Urlaub in Polen: Wroclaw (Breslau)

Der zentrale Platz in Breslau – nach dem in Krakau der zweitgrößte Europas – wird „Ring“ genannt, da seine Mitte mit Rathaus und einem durch Passagen durchbrochenen Häuserblock bebaut ist.

Das gotische Rathaus hat den Kampf um Breslau im 2. WK unbeschadet überstanden, was man vom Rest allerdings nicht sagen kann.

Aber ganz offensichtlich hat man sich viel Mühe gegeben, das alte Gesicht des Platzes wieder herzustellen, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, daß die Häuser früher auch so bunt angemalt waren.

Als wir da waren, wurde gerade irgendetwas gefeiert – auf der Bühne gab es ein ambitioniertes Jazz-Musik-Programm, überall standen Bierbuden mit Biersorten aus ganz Europa (puuh – kaum zu schaffen), tagsüber wurden auch regionaler Käse und andere Speziealitäten angeboten.

Auf großen Tafeln wurde dokumentiert, wie sehr Breslau sich in den letzten 20 Jahren verändert hat – vielleicht wurde ja die neue Freiheit nach dem Fall des Eisernen Vorhangs gefeiert?

Dieser bedeutende Herr mit einer Schreibfeder in der Hand trägt jedenfalls eine Schmetterlings-Fliege, die ein Emblem für irgendetwas ist, denn man sieht das Zeichen überall – was es nur sein kann?

Ringsherum befindet sich eine Gaststätte neben der anderen – alle relativ gut besucht, die meisten glücklicherweise mit dreisprachigen Speisekarten. Deutsch wird hier noch viel gesprochen. Man kann man sich ruhig das teuerste Lokal aussuchen, denn Polen ist für deutsche Urlauber recht günstig.

Wo die Konkurrenz groß ist, muß man zu auffälligen Mitteln greifen, um auf sich aufmerksam zu machen. Mir tut nur der gute Mann leid, der bei knapp 30 Grad in diesem Kostüm herumlaufen muß.

Abends gibt’s Live-Musik von kleinen mobilen Kapellen, die von Terrasse zu Terrasse gehen, um ein paar Stücke zu spielen, und auch Feuerschlucker versuchen ihr Glück.

Eine riesige Brunnenanlage aus Glas, Stein und Stahl ziert den Platz – abends sieht es ganz hübsch aus.

Fortsetzung folgt.

0 Antworten zu “Urlaub in Polen: Wroclaw (Breslau)

  1. Tolle Altstadt.
    Ich bin immer wieder froh, wenn sich die Mühe gemacht wurde… zerstörtes möglichst originalgetreu wieder aufzubauen.
    Ich glaube, über die „Bausünden“ hatten wir schon einmal „philosophiert“. 😉

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