Hohenstaufenring

Ich habe gelesen, daß der Lattenrost nun out sei. Stattdessen liegt man modern auf dicken, fetten Doppelmatratzen – keine Ahnung, wohin da die Köperflüssigkeiten fließen, die man nachts ausschwitzt. Unwillkürlich muß ich an das Märchen mit der Prinzessin auf der Erbse denken.

Gar nicht so weit hergeholt: In einem solchen Bett könnte die Queen schlafen. Seit 1929 ist die Firma Hoflieferant vom Buckingham Palace. Und in Köln kann man sich nun auch betten wie der britische Hochadel.

0 Antworten zu “Hohenstaufenring

  1. Mein Thema! Ich versuche ja gerade (bislang erfolglos) mich mit meiner Kaltschaummatratze anzufreunden, die m.E. zu weich ist. Diese Matratze ist übrigens eine Anschaffung, die mir diesmal nach der Reha das „Prinzessin-auf-der-Erbse-System“ ersparen sollte. Und jetzt fehlt mir die Erbse!

    Mit Deinen Bedenken, was Körperflüssigkeiten (Du meintest doch wohl nur Nachtschweiß, oder?) angeht, hast Du allerdings Recht. Auf mein Gemecker wegen des Krankenhausbettes reagierte der Arzt mit der Erklärung, es hätte leider noch niemand eine Methode erfunden, mit der man eine Federkernmatratze desinfizieren kann. – Und trotzdem habe ich immer noch ein Faible für Federkern und finde diese „Hotelbetten“ fantastisch.

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  2. Ich habe neulich gelesen, Untersuchungen von „Stiftung Warentest“ hätten ergeben, viele Metratzen seien für den angegebenen Härtegrad zu weich. Kannst Du Deine denn noch umtauschen? Bei einigen Händlern hat man ja vier Wochen Zeit, probezuliegen.
    Als ich meine letzt Matratze vor 12 Jahren gekauft habe, war Latex der Renner, ich liege immer noch gut darauf.
    Alle Matratzenarten sollten tagsüber gut durchlüften, damit der Nachtschweiß verdunsten kann. Ohne Lattenrost ist es wahrscheinlich nicht so gut möglich, stelle ich mir jedenfalls vor.

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  3. Da Du gerade Stiftung Warentest erwähnst: Die sind mit ihrer angeblich ungerechtfertigten Rittersport-Kritik ja schnell wieder aus den negativen Schlagzeilen rausgekommen. Haben die etwas keine Manager, die sich ihre Hütte mit luxuriösen Test-Möbeln ausstatten oder ähnliche Ungeheuerlichkeiten begehen? Ich meine, in Zeiten des Auf-Teufel-komm-raus-alles-und-jeden-aufs-Korn-Nehmens dürfen die doch nicht so billig davonkommen!

    Spaß beiseite – Du hast mir hier ja einen ernsthaften und im Prinzip guten Rat erteilt. Ich kann (und will) die Matratze nicht umtauschen, weil das nämlich ein ganz edles Teil ist, dass ich – da Ausstellungsstück – zu einem dermaßen schnappigen Schnäppchenpreis erstanden habe, daß ich mich regelrecht dafür schäme. Außerdem befindet sich die Matratze im ehemaligen Zimmer meiner Tochter, das mir normalerweise als begehbarer Kleiderschrank und Gästezimmer dient. Besuch kann auf dieser Matratze bestimmt gut ein paar Nächte schlafen, ohne dass ich mir Sorgen machen muss. Sobald ich nicht mehr zwingend auf ein Bett mir Komforthöhe angewiesen bin (oder ein anderes Schlafmöbel für das andere Zimmer aufgetrieben habe, ziehe ich sowieso wieder um, denn ich schlafe lieber mit möglichst viel Platz um mich herum. Im Übrigen stimmt das mit der wünschenswerten guten Belüftung von Matratzen natürlich, weshalb (glaube ich jedenfalls) so Schubladenbetten und Gestelle die sockelartig umbaut sind auch nicht optimal sind. Gemäß Feng Shui sollte man unter Betten auch nichts aufbewahren, damit irgendwelche Strömungen frei fließen können. Habe festgestellt, dass praktisch alles, was Feng Shui lehrt, einer guten Belüftung, der Harmonie und der Beseitigung von Störungen (Unwohlsein) dient und deshalb auch von Nicht-Japanern befolgt werden darf.

    Okay, das war jetzt viel zum Thema schlafen, aber Matratzen sind schon ein weites Feld. 😉

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  4. Ich liebe Betten dieser Art wie oben. Mein Bett in London ist so und man schläft göttlich. Ich freu mich schon wieder richtig drauf, obwohl ich meines auch mag. Übrigens schon lange ohne Lattenrost. Ich hasse die Dinger. So wackelig und kippelig und immer hab ich Angst, die krachen durch, wenn man sich mal bewegt, also nicht krachen durch, sondern springen aus ihrer Verankerung. Aber diese Wacklige daran mag ich gar nicht. Am besten man hat ein Schafwoll-Unterbett, weich, warm, feuchtigkeitsaufnehmend.

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  5. Warentest hat den Medien bestimmt das mit dem ADAC gesteckt, damit eine andere Sau durchs Dorf getrieben wird.

    Und ein wichtiges Thema: Wenn man nicht gut schläft, ist der ganze Tag versaut.

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  6. In weichen Betten bekomme ich sofort Kreuzschmerzen, wahrscheinlich, weil ich so ein langer Lulatsch bin. Sehr unangenehm auf Reisen, die meisten Hotelbetten sind zu weich oder durchgelegen.

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  7. Frag mich mal mit meinem total kaputten Rücken. Es gibt kaum optimale Betten für mich und je älter man wird, desto schlimmer wird es. (Hattest du nicht als Kind auch Rückenprobleme?) Ich hab aber jetzt eine sehr gute Matratze gefunden, nicht zu hart, nicht zu weich. Tendenziell liege ich aber lieber hart.

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  8. Ja, Rückgratverkrümmung, die ist aber durch jahrelanges Schlafen im Gipsbett ausgeheilt.
    Daß viele Bettengeschäfte nun auch ein Probeliegen über mehrere Wochen anbieten, ist schon sehr gut, denn ob man richtig liegt, findet man ja nicht in einer Viertelstunde im Geschäft heraus. Allerdings ist das natürlich mit viel Äktschn verbunden, deshalb scheue ich mich ein wenig vor dem Kauf einer neuen Matratze.

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  9. Wurdest du denn schon eingehend von einem Fachmann beraten? Das heißt, hat man dir beim Kauf der Matratze angeboten, dich hinzulegen, und wurde dabei die Ausrichtung deiner Wirbelsäule überprüft?

    Eine Matratze ist dann „richtig“ für einen Menschen, wenn sie die Wirbelsäule in einem Maß unterstützt, dass sie vollkommen gerade gehalten wird. Bildet die Wirbelsäule dagegen ein „u“ oder eine „Brücke“, ist die Matratze zu weich bzw. zu hart. Ist die Abweichung nur minimal, kann man mit der Verstellbarkeit des Lattenrostes nacharbeiten – die meisten modernen Roste haben so genannte Schieberegler, mit denen man den Rost um den Schulterbereich herum weicher bzw. fester einstellen kann. Und das sollte man auch nicht unterschätzen, denn ein Lattenrost ist mehr als nur eine bloße Unterlage für die Matratze – er machth ca. 30% des Liegegefühls aus!

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  10. Härtegrade sind so ne Sache. Die Einteilung der Härtegrade ist leider nicht genormt. Jeder Hersteller teilt das ein wenig anders ein als die anderen. Bei manchen gibt es nur Härtegrad 1 bis 3, bei anderen bis zu 7 oder mehr.

    Ich würde ab einem Körpergewicht von 95-100kg generell zu einem höheren = festeren Härtegrad raten. Es kommt aber auch immer auf die jeweilige Matratze an. Zwei Matratzen im Härtegrad 2 können sich vollkommen unterschiedlich anfühlen, die eine ganz weich, die andere ganz hart. Man sollte sich immer eingehend beraten lassen.

    Ein Rost ist definitiv wichtig für die Luftzirkulation. Einige Menschen schlafen ja mit ihrer Matratze direkt auf dem Boden, und wundern sich dann, warum sie die nach 2-3 Jahren schon auf den Sperrmüll werfen müssen, weil sich darunter Schimmel gebildet hat 🙄 Außerdem ist der Rost wichtig für das Liegegefühl, immerhin trägt er zu 30% dazu bei.

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  11. Vielen Dank der Nachfrage. Meine Tochter arbeitet in dem Laden, und um mich stand so ziemlich die ganze Schlafzimmer-Abteilung beratend herum, während ich die Matratze ausprobiert habe. Nein, ich glaube, an der Matratze liegt es überhaupt nicht, sondern daran, dass ich nur ein gewisses Maß an Komfort ertrage. Es ist wirklich so. Ich kann auf einem hölzernen Küchenstuhl oft besser sitzen als auf dem ausgeklügeltsten Bürostuhl, und wenn irgendwo, z.B. an einem Hotel-Swimmingpool, Liegen herumstehen, die so wahnsinnig bequem aussehen und in denen andere Hotelgäste praktisch ihren Urlaub verbringen, halte ich mich davon fern und setze mich zum Lesen lieber auf ein Mäuerchen im Schatten. Von all diesen „Spartanern“, von denen man lesen kann, sie hätten sich ihr Leben lang mit einem Feldbett begnügt, um sich abzuhärten, glaube ich nicht, dass es Genügsamkeit war. Die waren bestimmt so komisch konstruiert wie ich.

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  12. Ah ja – da spricht die Fachfrau. Das habe ich schon mal gelesen, daß man sich nicht auf eine einheitliche Härtegradeinteilung verlassen darf. Ich wiege zwar nur 75 kg, liege aber auch lieber auf einer festen Matraze.

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  13. 🙂 Auch solche Menschen gibt es :yes: Mein Tipp wäre eine festere Matratze, ggf. einen höheren Härtegrad wählen. Wichtig: schon im Laden Probeliegen und fragen, ob der Händler auch ein Probeliegen zu Hause anbietet (verbunden mit einer Rückgabe- bzw. Umtauschmöglichkeit). Alles Gute dafür :wave:

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  14. Ist mein Job 😉

    Ja, das ist tatsächlich so. Der Härtegrad hängt von vielen Variablen ab; jeder Hersteller produziert die Kerne auf seine Art und Weise und sogar die Matratzen eines einzelnen Herstellers können sich im gleichen Härtegrad vollkommen unterschiedlich anfühlen. Ausprobieren heißt die Devise…

    :yes: Männer mögen es (durchschnittlich gesehen) gern fester als Frauen, kann man natürlich nicht pauschalisieren, aber erfahrungsgemäß zeichnet es sich schon so ab. Letztendlich muss sich der Schläfer ja auch selber wohlfühlen!

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