Elisabeth-Treskow-Platz

Dieses Haus direkt am Rhein hat, zumindest im Erdgeschoß, meterdicke und bombensichere Wände. 1891 wurde es eingeschossig als Bastion gegen mögliche Feinde gebaut, die vorhatten, sich der Stadt über den Fluß in böser Absicht zu nähern. Im Norden der Stadt gab es ein entsprechendes Gebäude. 1937 wollte die Wasserschutzpolizei das Gebäude beziehen und stockte es um zwei Etagen auf. 61 Jahre später ließ sich das Goldschmiedpaar Schlabohm & Mertens auf das Abenteuer ein, das Haus zu bewohnen – auf der einen Seite der Rhein, auf der anderen nur alte ruinöse Lagerhallen, und kein Anschluß an die Kanalisation. Inzwischen ist die Gegend eine der exklusivsten Kölns: Der neu ausgebaute Rheinauhafen mit seinen Luxuswohnungen. All die lauten Bautätigkeiten über Jahre direkt in der Nachbarschaft, das muß furchtbar gewesen sein. Aber nun ist alles gut. Am Wochenende verkauft man Bioeis und guten Kaffee und bessert so das Haushaltsgeld auf.

Und die Polizei läßt sich in alter Verbundenheit auch noch ab und zu blicken, das ist nett.

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