Wolkenburg am Mauritiussteinweg, innen

Außen Barock – innen die Architektur der 50er Jahre, allerdings im Design des Fin de siècle, und die Technik, also Beleuchtung, Klimaanlage etc., ist sogar erst ein paar Jahre alt.

Den „Kölner Männer-Gesang-Verein“ (KMGV) gibt es bereits seit 170 Jahren. Namhafte Komponisten haben eigens Stücke für ihn geschrieben: Mendelssohn Bartholdy, Jacques Offenbach, Max Bruch etc. Der Überschuß aus den Einnahmen wurde und wird gespendet, früher viel für den Dombau, aber auch für soziale Projekte. Die Mitglieder selbst verdienen mit den Konzerten kein Geld, im Gegenteil, sie zahlen drauf: Konzertreisen müssen aus eigener Tasche bezahlt werden, und da die schon mal nach Südafrika oder China gehen, kommt da einiges zusammen. Sollte sich ein Mitglied das nicht leisten können: Kein Problem, „man kennt sisch, man hilft sisch“, eine alte kölsche Weisheit, überregional auch als Klüngel bekannt, hier aber mal ohne negative Auswirkungen.

Was in reinen Männerbünden sonst noch passiert, kann man sich denken: Angeben, dreckige Witze reißen, saufen, Geschäfte machen usw. Ob das auch für den KMGV gilt, wissen nur die Mitglieder … Übrigens gab es Zeiten, da konnte man nur durch Beziehung Mitglied werden, heute hat man aber Nachwuchsprobleme, also kann sich jedermann bewerben.

Ein großer Saal, ein mittlerer und zwei kleine können für Veranstaltungen gemietet werden, von großen (Steh-)Empfängen für 1.000 Leute bis hin zu kleinen Feiern für 70 Personen ist alles drin. Auf Wunsch kann man sich auch bekochen lassen, alles eine Frage des Geldes.

Sogar ein Standesbeamter kommt auf Wunsch ins Haus, die Miete allein für die Zeremonie (also ohne Sekt und sonstiges Catering) bis zu 30 Gästen kostet 773,50 Euro. Was der große Saal mit einer voll ausgerichteten Hochzeit kostet, steht nirgends, aber es wird kein Schnäppchen sein – es war schon immer etwas teuerer, das Besondere zu wollen. Tja. Es soll ja Leute geben, die betrachten ihren Hochzeitstag als den schönsten ihres Lebens, bzw. daß er das werden soll …

0 Antworten zu “Wolkenburg am Mauritiussteinweg, innen

  1. Feste in einem solchen Ambiente sind gar nichts für mich, wenn es irgendwie möglich ist, gehe ich ihnen aus dem Weg. Aber wenn es gar nicht anders geht, dann draußen, da gebe ich Dir recht.

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  2. sehr schnucklig diese wolkenburg und einladend vor allem das erste bild — dass das ganze dann auch noch so gemeinschaftssinnig unterhalten wird, lässt die burg gleich noch ein bisschen höher schweben —

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  3. Ja, wenn es guten Dingen nützt, dann sollen die Hochzeiter ruhig blechen, wenn sie hier feiern wollen. Mich würde mal interessieren, wie das Essen da ist, aber dazu müßte mich jemand einladen …

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  4. wir haben die wolkenburg auch mal besichtigt, als wir den passenden ort für unsere hochzeit gesucht haben – von außen fand ich es reizvoll … innen war es mir dann doch ein bißchen zuuuuu ?? förmlich? rüschig? protzig? jedenfalls nicht die art hochzeit, die wir wollten … – und leisten konnten wir es uns auch beileibe nicht. war trotzdem nett, das alles mal gesehen zu haben. und sich die hochzeitsträume anderer leute vorzustellen.

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  5. Kann ich nachvollziehen, das würde mir genau so gehen, ich würde mich wahrscheinlich nichtmal wohlfühlen in dieser schnieken Atmosphäre, wenn Freunde von mir da heiraten würden. Aber es gibt ja Leute, die wollen, daß man von ihrer Hochzeit noch nach 30 Jahren mit Ehrfurcht spricht (warum auch immer ;)), und für die ist das wohl genau das Richtige. Ist das eigentlich noch so, daß der Vater der Braut für die Hochzeit aufkommen muß? Bei meiner ältesten Schwester war das noch so, allerdings ist das fast 40 Jahre her.

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