Rudolfplatz

Schreck laß nach! – schon wieder einer? Vom Pech verfolgt, diese Familie …

Nein, das ist eine alte Ausgabe, als die Zeitung noch 10 Pfennig kostete. Dieses Ereignis zählt zu meinen frühesten Erinnerungen, wenn mein Gedächtnis mir keinen Streich spielt und mir Bilder vorgaukelt, die ich erst später imaginiert habe: Ich, viereinhalb Jahre alt, war gerade aufgestanden und betrat das Wohnzimmer, wo meine Mutter weinend neben dem Radio hockte, aber versuchte, sich zu fassen, als sie mich sah. Ich fragte, was los ist, und sie sagte: „Kennedy ist tot.“ Ich ahnte, daß das schlimm ist, aber in erster Linie war ich verwirrt: Wieso war meine Mutter traurig darüber, daß einem Mann, den wir nicht weiter kannten, etwas passierte, was ich auch nicht richtig verstand?

0 Antworten zu “Rudolfplatz

  1. Wir Studenten sahen in Kennedy damals einen Hoffnungsträger, wie heute viele Leute sich auch von Obama einen anderen Regierungsstil erhofften, ob er die Erwartungen wirklich hätte erfüllen können, wer weiß das schon.
    Auf alle Fälle hätte sich Jacky nicht an Onassis verkauft.
    🙂

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  2. vom tod kennedys erfuhr ich in der grundschulzeit.
    die damalige grundschulehrerin testete allgemeinbildung von uns kurzen.
    nur kinder aus der mittelschicht hatten davon gehört und wussten, daß kennedy der präsident von amerika war.

    aber ich konnte nix mit der information anfangen, nur was tod bedeutet war mir bewusst.

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  3. Dazu bin ich zu kükig. Sogar für die Mondlandung, *schluchz*
    Mich erschütterte aus irgendeinem Grund der Tod von Elvis, das war ich nicht mal 10 Jahre alt. Ich kramte eine alte Platte meiner Eltern raus und hörte sie mir an. Bei „Fever“ war es um mich geschehen.

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  4. Ja, meine Eltern auch, und die waren alles andere als fortschrittlich. Kennedy war eine Lichtgestalt, von der man alles Mögliche erwartete. Immerhin hat er die Cuba-Krise nicht eskalieren lassen, wie man heute weiß.

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  5. *lach* Doch, doch, mit 10 war ich Fan. Und finde immer noch, daß er eine der erotischsten Stimmen hatte, die es je in der Musikwelt gegeben hat. Einige Songs zählen für mich zu den Top-100 meines Lebens, wie etwa „Heartbreak Hotel“ und „Fever“. D. hat ne MP3-Datei mit ca. 50 Versionen von „Fever“, aber ich finde an die von Elvis reicht keiner heran. Das perfekte Stück, auch durch diese reduzierten Instrumente unglaublich eindringlich.
    Natürlich ist der aufgedunsene Elvis im Paillettenkostüm dann nur noch peinlich.

    Apropos Stimme! Mein Lebtag war mir der Hype um „Frankie Boy“ Sinatra unverständlich, ein A…loch mit einer schwachen Stimme, ein paar ganz nette Songs, aber wenn ich schon irgendwo „New York, New York“ höre, drei Takte reichen, um mich in die Ferne zu treiben…

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  6. Die Stimme von Elvis war mir immer zu knödelig, vom Musikstil mal ganz abgesehen. Mal schauen, ob ich mir „Fever“ irgendwo anhören kann.

    Echt? Gibt’s doch gar nicht: „New York, New York“ finde ich genial. Aber alles andere kann mir auch gestohlen bleiben … „I did it my way“, der Song für schmierige alte Sänger, die sich für unwiderstehlich halten, denen der Schmalz der letzten fünfzig Jahre aus allen Poren tropft.

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  7. ich glaube das nicht wirklich!
    schau dir doch mal an,
    was die andauernd für ein Theater machen,
    selbst bei „geringeren“ Anlässen,
    wenn DAS nun dem Obama passierte,
    oh Mannomann, dann würde das NOCH
    dramatischer überall in allen Medien
    inszeniert!

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  8. Ja, da hast Du recht, zynischer Weise könnte man vermuten, sowas wie jetzt in Boston kommt den Medien gerade recht, da haben sie was, worüber sie wochenlang berichten und spekulieren können. Der Zynismus ist allerdings der der Medien.

    Was ich aber meinte, ist die Wirkung auf den Einzelnen: Fiele Obama einem Attentat zum Opfer, wäre das sicher eine schlimme Sache, aber daß in Deutschland die Bewohner deswegen heulend an den Geräten sitzen würden, halte ich für eher unwahrscheinlich. Oder siehst Du das anders?

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