltsam- warum Leute überhaupt böllern und Raketen zünden, während man das tut, hat man doch nix davon, denn man kommt nicht dazu das Abgeschossene auch zu bewundern. Seit der beste Kumpel meines Cousins mit 12 Jahren eine Hand verlor bei so einer Böller-Aktion, mache ich um alles einen Bogen. Aber als geräuschempfindlicher Mensch ist mir das ohnehin alles zuwider. Ich hab auf Feten mehrfach gefährliche Situationen erlebt, als ich jung war, Leute, die so besoffen waren, daß die das Feuerzeug wegwarfen und den Knaller in der Hand behielten…

    Ich finde es wird Zeit für neue Bräuche. Vielleicht nicht unbedingt welche mit falschem Geld….alles kann gefährlich sein.

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  5. Stimmt ja! An die Vögel habe ich noch gar nicht gedacht. Ich habe das immer beim Hund meiner Mutter gesehen, der zitternd und wimmernd unterm Tisch gelegen hat, das war seine schlimmste Zeit im Jahr.

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  6. Danke! Ohne Streß, liebe Gesellschaft, gutes Essen – besser geht’s nicht.

    Ja, idiotisch. In der Innenstadt war dann kurz nach Mitternacht total dichter Nebel wegen der Knallerei, man konnte keine drei Meter weit sehen.

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  7. Ja, blöd. Wenn die Leute wenigsten ihren Dreck wieder mitnehmen würden, wenigstens die Umverpackungen. Soziale Inkompetenz ist offenbar viel weiter verbreitet als man glaubt.

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  8. Aha! Ein Schuldiger ist gefunden! 😉 Gut, als ersten Schritt führen wir ein allgemeines Kontingent von höchstens fünf Raketen ein, da bist Du also noch gut dabei. Dann aber wird die Menge jedes Jahr um eine Rakete reduziert, so daß man im sechsten Jahr nur noch das Klingen der aneinanderstoßenden Sekt-, Bier- und Saftgläser hört. Und wer dann noch einen Winterdämon vertreiben muß, darf eine Papiertüte aufblasen und zwischen den Händen knallen lassen, am besten am nächsten Morgen zum Frühstück.

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  9. Ein Feuerwerk sehe ich manchmal ganz gern, angesichts der Folgen allerdings könnte ich gut darauf verzichten. Früher sind wir immer auf eine Rheinbrücke gegangen, wegen der besseren Sicht, aber das machen wir schon lange nicht mehr, das ist einfach zu gefährlich, wenn betrunkene Möchtegernhelden mit immer größeren Böllern herumhantieren (Freud hätte seine Freude an der Analyse, warum die das machen).

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  10. Stimmt eigentlich, mit festem Schuhwerk … die Kölner haben das schon immer so gemacht, fällt mir gerade ein: Die Hohe Straße, eine der meistbesuchten Straßen der Stadt, lag zur Römerzeit 5,5 Meter tiefer als heute. Die ganze Stadt ist auf dem Müll von knapp 2000 Jahren gebaut.

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  11. Servus!

    Hab zum Neujahrswechsel eine Tüte gedreht und auf Prickelplörre
    und Böller/Raketen gern verzichtet..;-)
    Was die Hinterlassenschaften auf den Straßen betrifft:
    Ich seh das nicht so eng. Die Leute wollen halt feiern und zu Silvester
    gehört auch das Feuerwerk mit dazu. Einmal jährlich sollte das
    doch vertretbar sein. „Wo gehobelt wird, da fallen auch Späne.“
    Hat es dich als junger Bub nicht auch gereizt, an Silvester möglichst
    laut krachende Chinaböller zu zünden? Falls du behauptest, dass dem nicht
    so war, glaub ich dir das nicht. (Zumindest hast du dann mit den Mädchen
    Wunderkerzen abbrennen lassen..;-D Böllern ist Buben/Männerkram.
    Mädchen/Frauen mögen das eher nicht. (Zu schreckhaft..;-)

    Lass es weiterhin gut „krachen“!..:-)

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  12. Feuerwerk ist „zähes Brauchtum“ – das wird bleiben. Ob allerdings ein Schwarzmarkt für illegales Feuerwerk sein muß oder diese „Outlet Verkäufe“ – da habe ich Zweifel.

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  13. Sogar in meiner kleinen, beschaulichen Heimat“stadt“ sah es am Neujahrsmorgen aus wie nach einem nächtlichen Bombenangriff…Irgendwie gehört das aber auch dazu, ohne wäre Silvester doch langweilig. Mir persönlich reicht das bloße Zusehen. Erstens bin ich schrecklich ungeschickt und würde wahrscheinlich eher mich selbst als auch nur eine Rakete in den Nachthimmel schießen. Zweitens…ey, da kann man ja gleich einen 100-Euro-Schein anzünden, wenn wir mal ehrlich sind. Und drittens -das ist der allerbeste Grund für eine Nicht-Silvester-Raketen-schießende Heaven- Silvester um Punkt Mitternacht haben mein Schatz und ich unseren Jahrestag. Dieses Mal war es der Sechste. *strahl*

    Frohes Neues, mein lieber Freund!

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  14. Hätte mich auch gewundert, wenn Du Prosecco schlürfend Raketen hättest steigen lassen. 😉
    Mich nervt diese Rücksichtslosigkeit kolossal. Wenn die wenigstens die Umverpackungen und Flaschen entsorgen würden, aber nein, die ganze Stadt wird zur Müllhalde – ihre eigene Stadt!

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  15. Herzlichen Glückwunsch! Ich wünsche euch alles Gute für das verflixte 7. Jahr, aber ich habe den Eindruck, daß man sich um euch keine Sorgen machen muß. 🙂

    Da bin ich ganz Deiner Meinung, die 100 Euro kann man besser „verbrennen“.

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  16. lächel

    ich weiß es von Kairo, da muss man wohl gar nicht bis ins Mittelalter zurückgehen.
    In manchen Vierteln muss man von der Straße einige Stufen hinuntersteigen um zum Eingang zu gelangen….. auch nur festgetreten!

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  17. Vielen lieben Dank 🙂 Hättest du das jetzt nicht erwähnt, wäre mir das mit dem verflixten 7. Jahr gar nicht mal aufgefallen :>> Aber nein, Sorgen muss man sich nicht machen, in der ganzen Zeit war unsere Beziehung stets von Harmonie geprägt. Natürlich gab und gibt es immer mal wieder kleine Meinungsverschiedenheiten, aber wirklich gekracht hat es bei uns nur zwei Mal. Ich finde, auf sechs Jahre umgerechnet ist das eine gute Statistik :yes:

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