Auf der Domplatte

Die Gegend um Dom und Hauptbahnhof ist im Sommer voller Touristen und Einheimischer, die Zeit haben. Das lockt Künstler an, die ein gutes Geschäft machen können, wenn sie gut sind, die Leute geben gern, wenn sie beeindruckt sind, wie von diesen gelenkigen Artisten.

Die Musik ist oft von ganz erstaunlicher Qualität. Laien sind das bestimmt nicht.

Auch dieser junge Mann: Schnell und perfekt spielt er irgendwas von Mozart. Die Dame in Rot im Hintergrund habe ich schon mal gesehen:

Eine „Living Doll“, die eine Flamenco-Tänzerin darstellt: Sobald jemand Geld in die Dose wirft, führt sie für 5 Sekunden einen furiosen Kastagnetten-Tanz auf, bevor sie wieder in dieser Haltung erstarrt. Allein so zu verharren ist eine Kunst.

0 Antworten zu “Auf der Domplatte

  1. ich liebe diese Atmosphäre- wenn man aus den Kölner Haupt-Bahnhof
    herausgeht und über die Domplatte flaniert gibt es immer etwas für
    die Sinne- nicht wie in Mons, wo es heißt:

    nichts sehen- nichts hören- nichts sagen:

    „dat jit et in Kölle net“

    :DD

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  2. In Berlin stehen oft russische Ex-Orchestermusiker am Alex und in den U-Bahn-Stationen, denen zuzuhören ist eine Offenbarung. Einer hat mich mal mit seinem Gesang zu Tränen gehört. Ich bin zu ihm gegangen und hab spasibo gesagt und seine Hand geschüttelt und er erzählte von St. Petersburg und wie sehr er es vermißt.
    Wie das wohl sein muß, erst bist du Orchestermusiker, jahrelang und irgendwann findest du dich in einer zugigen U-Bahn-Station wieder mit offenem Geigenkasten, in dem ein paar Münzen landen.
    Meine Regel in Berlin war damals: Jeder der Musik macht, die mich wirklich anrührt, bekommt was. Teilweise habe ich ganz schön viel Geld verteilt, weil es so viele waren.

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  3. Ja, ich glaube, das Trio oben kommt auch aus einem der ehemaligen Ostblockstaaten.
    Eine Zeitlang spielte hier in der Fußgängerzone ein Musiker Bach auf dem Akkordeon, das war wirklich überwältigend. Leider habe ich ihn nun schon länger nicht mehr gehört.

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  4. In Köln braucht man keine Genehmigung, soviel ich weiß, man darf nur nicht länger als eine halbe Stunde an einer Stelle spielen. Aber Paris z.B., da ist das so, man muß sogar einmal vorspielen und sich dann zusätzlich Tageslizenzen für zugeschriebene Plätze besorgen, was zu mafiösen Entwicklungen führt, da sich Musiker organisieren, sich die besten Plätze sichern und dann weiterverkaufen. Oder so ähnlich, habe ich auch mal im TV gesehen.

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  5. Die Welt ist schlecht!
    Ich finde, es sollte erlaubt sein wo auch immer, so lange sich niemand belästigt fühlt. Und im öffentlichen Raum (U-Bahn etc.) kann das doch nur eine Bereicherung sein.
    Mir fällt gerade der Anfang von „Green card“ ein, der Trommler, erinnerst du dich?

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  6. Das ist genau der! Eine lokale Berühmtheit. (Ich seh aber schon den aufa Domplatte und dann die Ommas: „Nä, dat jeht aber nich, wat der Nejer da für’n Radau macht.“)

    Der Film ist herzzerreißend schön und lustig. Depardieu ist echt gut gewählt dafür. Das „Labyrinth der Wörter“ fand ich auch gut mit ihm.

    Die Trommelszene ist ein sehr ungewöhnlicher Anfang für einen Film, jedenfalls für einen solchen, finde ich. Aber gut.

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