Neumarkt

Der Neumarkt, von dem man hier ungefähr ein Drittel sieht, ist das „Herz“ von Köln. Es gibt ihn ungefähr seit 1000 Jahren, er ist immer noch der größte Platz der Stadt. Die Ost-West- und Nord-Süd-Ubahnen kreuzen sich hier, an einer Ecke beginnt die weitläufige Fußgängerzone, die sich bis zum Dom hinzieht. Früher war er Viehmarkt, Aufmarsch- und Schützenplatz, heute dient er verschiedenen Märkten: Bier-, Wein-, Trödel- und Weihnachtsmarkt finden hier regelmäßig statt, im Sommer gastiert hier oft der Zirkus Roncalli, und ab und zu wird mal eine Musikbühne aufgebaut.

Vor ein paar Jahren hat der Architekt Albert Speer (Junior) für die Kölner Innenstadt einen Masterplan zur Verbesserung der Stadtarchitektur vorgelegt. Der Masterplan sieht vor, den bis jetzt verkehrsumtosten Neumarkt an einer Seite zu schließen und so der Fußgängerzone anzugliedern, dafür müssen aber auf der anderen Seite die Fahrbahnen ausgebaut werden – was jedoch bedeutet, daß zig von den alten Platanen gefällt werden müssen. Keine schöne Vorstellung, die Atmosphäre des Platzes wäre für lange Zeit vollständig zerstört. Glücklicherweise hat man die Durchführung des Plans erstmal auf die lange Bank geschoben, ich vermute mal, man hat einfach kein Geld dafür.

Im Doppeldeckerbus kann man Karten für irgendwelche saisonalen Veranstaltungen kaufen, ich habe vergessen, für welche.

0 Antworten zu “Neumarkt

  1. Da ist was dran. Aber ich könnte mir das sehr gut vorstellen, wenn man nur die Bäume stehen lassen würde: Die nördliche Umgehung wird dicht gemacht für den Autoverkehr, meinetwegen kann dann Starbucks und andere Gastronomie die Tische dorthin stellen, und das Inselhafte bleibt durch den Baumbestand trotzdem bestehen.

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  2. Nüchtern ist er auch, er lädt nicht zum Verweilen ein, ein paar Bänke gibt es nur an der Straßenbahnhaltestelle. Aber außer ein paar Penner würde auch niemand hier bleiben wollen, um seinen Gedanken nachzuhängen oder vielleicht, um ein Buch im Freien zu lesen, dafür ist einfach zuviel Straßenverkehr und Menschengewusel drumherum. Aber wenn im Sommer die Bäume voll belaubt sind und Schall schlucken und kleine Spezialitäten-Buden und Verkaufsstände aufgebaut sind, etwa beim Bier- oder Weinfest, dann ist es ganz gemütlich. Eine Anbindung an die Fußgängerzone würde den Platz vielleicht wirklich beleben.
    So ein großer Platz ist wirklich schwer zu fotografieren, nicht umsonst thematisiere ich ihn erst jetzt. Ich werde es im Sommer nochmal versuchen, um ihm gerecht zu werden.

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  3. Und dann? Wolang fahren die Autos, die von der Deutzer Brücke kommen? Ich wäre ja dafür, die ganze Innenstadt innerhalb der Ringe für Autos zu sperren – aus den vielen Parkhäusern machen wir dann Wohnungen. 😉 Videbitis for Bürgermeister!

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