Irgendwo in der Stadt

Es ist schon ein wenig spät für den Weihnachtsbaum, die herabfallenden Nadeln sauen die ganze Wohnung voll. Aber jedes Jahr der gleiche Ärger: Wohin damit? Für den Mülleimer ist er zu groß, und ihn extra auf einen zentralen Sammelplatz bringen ist auch verdammt lästig, da kann man hinterher erstmal den ganzen Hausflur fegen. Eine in dieser Stadt häufig zu beobachtende Lösung: Warten, bis es dunkel wird. Im Dunkeln erledigen sich die Dinge oft fast wie von selbst. Fenster auf, dann mit Anlauf, uuuuund … ab dafür! Schön, hat man wieder Platz.

Im Mittelalter hat man sich in Köln so auch seiner Notdurft entledigt, ich bin heilfroh, daß es inzwischen Wasserklos gibt.

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28 Antworten zu “Irgendwo in der Stadt

  1. hehehe…. ich habe meinen Weihnachtsbaum auch immer v aus dem Fenster geworfen…

    (allerdings in Nachbars Garten und der war indormiert. Gemeinsam hatten wir ihn dann zum Sammelplatz geschleppt und das Treppenhausfegen blieb mir erspart.)

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    • Gut, wer einen Garten hat. Gemein wäre gewesen, wenn Du Deinem Nachbarn den Baum im Dunkeln in den Garten geworfen hättest, ohne ihm davon zu erzählen. Sowas ähnliches ist in Köln sehr beliebt: Wenn man irgendwas loswerden will, hängt man einen Zettel daran mit der Aufschrift „Zu verschenken“ und stellt es vors Nachbarhaus – könnte man mit einem alten Tannennbaum auch mal versuchen.;-)

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  2. Meiner steht noch. Aus dem Fenster geht bei der aktuellen Wohnung leider nicht. Ich werde ihn auf dem Balkon zerlegen. Ein 2 Meter Baum. Mit kleiner Axt, dem Küchenbeil und der Geflügelschere. Dann wird er wöchentlich (bis etwa Mitte März) in der Biotonne des Hauses entsorgt. So kleine Dosen, dass sich die Nachbarn nicht beschweren.
    Vorteil: Der Baum begleitet mich so gute drei Monate 😉

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    • Das ist auch eine gute Methode: Man stellt die Dinge, die man loswerden möchte, einfach in den Wind, tut so, als wäre man leicht abgelenkt – und macht ein zerknirschtes Gesicht, wenn sie dann weg sind, damit die Umgebung nicht auf falsche (also die richtigen) Gedanken kommt. Leider stürmt es in Köln so selten.;-)

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  3. Hachja. Knut. Vielleicht wohnt da jemand mit schwedischen Wurzeln?

    Apropos „Wurzeln“; wenn wir Weihnachten bei uns feiern (ist nicht jedes Jahr so, deswegen „wenn“), holen wir absichtlich immer einen relativ kleinen Baum von maximal 100cm Höhe. Die sind meistens noch eingetopft, mit Wurzeln. Einen größeren Baum brauchen wir auch nicht, denn wenn wir bei uns feiern, sind außer uns nur meine Schwiegereltern anwesend, da ist der Baum nur eine kleine obligatorische Geste. Weihnachten ganz ohne Baum ist ja auch irgendwie doof.

    Den Baum von Weihnachten ’14 haben wir im April ’15 wieder in die Wildnis entlassen, sprich: ab in den Wald und eingepflanzt. Hat auch Wurzeln geschlagen (wenn auch keine schwedischen, ha-ha^^). Man sagt doch, dass man in seinem Leben einen Baum gepflanzt haben soll, das kann ich damit abhaken.

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    • Einen Baum pflanzen, ein Haus bauen und einen Sohn zeugen – so steht es jedenfalls in der Bibel. Ich bin sicher, daß zumindest progressive evangelische Pfaffen heutzutage ein Mädchen auch okay finden.
      Also, ich finde Weihnachten ohne Baum nicht doof, allerdings heißt das nichts, denn ich fände Weihnachten ohne Weihnachten sogar viel besser, kein Wunder, daß ich auf den Baum gut verzichten kann. Wenn dann bei Freunden einer steht und die Kerzen sind an, finde ich es aber auch schön.
      Sehr löblich, daß ihr immer einen mit Wurzeln kauft.

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      • Ach, guck an. Nun gut, 33.33…% Quote ist ja schon mal was. Ich wohne in einem recht schönen Haus, auch wenn es mir nicht gehört, aber ich lass es mal gelten. Einzig einen Sohn und/oder eine Tochter werde ich nicht auf diese Welt bringen. Reicht das für ein Ticket in den Himmel? Hab gehört, dass da jetzt gute Musik läuft (Bowie, Kilmister).

        Achja, ich bin ja auch nicht gerade der größte Weihnachtsfan. Im Gegenteil. Ich dekoriere auch nichts über den Advent. Mein Advents“kranz“ ist ein Teelichthalter aus Porzellan, den man eigentlich das ganze Jahr benutzen kann. Das war’s. Aber ganz ohne geht irgendwie auch nicht. Kann man ja auch alles dezent machen.

        Mir tut einfach die Natur Leid, dass zu unserem Pseudo-Vergnügen Bäume sterben müssen. Da kann man ihr auch zumindest einen Baum zurückgeben.

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