Urlaub im Schwarzwald (4): 3. Etappe

Die Freundlichkeit in Blumberg scheint man im „Schwarzwaldhof Nicklas“ offenbar wettmachen zu wollen: Auf unsere Frage, wie wir wieder auf den Wanderweg zurück kommen, empfiehlt die Dame uns gleichgültig den Weg, über dessen schlimmen Zustand wir ihr gestern bereits unser Leid geklagt hatten. Als wir sie daran erinnern, meinte sie, wir könnten ja auch den Bus nehmen. Na – vielen Dank! Gibt’s vielleicht auch einen Hubschrauber? Mit dem könnten wir unsere Wanderung noch mehr abkürzen.

Aber wir sind ja erfahrene Pfadfinder. Bald sind wir sicher und trocken wieder auf unserem Weg, hinein in den Wald derer zu Fürstenberg, die angeblich „eines der besten Biere der Welt“ brauen (kann man tatsächlich gut trinken) und die auf keinen Fall haften wollen.

Kann ich verstehen: Wer da gestanden hat, wo jetzt das Loch ist, hat eine hohe Krankenhausrechnung.

„This is not a photo oppurtunity!!“, steht da. Ach was! – und wieso nicht? Da mach ich doch gleich mal ein Foto (denkt sich wahrscheinlich jeder, der hier vorbei kommt).

Hier küssen sich Gutach und Haslach, um die Wutach zu bilden, an deren Gestaden wir schon die ganze Zeit wandelten … habe ich das nicht poetisch ausgedrückt?

Mmm – Fisch, mal was anderes als Maultaschen und Käsespätzle.

Eine andere süddeutsche Spezialität erwartet uns in Lenzkirch, von der wir in unserem Wanderführer gelesen hatten, weshalb der Ort schon im Vorfeld von uns nur …

… Tortenhausen genannt wurde. Herr-lich!

Ein kleiner netter Ort, genau richtig für eine Pause.

„Buxtehude, Fischerbude“, der Reim geht mir nicht aus dem Kopf. Schickes Design, gefällt mir.

Oben auf dem Hügel lädt eine Bank zum Lesen ein, aber wir müssen weiter, nicht nur weil der Rasenmähermann im Hintergrund so lärmt …

… sondern auch, weil wir eine Umleitung nehmen müssen, die angeblich „keine wesentlich längere Wanderzeit“ erfordert. Hä? Das sieht doch ein Blinder, daß der blaue Weg viel länger ist als der rote. Später erzählt uns ein anderer Wanderer, daß die Sperrung bereits aufgehoben war, nur das Schild war noch nicht weggeräumt. Glücklicherweise haben wir keinen Termin.

Der schon wieder! Hier ist er uns schonmal begegnet.

Riesige Ameisenhügel, fünf Stück hintereinander. Daß die Ameisen sich nicht ins Gehege kommen …

In dem Tal …

… steht unser Hotel, tatsächlich mal ein Gebäude im Schwarzwälder Stil.

Der Ort heißt übrigens Fischbach – die Forelle war ausgezeichnet.

Fortsetzung folgt.

5 Antworten zu “Urlaub im Schwarzwald (4): 3. Etappe

  1. So weit weg vom Meer sollte man auch eher zur Forelle greifen (wenn sie sich greife lässt.

    Komisch, dass mir bei „Schwarzwald“ nicht sofort Schwarzwälder Kirschtorte einfällt. Die von Euch genossene sieht aus, als sei sie genau so, wie sie sein muss. Nur die Stücke sind zu dünn. Das ist ja Sturzkuchen. Und apropos Sturzkuchen: Bei mir gibt es immer nur „Schwarzwälder Unglück“. Seit mir das Kunstwerk beim Herausnehmen aus dem Kühlschrank mal fast abgestürzt ist und nur noch durch das Auffangen in einer Schüssel gerettet werden konnte, richte ich die Schichten aus mit Kirschwasser getränkten dunklen Tortenböden, Sauerkirschen und frischer Schlagsahne immer gleich (als Dessert) in einer Schüssel an. Das erfreut sich großer Beliebtheit.

    Und auf die Gefahr, mich zu wiederholen: Ganz ungefährlich ist so eine Wanderung ja wirklich nicht.

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    • Die Torte war wirklich gut. Durch ihre Höhe und die viele Sahne ist sie vermutlich immer etwas wackelig auf den „Beinen“, deshalb haben sie sie gleich gelegt.
      In einem Kölner Café gibt es die Torte in kleinen Portionen in einem kleinen Weckglas – ich hab’s noch nicht probiert, aber wenn alle Zutaten da sind, warum nicht? So ein „Unglücks“-Schüssel kann ich mir auch gut vorstellen (mir läuft augenblicklich das Wasser im Munde zusammen).

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  2. Witzig, mir fällt auf, daß ihr beim Essen immer nebeneinander sitzt. Komischerweise würde ich das nie tun, weil ich lieber Platz hätte UND meinem Partner gerne gegenüber säße. Nebeneinander kann man sich nie in die Augen sehen oder nur schlecht und mit Drehungen. Oder ist das nur für’s Foto?
    Die Torte wirkt zwar brutal mit den Gabeln drin, sieht aber auch köstlich aus. Wenn schon die schlechten Seite des Schwarzwaldes (Dialekt, Zecken), dann doch auch die guten.
    Und das Bücherbänkle ist doch auch nett. Hoffentlich machen auch alle die Box wieder zu, sonst regnet es rein.

    Jaja, von Madrid bis Buxtehude gibt es den Deppenapostroph an jeder Bude. 😉
    (Hab ich schon erzählt, daß an „unserer“ Tanke ein riesiges Schild hängt: „Immer donnerstag’s Autowäsche…“)

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    • Nein, das richtet sich immer nach dem Ausblick, in diesem Fall war der Kirchplatz vor uns. Auf dem letzten Foto sitzen wir uns z.B. gegenüber, da war der Ausblick links von uns. Die Torte hätte man besser nicht machen können, wirklich lecker. Und für den Fall, daß ich auf die abstruse Idee gekommen wäre, meinen Kaffee mit einem Strohhalm trinken zu wollen, haben sie ihn nur dazugelegt, nicht hineingesteckt, sehr aufmerksam.

      Ja, die Box war zu, und wir haben sie natürlich auch wieder geschlossen. Hoffentlich klaut sie keiner.

      Nein! Gibt’s doch gar nicht. Auf schwäbisch: Donnerstag’s Autowäschle.

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      • Ach so verstehe, ja, das stimmt, man will ja dann auch gucken (wo man schon mal da ist).

        Oder noch einen Zacken drauf: Manni’s Autowäschle, immer donnerstag’s für’s halbe Preisle. Manni’s Garage- wir verstehen was von Auto’s.

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