Alle wollen möglichst alt werden, aber keiner will alt sein, lautet ein bekannter Spruch. Das liegt vielleicht daran, daß mit zunehmendem Alter immer öfter einzelne Körperteile oder Organe offensichtlich der Meinung sind, sie hätten nun genug getan, und es sei an der Zeit, so langsam mit der Arbeit aufzuhören. Zum Beispiel die Augen: Als ich neulich beim Optiker war, um mir neue Brillengläser machen zu lassen, sagte mir der Fachmann, er könne da nicht mehr viel machen, für Grauen Star sei der Augenarzt zuständig. Ich dachte, er macht einen Scherz, aber zu meinem Schrecken meinte er es ernst. Der Graue Star ist eine zunehmende Eintrübung der Augenlinse, wenn man der KI trauen kann, erkranken jährlich bis zu 800.000 Menschen allein in Deutschland daran – bei den über 65-jährigen über 90 Prozent.
Wenn der Graue Star nicht behandelt wird, verschlechtert sich die Sehkraft immer mehr und kann schließlich zur völligen Erblindung führen. Glücklicherweise ist er relativ leicht behandelbar: In einer ambulanten Operation wird die alte Linse entnommen und durch eine neue Kunststofflinse ersetzt. Der Vorgang ist schmerzfrei und dauert ungefähr eine Viertelstunde, nach sechs bis acht Wochen ist in der Regel alles wieder verheilt, man kann sich neue Brillengläser anpassen lassen – voilà, alles wieder gut, ein Hoch auf die moderne Medizin! Ein Zahnwurzelbehandlung ist vermutlich schlimmer.
Und das Schönste dabei ist: Alles zahlt die Krankenkasse, auch Rentner und Rentnerinnen mit nur geringem Einkommen brauchen auf ein funktionierendes Augenlicht nicht zu verzichten. Allerdings zahlt die Kasse nur die günstigste Art der Kunststofflinsen. Augenärzte habe nämlich eine breite Palette an Linsen im Angebot: Es gibt welche mit zusätzlichem Blaufilter und solche, die so zurechtgeschliffen werden können, daß man hinterher keine Brille mehr braucht, sogenannte Multifokallinsen. Schöne Sache vielleicht, aber die Mehrkosten von bis zu 2.000 Euro pro Linse muß man dann aus eigener Tasche bezahlen. Augenärzte nennen solche Linsen gerne Premiumlinsen, im Unterschied zur sogenannten Standardlinse, die von der Kasse übernommen wird.
Nun gibt es auch bei der Standardlinse zwei Modelle. Das ältere ist die sphärische Linse, die den Nachteil hat, daß durch ihre exakt kugelförmige Krümmung leicht Unschärfen und Kontrastverluste entstehen können. Das neuere Modell ist die asphärische Linse, die diese Nachteile zum größten Teil ausgleicht. Früher war sie in der Anschaffung teurer als ihr Vorgängermodell, aber inzwischen kosten beide Linsen ungefähr gleich viel, vermutlich, weil die asphärische Linse sich weltweit als Standard durchgesetzt hat.
Weltweit? Nein, nicht ganz. Es gibt ein kleines Land, im Herzen Europas, kaum zu glauben, es handelt sich um die drittreichste Industrienation auf der Erde, in der die bessere der beiden Grundmodelle von vielen Augenärzten nicht als Standardmodell angeboten wird. Die Rede ist von Deutschland. Viele Augenarztpraxen – besonders die, die zu einer Kette gehören, was man ihnen aber nicht unbedingt ansieht, aber auch inhabergeführte Praxen – bieten immer noch die sphärische (also schlechtere) Linse als Standardlinse an. Warum machen die das, die Kosten für beide Linsenarten sind ungefähr gleich und werden von den Kassen übernommen, die Arbeit ist die gleiche – es scheint keinen vernünftigen Grund zu geben, den Patienten eine schlechtere Versorgung anzubieten als es möglich ist? Ganz einfach: Die Augenärzte bauen auf das Unwissen ihrer Patienten und bieten ihnen die asphärische (also bessere) Linse als Premiumlinse an, mit zusätzlichen Kosten zwischen 300 und 500 Euro pro Linse, die der Patient bezahlen soll. Und das, wie gesagt, obwohl dem Augenarzt selbst gar keine höheren Kosten entstehen.
Wie nennt man das? In dem NDR-Beitrag, in dem diese Machenschaften kürzlich aufgedeckt wurden, spricht man von dreister Abzocke. Sogar in den Hauptnachrichten wurde darüber berichtet, und kurz griffen auch andere Medien das Thema auf. Die Augenärzte reagieren auf diese Enthüllungen mit Scham und Entschuldigungen und dem Versprechen, ihr zynisches, unehrenhaftes und ethisch verwerfliches Treiben zukünftig zu unterlassen. Natürlich nicht! Die Augenärzte sitzen das einfach aus und hoffen darauf, das viele Patienten die Berichterstattung nicht mitgekriegt haben, damit sie sie weiter ausplündern können. Ich habe es selbst erfahren.
Zwischen dem ersten Termin bei meinem Augenarzt und dem zweiten zur Besprechung der Operation lagen vier Wochen. Zufällig wurde in dieser Zeit die NDR-Enthüllung gezeigt. Da auf der Homepage meines Augenarztes nicht darüber aufgeklärt wird, welche Linse er als Standardlinse verwendet, fragte ich danach in einer Email, und erhielt die Antwort: „Bei uns stehen ausschließlich die medizinische Qualität, die individuelle Eignung und die Sinnhaftigkeit der Operation im Vordergrund. Asphärische Linsen sind heute ein etablierter Standard und werden von uns nicht als ‚Premiumlinse‘ im Sinne einer besonderen kostenpflichtigen Zusatzleistung dargestellt.“ Prima, dachte ich, da bin ich ja durch Zufall genau bei den richtigen Leuten gelandet. Weit gefehlt: Was hier tatsächlich im Vordergrund steht, ist nicht das Wohl von Patienten, sondern die Maximierung des Profits der Praxisbetreiber. Als ich zwei Wochen später zwei Augenärzten gegenüber saß, wunderten die sich, als ich ihnen sagte, daß ich keine Speziallinsen wolle sondern mit den asphärischen völlig zufrieden sei: Selbstverständlich müsse ich bei asphärischen Linsen bei ihnen auch zuzahlen, 400 Euro pro Linse, „bei UNS ist die sphärische Linse die Standardlinse!“ Wir haben dann noch ein Zeitlang darüber diskutiert, aber das bringt natürlich nichts, die wollen auf das zusätzliche Geld der Patienten nicht verzichten, und ich will es ihnen nicht geben, also bin ich wieder gegangen.
Jährlich brauchen 800.000 Menschen solche Linsen, also 1.600.000 für beide Augen, multipliziert mit 400 Euro ergibt das 640 Millionen Euro im Jahr. Ein schöner Nebenverdienst, für den die beteiligten Augenärzte nichts zusätzlich machen müssen.
Aber man ist auf diese Augenärzte nicht angewiesen, es gibt auch andere, die die besseren, asphärischen Linsen verarbeiten, es ist bloß immens schwer, sie zu finden. In dem NDR-Bericht wird darauf hingewiesen, daß in öffentlichen Augenkliniken, also denen, die Krankenhäusern oder Unikliniken angegliedert sind, in der Regel asphärische Linsen als Standardlinsen gelten, ohne jede Zuzahlung. Die Krankenkassen akzeptieren das selbstverständlich, ich habe bei meiner selbst nachgefragt: Da, wie gesagt, beide Linsenarten gleichviel kosten, wünschen die Kassen ihren Mitgliedern natürlich nur das Beste.
Hier der Bericht vom NDR, er ist nicht lang:
Das ist eine wichtige Information für alle, bei denen der Graue Star sich gemeldet hat. Habe diesen bei mir (beide Augen) in einer Uni-Klinik operieren lassen, wo die asphärischen Linsen ohne Eigenanteil eingesetzt wurden. Tatsächlich konnte ich danach so gut sehen wie lange nicht mehr. Brille nur noch zum Lesen, und auch das funktionierte ohne Brille, wenn ich nicht zu lange las oder der Text besonders kleingedruckt war. Jetzt hat sich rechts auf der Netzhaut ein Bläschen gebildet – operabel nur in Vollnarkose, und ich sehe zwar schlechter, aber solange es nicht schlimmer wird, raten die Augenärzte (habe mir eine Zweitmeinung eingeholt) von einer OP ab. Ich denke, es ist einfach der Preis dafür, dass wir länger leben als von der Natur vorgesehen.
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Genau, habe ich auch gedacht, die Enthüllungen müssen unter möglichst viele Leute, damit sie gar nicht erst hingehen zu diesen Halsabschneidern. Aber angesichts der Tatsache, daß die Ärzte überhaupt nicht reagieren auf die Vorwürfe, ich habe jedenfalls nichts gefunden, befürchte ich, daß sie einfach nur stillhalten und das ganze mit einem müden Lächeln hinnehmen. In ein paar Wochen, so ihre Kalkulation, redet kein Mensch mehr darüber, das Ganze gerät in Vergessenheit, und sie können so weiter machen wie bisher. Nun kommen ja die ganzen geburtenstarken Jahrgänge ins beste Grauer-Star-Alter, da reiben sie sich schon die Hände und überlegen schonmal, welches Luxusauto sie sich davon kaufen können.
Das hört sich nicht gut an mit Deiner Netzhaut, ich drücke Dir die Daumen, daß es nicht schlimmer wird.
Ja, früher habe ich nachsichtig gelächelt, wenn alte Leute über nichts als ihre Krankheiten redeten, sobald sie zusammenkamen. Das Lächeln ist mir vergangen, es gibt Tage, da rede ich selbst über nichts anderes.;-)
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Danke für ’s Daumendrücken. Ich lasse das jetzt in Abständen kontrollieren. Das Problem soll immer häufiger auftreten, und so lange ich mehr Rollatoren als Blindenhunden begegne, hält sich meine Panik diesbezüglich in Grenzen. 😉
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Es ist schon einige Jahre her, seitdem ich meine letzten schriftlichen Spuren auf diesem Blog hinterlassen habe. Vielleicht war dies noch zu Zeiten von blog.de oder später? Jedenfalls habe ich noch ein Benachrichtigungs-Abo für diesen Blog und lese gerne hier die wohlformulierten und professionell bebilderten Blogbeiträge. Nachdem ich nun eine Benachrichtigung über diesen Beitrag erhielt, die mich betroffen machte, dachte ich, ich sollte mich wieder einmal melden.
Es ist sicher nicht angenehm, die Diagnose „Grauer Star“ zu erhalten. Hast du dir nun asphärische Linsen einsetzen lassen? Obwohl viele Studien eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit einer Makularoperation belegen, bin ich nicht euphorisch in Bezug auf solche Augenoperationen. Eine Bekannte ging voller Optimismus in eine solche Operation, wunderte sich dann aber, dass sie danach auch nicht besser sah. Ähnlich lief es bei meine Schwiegermutter. Weniger erfolgreich können solche Operationen verlaufen, wenn sie bei denjenigen erfolgen, die bestimmte Erankungen wie Diabetes oder eine Makuladegeneration mitbringen.
Selten lesen wir von den Risiken. So geht eine groß angelegte schwedische Studie davon aus, dass etwa 2% der Operierten nach der Operation Kapselkomplikationen (Riss der hinteren Linsenkapsel) haben. Das hört sich dann schon nicht mehr so überzeugend an, wenn jeder 50ste mit solchen Beschwerden den OP-Saal verlässt. In Deutschland bieten also Augenärzte asphärische Linsen mit Aufpreis an, obwohl es Standardlinsen sind, die eigentlich ganz die Krankenkassen zahlen müssten. Aber vielleicht sind diese Linsen ja Standard weltweit, aber nicht in Deutschland, abgesehen von vielen öffentlichen Kliniken, wie der ARD-Beitrag zeigt? In Südkorea wundere ich mich andererseits darüber, dass Zahnärzte gerne viele Implantate einsetzen, aber keine Keramikimplantate, die in Deutschland zwar teuer, aber wenigstens erhältlich sind.
Der Graue Star hat auch eine Vorgeschichte. Es sind nicht nur unvermeidliche Alterserscheinungen. Wäre es nicht sinnvoll, präventiv anzusetzen, durch eine bestimmte Lebensweise und auch durch bessere Sehgewohnheiten die Wahrscheinlichkeit der Linseneintrübung zu verringern? Viele Menschen praktizieren ungesunde Sehgewohnheiten (etwa Starren, kaum Bewegung, langes Verweilen auf einer Sehweite, stundenlanges Arbeiten vor dem Monitor, kein Blinzeln, keine Zentraleinstellung) und entspannen ihre Augen nicht (Dazu z.B.: Thomas R. Quackenbusch: Relearning to See. Improve Your Eyesight – Naturally). Dazu kommt dann oft noch eine gehetzte Lebensweise und eine unausgewogene Ernährung. Es wundert nicht, dass die Sehfähigkeit dann abnimmt.
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Hallo sandako,
das freut mich, daß Du nach der langen Zeit noch dabei bist. Hier im Blog ist es ja etwas ruhiger geworden in letzter Zeit, aber eigentlich macht es mir noch Spaß, besonders, wenn ich so freundliche Worte wie von Dir lesen kann. Ganz vielen Dank dafür. Mal schauen, ob ich in nächster Zeit mal wieder etwas mehr schreibe.
Du hast recht, bei so einer Operation kann viel passieren, aber was ist die Alternative? Wenn man nicht immer schlechter sehen will, bis hin zur drohenden Erblindung, bleibt einem nichts anderes übrig. In Deutschland ist diese Grauer-Star-Operation übrigens der häufigste chirurgische Eingriff. Und es stimmt auch, was Du zur Lebensweise sagst: Man lebt allgemein zu ungesund in Deutschland, neulich habe ich in einem Bericht gehört, daß hier über 50 Prozent der Menschen übergewichtig sind. Es wurde gesagt, daß, wenn man von Geburt an konsequent gesund leben würde, also ausgewogene Ernährung, keine Suchtmittel, ausreichend Bewegung und wenig Streß, man ohne weiteres 20 Jahre länger leben würde. Gut, wo bleibt da der Spaß, würden einige einwenden – live fast, die young – aber was da so flapsig dahergesagt wird, solange man jung und gesund ist, ist dann gar nicht mehr so lustig, wenn die ersten Zipperlein anfangen.
Ich habe jetzt noch keine neuen Linsen, ich muß mir erst einen neuen Augenarzt suchen. Ich werde es erstmal an der Uniklinik versuchen. Allerdings habe ich neulich gelesen, daß die öffentlichen Augenkliniken nach dem NDR-Bericht mit Anfragen überrannt werden. Aber ich habe noch ein bißchen Zeit, noch kann ich einigermaßen sehen. Die asphärischen Linsen werden übrigens auch von den Krankenkassen bezahlt, egal, wo man die Operation machen läßt. Was die Augenärzte als Standardlinse anbieten, ist ihre eigene Entscheidung, und daß viele von ihnen die schlechtere Linse zum Standard machen, ist nicht etwa höheren Kosten geschuldet, sondern der reinen Gier. Die asphärische Linse ist nicht teurer als die spärische.
Viele Grüße!
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Ich finde es richtig, dass du deine Entscheidung mit Bedacht angehst. Aus eigener Erfahrung, aber aus der Beobachtung der Lebensumstände mir bekannter Menschen, weiß ich, dass Ärzte gelegentlich ihre Patienten unnötigerweise unter Druck setzen.
Du schreibst:
„Du hast recht, bei so einer Operation kann viel passieren, aber was ist die Alternative? Wenn man nicht immer schlechter sehen will, bis hin zur drohenden Erblindung, bleibt einem nichts anderes übrig.“
Möglicherweise hast du dich bereits für eine OP entschieden.
Falls du weiterhin über Alternativen nachdenkst, könnte dieser Artikel: „Augenärzte raten von Routine-Star-Operationen ab“, erschienen auf einem Schweizer Portal für Gesundheitsdienstleister, für dich interessant sein.
Und dazu ein Thread im Schweizer Symptome Forum.
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Vielen Dank für die Anregung. Auf die Idee, daß man das vielleicht gar nicht operieren lassen muß, bin ich bisher noch nicht gekommen, das wäre mir aber natürlich am liebsten. Am besten, ich bespreche das mit einem Augenarzt, der kein Honorar mit einer Operation verdient, sondern der in einer Uniklinik oder einem Krankenhaus angestellt ist.
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Super wichtige Information. Ist doch ein Ding das der Patient oder die Patientin fast ausschließlich Verwertungsmasse ist
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Ja, nicht wahr? Ich war entsetzt und empört, als ich davon hörte, besonders, weil ich nun zufällig in der Situation bin, in der es mich betrifft. Hätte der NDR nicht darüber berichtet, wäre ich vermutlich auch darauf reingefallen. Und besonders mies ist natürlich, daß die Ärzte trotz der Enthüllungen immer so weitermachen, als zeigten sie allen Patienten den Stinkefinger.
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Ja, die Geschäftemacherei mit dem Körper hat etwas Empörendes an sich. Leider ist der Patient – und in einigen Ländern auch der Mensch, dessen Organe gewaltsam entfernt werden, oft nur Verwertungsmasse.
Es freut mich, Videbitis, wenn dir die Beiträge eine Anregung geben konnten.
Es sieht so aus, dass in vielen Fällen immer noch Ratlosigkeit herrscht, woher der Graue Star kommt. Bei Wikipedia heißt es: „Die Ursache des grauen Stars ist häufig unbekannt“. Kurz darauf ist dort von begünstigenden Faktoren wie Ionisierender Strahlung, Diabetes, Rauchen, Drogen, Traumata u.a. die Rede.
Das bereits oben genannte Buch („Relearning to See …“) geht an einigen Stellen kurz auf den Katarakt ein. So heißt es auf S. 428, dass die Augenlinse auf eine bestimmte Art von Druck der (sechs) das Auge umschließenden Muskeln mit einer Eintrübung reagiere. Sobald dieser Druck entfernt sei, verschwinde die Eintrübung. Nun kann man sich fragen, um welche Art von Druck es sich hierbei handelt und wie dieser zustande kommt.
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Eine bodenlose Frechheit – und eine Frau. aus unserem Umfeld hat genau das erlebt. Leider hat sie sich geschlagen gegeben. Obwohl wir sie immer wieder darauf hingewiesen hatten, dass sie nichts zuzahlen muss und sich besser einen anderen Augenarzt suchen sollte. Aber irgendwie hatte sie wohl nicht den Mut dazu oder uns nicht geglaubt. Dabei hatten wir sie auf unsere Patientenorganisation – die Pro Retina – verwiesen, die das auf ihrer Seite auch erklärt. Doch die Frau hatte die Seite am Ende leider gar nicht besucht. Der Profit orientierte Augenarzt hatte sie regelrecht unter Druck gesetzt. Mieses Spiel.
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Ja, wenn man sich dazu entschieden hat, das behandeln zu lassen, will man nur ungern bei mehreren Ärzten vorstellig werden, ich kann das verstehen. Daß die Ärzte diese Unsicherheit für sich ausnutzen, ist eine Riesensauerei. Hilfreich wäre wahrscheinlich eine Liste von Augenärzten, von denen man weiß, daß sie keine krummen Geschäfte machen. Weißt Du vielleicht, ob es so was gibt?
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Das Problem ist auch bei uns in der Pro Retina bekannt. Eine solche Liste, wie du sie dir wünscht, gibt es aber nicht. Ist auch schwierig, sie anzufertigen. Eventuell könnte man versuchen eine Empfehlungsliste aufzubauen. Da müssten aber viele mitmachen, die seriöse Augenärzte kennen.
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