Rheinkassel/Merkenich, 2

Rheinkassel ist wirklich klein: Direkt am Rhein gelegen, inmitten von Feldern, mit gut ausgebauten Fahrrad- und Wanderwegen entlang des Flusses …

… und am zentralen Platz eine kleine romanische Kirche aus dem 10. Jahrhundert, St. Amandus.

In der Kirche hängt überraschenderweise ein expressionistisch wirkendes Bild.

Häuser gibt es auch, schließlich gibt es hier über Tausend Einwohner, aber – die Rheinkasseler mögen mir verzeihen – alles langweilige zweistöckige Ein-, Zwei- oder Dreifamilienhäuser mit Garten, die zu fotografieren mir nicht in den Sinn gekommen ist.

0 Antworten zu “Rheinkassel/Merkenich, 2

  1. Rättätätääää, deine Fotos sind zum Niederbrechen gut!
    Wegen der Häuserzeilen und deiner verträumten Beschreibung des Städtchens musste ich gestern nachfragen, wie es dort denn aussieht.
    Der Vergleich, wie es früher und jetzt aussieht ist schlichtweg genial. Bitte gibst du außerdem deinen Lesern eine Empfehlung ab, man solle die Homepage besuchen. Ich habe selten so etwas schön Geschmackloses erlebt. Schade, man könnte während der Countdown läuft noch den Schützenverein virtuell die Startseite queren lassen. Ich liebe es! Endlich keine auf Zwang schön getrimmte Seite, sondern ehrlich hässlich, so wie die Häuserzeilen.
    Auch die versetzten Grenzbalken, wo man im seitlichen Wechselschritt zum Kirchgang hüpft sind irgendwie einzigartig. Das Städtchen merk ich mir!

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  2. Das Bild ist ja grauenvoll. Was ist denn das für ein seltsamer Dolch, den Maria da trägt? Bei so einem Bild muß man sich nicht wundern, wenn der Ort so ist. Oder umgekehrt, bei so einem Ort wundert einen das Bild dann ja auch nicht mehr.

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  3. Danke, hättest du nicht insistiert …
    Für den Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ braucht man nicht viel zu machen :>>
    Aber ehrlicherweise muß ich zugeben: Der Fotograf hat ein seltenes Talent, ganz so schlimm ist es in Wirklichkeit gar nicht.

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  4. Quelle surprise – mir gefällt es sehr gut. Eine Pietà, man sieht: Dieser Mann hat wirklich gelitten. Das Bild hängt in einer Kirche, versinnbildlicht aber nicht nur einen der zentralen Aussagen des Christentums (er hat für uns gelitten und ist für die Vergebung unserer Sünden gestorben – irgendwie unlogisch, diese Konstruktion), sondern zugleich die Kritik an ihm: Was ist das für eine Religion, die einen solchen Frevel verherrlicht, diese Gewalt, die indirekt ein Vater seinem Sohn antut?

    Der Dolch ist geheimnisvoll, habe ich noch bei keiner Pietà gesehen. Vielleicht soll er bedeuten: Der Tod des Sohnes ist für die Mutter wie ein Dolchstoß in die Brust.

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  5. Ja strange enough, wir stimmen nicht überein. Naja, soll es geben, ich finde das Bild ja auch von der Aussage ok, obwohl auch ich das Leiden und vor allem diese Betonung „für uns gestorben“ („Von mia aus, hätt der Heiland ruhisch noch wat am Leben bleim könn‘, nä!“) etwas befremdlich finde. Aber rein von der Malart her, nein, not my cup of tea.
    Dolch- da könntest du recht haben. Aber er sieht so aus, als hinge er etwas unelegant im Gewand fest.

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  6. Diese Gefühle des Schmerzes hat man damals nicht so umgesetzt. Ich überlege mir gerade wo in der Kirchengeschichte ein Dolch eingesetzt wurde. Ich habe mich schon deppert gesucht und nichts gefunden. Ich kann mir nur vorstellen, dass der Dolch die Sünde darstellen könnte?

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  7. Ich sehe den Dolch auch zwischen den beiden schweben. So wie ein Heiligenschein, schwebt der Dolch als Sünde. Also ich habe keine Ahnung. Kann mich nur erinnern, dass man Jesus einen Schnitt verpasste, damit die ganzen Körperflüssigkeiten, die während der Totenstarre dann auftreten austreten können. Mahlzeit, das ist ein Gesprächsthema.
    Wir werden den Dolch im Gedächtnis behalten und ggf nachrecherchieren.
    Übrigens finde ich Maria hier selten hässlich abgebildet. Ihr Gesicht sieht sehr männlich aus.

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  8. Ja, aber das war eine Lanze. Bei den sogenannten Arma Christi ist kein Dolch. Vielleicht hat er nur diesn einzigen Zweck: Man soll das Bild lange in der Erinnerung behalten – der Künstler hätte auch einen Föhn hineinmalen können zu diesem Zweck, aber ein Dolch ist irgendwie passender.
    Die expressionistischen Maler (z.B. die der „Brücke“) haben sehr oft und mit voller Absicht keine schönen Menschen in ihren Bildern.

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  9. Vielleicht war der Maler auch früher Bürgermeister von Rheinkassel und hat einfach nur in der Freizeit ein Bild gemalt und eigentlich keine Ahnung von irgendwas.

    Fixlaudon, jetzt schicken wir dich schon durch die Welt und du fragst nicht einmal, was der Dolch da in dem Bild soll. 😉

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