Hohenzollernring

Tja – damit hat der Standbetreiber sicher nicht gerechnet, daß kaum jemand Interesse hat an seinen gedünsteten Champingnons und dem frittierten Blumenkohl. Mit 275.000 hatte man gerechnet, tatsächlich sind es dann 340.000 Besucher geworden, die vor anderthalb Wochen die „Gamescom“, die weltgrößte Computerspielemesse, besucht haben.

Als Begleitprogramm hatte man einen Teil des innerstädtischen Rings abgesperrt, zwei Bühnen aufgebaut und ein paar Stände (eine Kölner Autofirma stellte seine neusten Modelle aus und lud zu Probefahrten ein – wie blöd ist das denn?), aber das Interesse der jungen Leute war nur gering. Die warteten lieber in einer der Messehallen bis zu sechs Stunden darauf, mal für 10 Minuten an einer der neuen Spielkonsolen spielen zu dürfen, die rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft für viel Geld auf den Markt geworfen werden: Die Deutschen geben pro Jahr sage und schreibe 1,9 Milliarden Euro für Computerspiele aus. 1,9 Milliarden!

Auffallend ist, daß alle Zugänge zum abgesperrten Ringstraßenteil mit engen Gittern zugestellt sind, „Tür“-Steher passen auf, daß niemand sein Fahrrad über das Gelände schiebt. Das war früher gar kein Problem. Ich vermute, man möchte das Duisburger Desaster zur „Love Parade“ vor einigen Jahren unbedingt vermeiden. Allerdings besteht hier garantiert keine Gefahr, so wenig Leute, wie da sind, aber das weiß man ja vorher nicht.

0 Antworten zu “Hohenzollernring

  1. Naja, Samstag Abend – Headliner-Zeit – war es schon sehr voll. Aber stimmt, das Absperrkonzept wurde ausgeweitet. Die meisten Acts ziehen mich auch nicht an, aber ich finde so ein Festival mitten in der Stadt schon ganz spannend. Kann man sicher noch optimieren.

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  2. Die Welt der Spiele ob digital oder „real“ wird mir immer fremd bleiben. Nicht das mir „Spiel“ ganz gleichgültig wäre; in einem verregneten Ferienlager habe ich vor langer Zeit einmal drei Freunden die Grundzüge des Schachspiels vermittelt. Eine Woche später spielten alle drei besser als ich.
    Ich kann „Spielen“ einfach nicht ernst nehmen und wenn man schon nicht darauf verzichten will: Ist unser eigenes Leben nicht das ganz grosse „Spiel“.

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  3. Ah, okay. Ich war Sonntagnachmittag da, und es hat auch noch genieselt.

    Ich kann mich noch an Ringfeste erinnern, die waren vom Rudolfplatz bis hoch zur Christophstr., daneben wurde der Mediapark noch bespielt, von Klaus Doldinger, Nitin Sawhney und anderen Größen. Tja, so ändern sich die Zeiten.

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  4. Ich habe viele Spiele ausprobiert, Brett- und Kartenspiele, aber dann jeweils nach relativ kurzer Zeit haben sie mich gelangweilt, und als ich den ersten Computer hatte, habe ich Stunden mit Lara Croft verbracht – verdaddelte Lebensenergie, man sollte lieber spazierengehen.
    Das Leben als großes Spiel zu betrachten, ist eine gute Haltung, leider verliert man am Ende aber immer. 😉

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  5. hm… bin ich zu anspruchsvoll geworden, denn mir fehlt zum beitrag ein foto.

    ausserdem spiele ich auch gern.
    monopoli hatte ich als kind nach dem ersten spiel verstanden und danach mehrmals gewonnen. doch reizt mich heute nix mehr, monopoli zu spielen.

    mit karten spiele ich sehr gern… und würfel.
    habe mir selber einmal die „karten gelegt“.
    danach würden gleich 2 männer mit dunklen haaren in mein leben treten.

    das war 1987 und ich warte noch heute… :))

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  6. Du hast hier bei mir Anspruch auf mindestens ein Foto pro Eintrag. Jetzt sind es sogar deren drei. Ich kann sie sehen – versuch’s nochmal.

    Ja, mit Kartenlegen ist das so eine Sache, vielleicht interpretiert man das oft nicht richtig: Der eine mit den dunklen Haaren holt jede Woche Deinen Müll ab, und der andere hat Dir schon mal einen Döner verkauft. Voilà – die Weissagung stimmt. 😉

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  7. Servus!

    Hatte mich seinerzeit auch in Miss Croft verliebt. 😉
    Bin an sich kein Daddler, kam eher durch Zufall zu Tomb Raider.
    Habe zu jener Zeit ziemlich viele PS2-Konsolen quasi aufgepimpt.
    (Mod-Chips eingelötet, damit auch kopierte Spiele liefen.)
    Dazu brauchte ich ein Testspiel. So wurde ich quasi „angefixt“.
    (Von 1-4 gespielt) Teil 3 war meiner Ansicht nach die beste Episode.
    Der Reiz, all die Rätsel zu lösen war immens. (Ich träumte irgendwann
    ständig von Medipacks usw. ;-D Hab auch nie mit Cheats geschummelt.
    Hatte mir letztes Jahr einen PS2-Emulator im Netz besorgt, um mal wieder
    ein bisserl spielen. (Meine PS2 ist irgendwann „abgeraucht“.)
    Damit laufen PS-Spiele-CD’s auch auf dem PC.
    Mit der Grafikauflösung von aktuellen Spielen natürlich nicht zu vergleichen.
    Trotzdem – Miss Croft bleibt unvergessen. 😉

    Gruß aus der guten Stube!

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  8. Ich habe immer geschummelt, fast von Anfang an. Teil 3 habe ich noch angefangen, aber das wurde mir dann echt zu schwierig, ich mußte andauernd einen Freund fragen, wie es denn nun weitergeht.
    Eine PS2-Konsole habe ich mir auch mal gekauft, gebraucht und sehr günstig. Wie sich herausstellte, ist das auch so ein bearbeitetes Exemplar. Allein dieses Steuerpult zu bedienen, dafür braucht man einen extra Führerschein. Ich habe es ziemlich schnell aufgegeben.

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  9. oh, dann wurden bei meinem ersten aufrufen deines beitrag mir die bilder nicht gezeigt, denn jetzt sehe ich drei farbenfrohe fotos.
    danke. 😳

    nach deiner interpretation meiner karten hat sich sicher die weissagung erfüllt, doch dachte ich eher an zwei fürs private daheim. 😉

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  10. Hundert Millionen? Das ist ordentlich. Aber ein Leben reicht dafür kaum, um die Spiele alle zu spielen, oder? Daß Du nebenbei auch noch ins Kino gehen kannst oder auf Konzerte, ist mir allerdings ein Rätsel. 😉

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