Breite Str.

Wo viele Menschen leben, da gibt es natürlich auch viele merkwürdige Leute. Neulich in der Straßenbahn saß hinter mir ein noch ganz junger Mann, der heftig und mit steigender Lautstärke mit jemandem diskutierte, der nicht da war. Inzwischen denke ich meist bei vermeintlich Selbstgespräche führenden Mitbürgern, daß sie telefonieren, war hier aber nicht so. Manchmal läuft einem ein laut schimpfender Mann über den Weg, oder eine furchtbar wütende Frauen schreit den Himmel an, während sie ihre Einkäufe nach Hause trägt, etc.

An das Fußgängerzonenplakat oben hat jemand einen DIN-A4-Zettel mit kryptischen Informationen geklebt. Kann sich jemand einen Reim darauf machen?

0 Antworten zu “Breite Str.

  1. Wow… ganz klar die Weltenformel! Und Dürrenmatt behauptete, Möbius hätte sie vernichtet. Dabei war er sogar so schlau, die Kunst mit einzubeziehen, wie unschwer zu erkennen ist. Daran sind vermutlich Heisenbergs Versuche gescheitert. Hoffentlich findet die Anstaltsleiterin (kein Plan mehr, wie die geheißen hat) diese geniale Neuauflage nicht. 😉

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  2. Hätte ich sofort abgemacht und in mein Journal geklebt. Vielleicht ist das auch ein „shouting on paper“, obwohl es sieht eher aus, wie einer der mit sich selber diskutiert.

    Ich kenne das, was du beschreibst, aus Berlin sehr gut. Gott, was für Gestalten.
    Ein Typ sagte mal in der S-Bahn ununterbrochen „die alte F…ze, die alte F….ze“ wie ein völlig hirnverbranntes Mantra und knetete dazu die ganze Zeit etwas in seiner Hose. Ächäm, ich hoffe nur seinen Schlüsselbund.

    In solchen Städten fällt einer mit Tourette kaum noch auf.

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  3. Wieso bin ich nicht gleich darauf gekommen! Ganz klar: Durch „Terror“ und „Hass“ und andere Wirren zum „Lauschangriff“ auf die alles entscheidende Frage: „Furzt sie?“, wovon ganz viele Pfeile zur „Ehe“ führen. Der Zusammenhang ist offenbar. Fräulein von Zahnd kann einpacken.

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  4. Genial. Wahrscheinlich wollten sie ihn der Verkäuferin über den Thresen reichen mit den Worten: „Packen sie schon mal alles ein und sagen uns Bescheid, wenn Sie fertig sind. Wir spielen inzwischen ein bißchen mit den Sachen hier.“ Wenn das geklappt hätte, würde die Verkäuferin heute noch grübeln.

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  5. Unsinn, das ist ein Songtext. Heute ist man da sehr reduziert, damit es leichter zu rappen ist. Für Tourette zu harmlos, das wäre mehr fuck-lastig.
    Vielleicht isses auch die Formel für’s Beamen und wir Idioten und Ignoranten lachen drüber. Das haben wir jetzt davon.

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  6. Ganz klar: Du hast recht. 50 Pfennig, oder wie heißt der. Das Gesicht rechts oben ist sein Spickzettel, was für ein Gesicht er ziehen soll beim Vortrag. Und jetzt erklärt sich auch das häufige Vorkommen des Ypsilons: Yeah yeah yeah!
    Beamen glaube ich nicht, ich habe das mal geräppt und bin immer noch hier.

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  7. Jetzt im Ernst, ich finde das „Dingen“- ja was ist es nun, Notizen, Gedankenspiele, skizzierte Gedankenflucht, oder einfach nur zu Papier gebrachte gequirrlte Scheiße- jedenfalls ich finde es hundsrattengeil. Ein unglaublicher Mischmasch von Gefühlen und Assoziationen und Gegebenheiten, das „Dingen“ wirkt wie ein gezeichneter Roman.
    Da hat ein Schüler, ja es wirkt männlich, den ganzen Vormittag in den Unterrichtsstunden sein Kriggelpensum auf einer Seite komprimiert. Toll.
    🙂

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  8. Aber ob ein Schüler auf den Gedanken käme, daß die Öffentlichkeit davon Kenntnis nehmen muß? Ich tippe eher auf einen verwirrten Geist … aber faszinierend ist es irgendwie, da hast Du recht, man kann lange darüber brüten.

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