Ehrenfeldgürtel

Das Café Franck gibt es schon seit 1938, seit 2004 mit neuen Pächtern, die die alte Tradition mit kleinen Neuerungen aber weiterführen, zum Beipiel gibt es manchmal Lesungen oder Kleinkunst.

Die Möbel sind aus den 50ern und 70ern – jedenfalls sehen sie so aus. Aus dem alten Automaten kann man für 2 Euro Kreide, Knetgummi oder Plastiktiere ziehen.

Sehr gemütlich hier. Warme Küche gibt es nicht, aber Kuchen, der lecker aussieht (es war zu spät, ihn zu probieren). Wenn er so gut ist wie Kakao und Kaffee, lohnt ein Besuch unbedingt. Wochentags schließt das Café bereits um 19 Uhr, freitags und samstags allerdings wandelt es sich dann zu einer Lounge: Die Fenster werden abgedunkelt, das Licht gedimmt, die Diskokugel streut atmosphärische Lichtflecken, und es dudelt Lounge-Musik. Wer will, kann Cocktails bestellen. Das stört alles nicht weiter, aber wir sind dann doch lieber nach Hause gegangen. Aber wir kommen wieder – bestimmt.

0 Antworten zu “Ehrenfeldgürtel

  1. Oh wie genial… pure Gemütlichkeit.
    Ich stelle immer wieder fest, dass ich eher zu diese Art der Lokalität tendiere…
    und wohl nicht der „Yuppie-Generation“ angehöre… die in klinisch toten aber stylisch schicken Orten Ihre After-Work Partys feiern. 😉

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  2. Kann sogar sein, daß da welche liegen, so genau habe ich nicht hingesehen. In anderen Cafés, bei denen ich es sicher weiß, gibt es ja die sogenannten Lesemappen, Zeitschriften (auch aktuelle), die der Café-Betreiber mieten und auslegen kann. Sehr schön, wenn man tagsüber Zeit hat, zu Milchkaffee und Kuchen am Caféfenster Spiegel und Stern durchzublättern.

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  3. Ja, geht mir auch so. Ich bin immer froh, wenn ich solche Läden finde: Allein die Sessel sind so gemütlich, daß man gar nicht wieder aufstehen möchte. Und die Atmosphäre ist absolut reläxt – so soll es sein. Sollen sich die Schickimickies in ihren Chromläden den Hintern wund sitzen. 😉

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  4. Tja, da irrt wohl auch Leo, denn ich bewege mich nun seit Sommer 09 in Kreisen der Journal-Artists und weiß schon, wovon ich da rede.
    Nein mit Journals auslegen, meinte ich, leere Bücher auslegen und Leute das gestalten lassen. Allerdings niemals in D, die schreiben da nur Fäkalkram rein. 😉

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  5. Nein nein, Leo irrt nicht. Ein Mißverständnis aufgrund von Mehrfachbedeutung: Journal in seiner ursprünglichen Bedeutung bezieht sich auf den Tag, und in diesem Bezugsrahmen hast Du auch recht. Journal und Magazine wird aber inzwischen auch synonym gebraucht. In der Zeitschriftendatenbank recherchiert, tragen über 22 Tausend Zeitschriften den Begriff Journal allein im Titel. Aber egal.
    Glaube ich auch, daß man hier nichts damit anfangen kann – Kinder vielleicht am ehesten. Dann lohnt es sich auch, Buntstifte in den Automaten zu legen.

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