Ostern

Gestern wurden im TV-Morgenmagazin Jugendliche nach der Bedeutung des Osterfestes befragt. Wirklich schlimm, wie ungebildet die Jugend von heute ist: Da sagte doch einer, das sei eine Erfindung aus Amerika! Man faßt sich an den Kopf! Ich hoffe, man hat ihn darüber aufgeklärt, daß er das mit Weihnachten verwechselt. Ostern, das bedeutet: Vier Tage frei, lange ausschlafen, mal die Seele baumeln lassen, sonst nichts. Eine sympathische Fachfrau namens Käßmann sprach im Interview von „innerer Einkehr“, und auch das kann ich nur unterstützen: Muß man immer außen einkehren? Kann man nicht auch mal zu Hause was kochen? Nudeln mit selbst gemachter Tomatenrahmsoße zum Beispiel, das ist nicht schwer, man kann schön viel Koblauch dran tun, da man ja nicht Gefahr läuft, seinen Kollegen mit dem Gestank auf die Nerven zu gehen. Ansonsten empfehle ich: Lange schlafen, lange frühstücken und nach dem Essen ein Nickerchen auf dem Sofa. Und abends gibt es Glühwein, wenn das Wetter so bleibt.

Allen ein frohes, ruhiges Fest!

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0 Antworten zu “Ostern

  1. Oder sich vom Gesichtsausdruck der Hasen (oben) hypnotisieren lassen.
    Gestern sah ich übrigens einen Fuchs auf freiem Feld am helligten Tag. Das sind ja eher scheue dämmerungsaktive Tiere und so meinte D.: „Was treibt der sich denn bei Tag herum?“ Ich (dem Fuchs ins Maul legend): „Ostern ist die schlimmste Zeit, all die Bilder und Plakate, seit Tagen hab ich Appetit auf Hasen! Ich halt es nicht mehr aus!“

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  2. du hast völlig recht, ostern ist ein klasse fest, wetter hin, amerika her, viel besser als der andere kladderadatsch, und die hasenohren harmonieren sehr schön mit den kölner kirchtürmen — allerdings, kleiner hinweis: heute noch nicht osterfest, heute karfreitag 🙂

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  3. Die armen Hasen: Erst der Ärger mit den Eiern, färben und verstecken, und dann auch noch der Fuchs auf der Lauer. Vielleicht liegt’s daran, daß so ein grüner wie oben heute in meine Wohnung kam. Du rätst nicht, was sein hypnotischer Befehl war … jedenfalls: Er schmeckt angenehm nach Pfefferminz.

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  4. Stimmt, das vergeß ich immer, daß man ja Karfreitag gar nicht feiern sondern trauern soll, ein sogenannter „stiller“ Feiertag. Und tatsächlich habe ich lange Zeit keinen Ton von mir gegeben – wer schläft, singt nicht. 😉

    Auf der Domplatte hat es einen Flashmob gegen das Tanzverbot gegeben:

    Blogfreund „Ich bin es“ war da und berichtet aus der ersten Reihe:
    http://mein-koeln.blog.de/2012/04/07/tanzen-freiheit-13435940/

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  5. Nee, das waren die Rammel-Hasen aus good old Europe. Du weißt ja, die Amis sind so prüde, Fruchtbarkeit ist bei denen eine Strafe und vollzieht sich nur aus Versehen. Zu feiern haben die da nchts.

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  6. weiß ich gar nich ob ich das so gut finde — feiertage anderer religionen würde ich auch respektieren, selbst wenn sie mich nicht betreffen —- hm — ich finde, diese kreative protestenergie wäre anderswo besser angebracht —

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  7. Respektieren ist das eine, Verhaltensweisen vorschreiben lassen das andere: Wenn die jungen Leute nun in Kirchen Party machen wollten, wäre ich auch dagegen. Aber wenn es ein gläubiger Christ an Karfreitag okay findet, in die Diskothek zu gehen, es aber gleichzeitig für falsch hält, daß dort auch getanzt wird, ist das doch sehr merkwürdig. Christen machen das ganze Jahr über in ihren Kirchen, was sie für richtig halten: Lauthals singen, Orgel spielen, Weihrauch schnüffeln, Sünden abkanzeln etc. – können sie machen, auch wenn mir das meiste davon nicht gefällt. Daß sie über 40 Prozent der Bevölkerung nun Vorschriften auch außerhalb ihres Hauses machen wollen – liegt in ihrer Natur, ist aber trotzdem nicht richtig, finde ich.
    Aber mal unter uns: Mir geh das auch eher auf die Nerven, diese ständige Feierei, laut sein, Krach machen, als ob das Leben eine einzige Party wäre, wie öde und oberflächlich das ist. Auch ich bin für viel mehr Ruhe – aber aus den richtigen Gründen.

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