Die Gebeine der Heiligen Drei Könige sollen nicht echt sein? Pah! Die 11.000 Jungfrauen, die die heilige Ursula begleitet haben sollen, waren in Wirklichkeit nur 11, also nicht mehr, als Personen im Elferrat sitzen oder eine Fußballmannschaft bilden? Und wenn schon! Die wahren Wunder finden im Kölner Alltag statt: Hunde, die lesen können! – die gibt’s sonst nirgends! Ob sie sich auch an die Aufforderung halten, steht auf einem anderen Blatt.
Schlagwort: Köln
Jülicher Str.
Änderungsschneidereien gibt es sehr viele in der Stadt, meist werden sie von Türken betrieben. Es braucht nicht viel dafür, ein kleines Ladenlokal und die entsprechende Ausrüstung. Das Know-How ist allerdings sehr unterschiedlich. Ich habe mir mal eine Hose abnähen lassen, die schon nach zwei Monaten wieder aufgegangen ist. Es ist ratsam, sich umzuhören, wer schon mal gute Erfahrungen gemacht hat, dann kann die Taille ruhig zunehmen.
Hauptbahnhof
Wenn man in der Woche keine Zeit hat, sich darum zu kümmern, was frau diesen Sommer so trägt, kann man sich auch am Sonntag im Hauptbahnhof orientieren: Neben einem Supermarkt, einem Buchladen und einer Unzahl von gastronomischen Betrieben gibt es auch Boutiquen, wo man sich nach der neuesten Mode einkleiden kann.
Gereonswall
Böse Leute behaupten, das sei ein Jugendfoto des deutschen Torhüters, der wäre so unbeliebt gewesen, daß keiner freiwillig auf sein Tor schießen wollte, lieber schossen die gegnerischen Spieler aufs eigene Tor. Folglich blieb er immer torlos, und dieser vermeintliche „Erfolg“ sei den Verantwortlichen zu Ohren gekommen, die die Hintergründe nicht kannten und daher so begeistert gewesen seien, daß sie ihn zum Nationaltorhüter machten. Sehr böse Leute.
Köln-Arena
Die vor zehn Jahren errichtete Köln-Arena heißt seit dem 1.06.08 ‚Lanxess-Arena‘ und trägt damit den Namen einer Chemiefabrik aus Leverkusen, der Spitzname ‚Henkelmännchen‘ wegen des weithin sichtbaren Bogens (höchter Punkt: 76 Meter)ist allerdings geblieben. Die Arena liegt im rechtsrheinischen Deutz und ist daher verhältnismäßig zentral. Sie bietet je nach Bestuhlung zwischen 7.000 und 20.000 Besuchern Platz.
Ich war einmal bei einer Veranstaltung mit irischer Musik- und Tanzvorführung, und wenn ich die Karte nicht geschenkt bekommen hätte, hätte ich mich geärgert: Die Halle ist dermaßen groß, ohne Feldstecher konnte man nur erahnen, wo sich das Geschehen abspielte, und wenn nicht ein paar Videoleinwände aufgestellt gewesen wären, hätte man kaum etwas mitgekriegt, von der absolut miserablen Akustik ganz zu schweigen. Der Bau ist schon imposant, vom Besuch einer Musikveranstaltung jedoch kann ich nur abraten.
Kreuzung Hansaring / Am Kümpchenshof
Man sieht ein weiteres Beispiel aus der Reihe „Kölns beste Plätze“ von den Scherzbolden aus dem Kölner Fremdenverkehrsdezernat – zwei vierspurige Straßen kreuzen sich. Super. Ob man schon Ansichtskarten hat drucken lassen? Ich stelle mein Foto gern zur Verfügung.
Luxemburger Str.
Noch herrscht bei Kaffee und Kuchen normaler Sonntagnachmittagsbetrieb im Eckstein, aber, wenn man genau hinsieht, die Flachbildschirme sind schon aufgestellt.
Die deutsche Mannschaft hat gut gespielt und verdient gewonnen, im B-fly läuft noch die Nachberichterstattung (im Fernsehen analysiert man sich um Kopf und Kragen), alle könnten zufrieden nach Hause gehen. Aber nein, eine solche Gelegenheit sollte man sich nicht entgehen lassen: Hupende Autocorsi durchziehen die Stadt, das Studentenviertel ist wieder halb abgeriegelt, damit sich die ausgelassenen Betrunkenen und der Verkehr nicht in die Quere kommen.
Beethovenpark
Manchmal ist das Wetter nicht ganz so, wie die Vorhersage verspricht, es ist diesig und kühler als erwartet, aber wenigstens regnet es nicht. Die lang geplante Feier kann also stattfinden, optimistisch werden die ersten Bänke aufgebaut, der Kartoffelsalat ist in Anmarsch – alle die Daumen drücken, daß das Wetter nicht schlechter wird.