Heliosstr.

Ich bin ja eher kein Freund von Autos – sie stinken, sind laut und werden oft als Waffen mißbraucht. Aber gepflegte Oldtimer gefallen mir. Spinner-Autos, aber in positivem Sinn: Versponnenheit und Leidenschaft gehören dazu, solche Oldtimer zu restaurieren und in Schuß zu halten, Zeugnisse vergangener Designs und Lebenswelten.

Die Zukunft gehört allerdings eher solchen Gefährten: Ein „Fahrradi Farfalla“. Der „neue ultimative Supersportwagen“, so sein Erbauer Hannes Langeder, sei sogar so schnell, daß er ganz bequem von Fußgängern überholt werden kann.

Ein Blick in den Motorraum – 1/3 PS mit „Human Exhaust System“ und „BUTTERFLY ANTIGRAVITATION MANAGEMENT“: Die Flügeltüren können so eingestellt werden, daß sie bei der Fahrt flattern. Was für Melodien die Hupe spielt, hängt vom Talent des Fahrers ab.

Und hier das Cockpit – so sagt man ja bei den Renn-Boliden. Übrigens: „Boliden“ sahen ursprünglich so aus.

0 Antworten zu “Heliosstr.

  1. Renn-Boliden! Schön über das Wort mal anderswo zu stolpern, als – wie sonst – im Jenalebt-Blog meiner Freundin Villa. Sie und Phillipp sind begeisterte Seifenkisten-Bauer/-fahrer, und zum ersten Start hatte ich es mir auch nicht nehmen lassen, nach Jena zu fahren.

    Der „Fahrradi Farfalla“ ist genial, und dass Fußgänger ihn überholen können (Vorsicht, wenn die Flügeltüren flattern!), macht gar nichts. Das fand ich an großen, imposanten Wagen immer so schön, dass man mit ihnen nicht rasen muss, um Eindruck zu schinden. Man kann ganz souverän dahingleiten und erntet Bewunderung. Als ich noch recht jung war und davon träumte, selbst einen Olttimer zu besitzen, beneidete ich die Engländer um ihren Ersatzteilmarkt, weil Oldtimer dort viel mehr Kultur hatten als bei uns. Und manchmal kaufte ich mir (nur so zum Spinnen und Träumen) ein englisches Magazin, in dem die schönsten Modelle erstaunlich preisgünstig angeboten wurden. Nur an der Instandhaltung wäre man bei uns verarmt.

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  2. Boliden kannte ich bisher nur aus der Formel-1-Sportberichterstattung, wo die Journalisten um Worte ringen und nicht immer die selben Begriffe verwenden wollen. Wenn ich das Wort zukünftig höre, werde ich wahrscheinlich immer mit Vergnügen an diese motorisierten Kutschen ohne Verdeck denken müssen – Michael Schumacher, wie er damit über den Nürburgring tuckert.

    Ich war mal stolzer Besitzer eines Mercedes-Oldtimers – ein Fahrrad mit Ballonreifen, das wirklich sehr gut fuhr. Vorn auf dem Schutzblech war kein Mercedesstern, aber ein andres Abzeichen, sehr edel. Da ich es normal benutzt habe, ist es irgendwann geklaut worden, das war eigentlich klar. Aber trotzdem schade.

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  3. Fahrraddiebstahl scheint heutzutage so normal zu sein wie das Radfahren an sich. Hätte ich ein Fahrrard, wäre ich vermutlich jedes Mal überrascht, wenn es noch da ist. Ich habe mir sagen lassen, dass auch alte, hässliche Räder geklaut werden, aber da ist es dann wenigstens nicht so ärgerlich.

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