Venloer Str.

Heute geht es wieder los, die Vorweihnachtszeit beginnt quasi mit öffentlich-rechtlicher Erlaubnis: Die neun Kölner Weihnachtsmärkte öffnen ihr Pforten. In keiner anderen deutschen Stadt ist der Besucherandrang so groß, auch in diesem Jahr rechnet man wieder mit 5 bis 10 Millionen Gästen, die kräftig Geld in die Kassen der Schausteller, aber auch in die der Stadt spülen. Ich kann nur raten, in den ersten beiden Wochen zu gehen, wenn man es nicht lassen kann, da ist es noch einigermaßen auszuhalten. Natürlich werde auch ich wieder wie jedes Jahr opferbereit prüfen, ob der Glühwein immer noch zu süß und der Flammlachs schon wieder teurer geworden ist, was tut man nicht alles für seine Blogfreunde.

0 Antworten zu “Venloer Str.

  1. Wegen meiner brauchst du das nicht tun.
    Ich kann Weihnachtsmärkte nicht leiden, sie sind wirklich das Tüpfelchen auf dem I des blödsinnigen Konsums. Mir gehen mittlerweile sogar die Alternativweihnachtsmärkte auf den Senkel. Immer derselbe Kram, den kein Mensch wirklich braucht, etwa eine handgemacht kleine Bürste, auf der steht „Für die kleine Bartpflege“, die dann dem Begeisterung heuchelnden Vater überreicht wird, „denn eigentlich hatter ja alles“.

    Kann nicht mal einer den ultimativen Anders-Weihnachtsmarkt erfinden, die totale Entschleunigung, wo man z.B. Briefe schreiben kann an liebe Freunde. Von mir aus auch bei Glühwein. Aber dafür braucht man ja eigentlich keinen Markt.

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  2. 400-Meter-Rundbahn, um das Reiterstandbild herum. Sie soll in den nächsten Jahren auch noch da sein, auch wenn sie keine Gewinne abwirft: Mit im Boot sitzen die Städtischen Bäder, und die können als Amt ja soviel Schulden machen, wie sie wollen, zahlt ja eh der Steuerzahler.

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  3. Ich war schon ewig nicht mehr Schlittschuhlaufen, mal sehen.
    Der Gedanke hinter dem Vorhaben, einen Weihnachtsmarkt zu besuchen, ist ein romantischer: Man schlendert bei Schnee gemütlich zwischen den Büdchen, ißt was Süßes, trinkt einen Glühwein und hält ein nette Schwätzchen mit Bekannten und Nachbarn, die man zufällig trifft. Daß das aber schon lange nicht mehr den örtlichen Gegebenheiten entspricht, scheint irgendwie niemandem aufzufallen, das funktioniert einfach nicht, wenn gleichzeitig Tausende den gleichen Gedanken haben, von der überwiegend miesen Qualität der angebotenen Waren mal ganz zu schweigen.

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  4. Ich fürchte sogar, daß das mittlerweile für 80% aller Freizeitaktivitäten zutrifft. Man hat ja auch die Vorstellung, daß man ruhig und gemütlich in schönen Dünen sitzt, sich bräunt, um dann irgendwann ein erfrischenes Meeresbad zu nehmen.
    Statt dessen hängt man auf der überfüllten Liegewiese irgendeines Baggersees ab, wo neben einem jemand den Grillmaster gibt und WDR4-Musik plärrt, man liegt da, genervt, Handtuch an Handtuch, bevor man ein kurzes Bad in der Plörre nimmt, in der sich gerade 40 Kleinkinder erleichtert haben.

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  5. Hab seit vorgestern (fast) alle Geschenke beisammen. Nur zum Weindepot muss ich noch xD *aufatmen tu*

    An Weihnachtsmärkten mag ich, glaub ich, den Duft am liebsten (sofern man nicht grad in einer Glühweinwolke steht xD). Gehe mittlerweile aber nur noch einmal im Jahr hin. Irgendwie ist’s mit den Jahren zur (Bratwurst-) Routine geworden. *die Kindheit zurück will!!!* *rumfuchtel* 🙂

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  6. …die wenigen Weihnachtsmärkte, die es hier gibt, sind so unprosaisch, dass ich mich wundere, dass da überhaupt einer hingeht…in D allerdings gehe ich auch zum Glühweintest vorbei oder wenn das Enkelchen Eisenbahn fahren will…

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  7. Servus!

    Du solltest aber bei aller romantischer Verträumtheit bitte nicht
    ausblenden, dass die Glühweinbüdchen nichts anderes als abartige,
    aufgewärmte Plörre kredenzen. In Plastikkanister abgefüllter
    Billigweinpansch. So wie ich dich einordne, würdest du doch sicher
    auch keinen 2-Euro-Discounter-Wein kaufen bzw. trinken, oder!?..;-)
    ….. Beispielbild: http://www.tinyurl.com/ka492lz

    Man nehme einen guten! Wein, Zimtstangen, Gewürznelken, Orangen, Zitronen
    und erhitze alles sachte zusammen. Fertig ist der selbstgemachte Glühwein.
    So wie Frau Wendeltreppe geht mir der Weihnachtstrara mächtig auf den Keks.
    Mit Strohsternchen und Buntlicht dekorierter Kommerz.
    „Christkindchen go home!“..;-)

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  8. Sternanis kann man auch noch zugeben – lecker!

    Kompletter Nepp, da hast Du völlig recht, aber ich wollte nicht schon wieder damit anfangen, denn das habe ich in den letzten Jahren immer wieder ausführlich getan (hier z.B. : http://koelnbilder.blog.de/2008/12/16/weihnachtsmarkt-rudolfplatz-5228596/). Mit einer Freundin schlendere ich trotzdem gerne mal darüber, wenn es nicht zu voll ist, und gönne mir irgendeine überteuerte Sauerei. 😉

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  9. Buongiorno!

    Merci für die Fehlerkorrektur!
    Sternanis hatte ich natürlich vergessen!..;-)
    Den meisten Leuten ist es eh wurscht, was die da süffeln.
    Den „anderen“ schmeckt es ja auch. (95% der Weltbevölkerung sind
    Imitatoren.) Plörre-Nepp wird aus/weggeblendet.

    Hier im Ort ist es am kommenden Wochenende wieder soweit. (Adventsmarkt)
    Hole mir dort meist selbstgemachte Likörchen vom örtlichen Hausfrauenbund.
    (Ständchen) Schmecken in der Regel köstlich..;-)

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  10. Das sind wahrscheinlich die besten Weihnachtsmärkte: Beschränkt auf ein Wochenende im Dezember, initiert und durchgeführt von ansässigen Bewohnern und Vereinen. In meinem Heimatkaff gab es das auch.

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  11. Der Weihnachtsmarkt auf der Venloer Strasse ist für mich noch am schönsten. Vor allen Dingen wechseln dort die Aussteller öfter und es sind nicht über die Adventszeit die gleichen Verkäufer dort.
    Auch das Angebot ist dort recht nett.
    Ansonsten bin ich nicht wirklich ein Fan der Weihnachtsmärkte.
    Ich war schon seit Jahren auf keinem mehr und vermisse sie auch nicht.
    Auch dieses Gedränge auf den Märkten ist ja schrecklich.
    Da trinke ich lieber zu Hause einen selbstgemachten Teepunsch und mache es mir gemütlich.

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  12. Man kann ja inzwischen kaum durch Köln spazieren gehen, ohne einem Weihnachtsmarkt zu begegnen, nun ist sogar einer im Mediapark.
    Der schwul-lesbische Weihnachtsmarkt (klingt absurd, oder?) in der Nähe vom Rudolfplatz ist deswegen ganz nett, weil er nicht so voll ist. Aber eigentlich braucht man den auch nicht.

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  13. Den schwulen-lesben-Markt habe ich mir letztes Jahr mal angesehen, aber gefallen hat er mir überhaupt nicht.
    Richtig, er ist nicht so voll, aber dennoch werde ich ihn kein zweites Mal besuchen.
    Er liegt da auch, meiner Meinung recht ungünstig und dieses ganze rosa-pinke-Glitzerzeug gefiel mir auch nicht.

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