Universitätsstr.

Das ist eine Litfaßsäule …

… und das ist keine Litfaßsäule (mehr), fotografiert aus der gleichen Perspektive, ein Tag später …

… und das ist auch keine Litfaßsäule, wiederum ein paar Tage später fotografiert, sondern eine City-Light-Säule, von innen beleuchtet, es soll sogar welche geben, die sich drehen können. Das Problem: Eine solche Werbefläche kann man nur als Ganzes mieten, alternative Kulturträger, aber auch städtische Museen und Theater, die mit den Litfaßsäulen eine bezahlbare Möglichkeit hatten, für sich zu werben, schauen nun in die (beleuchtete) Röhre.
Es heißt, von 671 Litfaßsäulen sollen 600 verschwinden, stattdessen stellt man 300 von den neuen Säulen auf. Das zuständige Fachamt der Kölner Stadtverwaltung hält dagegen: Von den 671 Betonsäulen sollen sogar 500 bestehen bleiben. Was stimmt nun? Vielleicht sollte man mal die Firma Ströer fragen, die hat den neuen Werbenutzungsvertrag mit der Stadt ausgehandelt.
Die neuen Säulen sind häßlich und aufdringlich, haben aber ein Gutes: Bei den Firmen, die hier werben, werde ich in Zukunft garantiert nichts einkaufen.

0 Antworten zu “Universitätsstr.

  1. Hi Videbitis,

    nicht nur das, sondern es geht auch wieder eine Ära zu Ende… :-/
    Ich mag diesen Anblick der „alten“ Säulen, mit den Schichten von Plakaten.
    Mal schaut sie ganz neu aus, wenn frisch ein Plakat angebracht wurde, mal eben wie angeknibbelt, wenn alles runter ist.
    Die neuen sehen ja scheußlich aus… :>

    LG mosi

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  2. Die Litfaßsäulen hatten mein lebhaftestes Interesse, als sie noch das Kinoprogramm, aufgeteilt nach Uraufführungstheatern und Bezirkskinos, und den Theaterspielplan boten. Mit Werbung für Fastfood und Hasi & Mausi können sie mir gestohlen bleiben. Hässlich sind sie außerdem. Ich hoffe, wenigstens die Wiener erhalten sich so ein altes Schmuckstück.

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  3. Ja, scheußlich ist das richtige Wort. Dafür haben sie allerdings viele dieser ebenfalls scheußlichen riesigen Plakatwände abgebaut, in denen verschiedene Reklametafeln rollieren. Mal abwarten, ob sie sie ersatzlos gestrichen haben, ob ob da nur was Neues hinkommt.

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  4. Ja, das ist es wirklich.
    Wenn Werbung wirklich die Qualität einer Bekanntmachung hat, etwa für Ausstellungen oder Konzerte, finde ich sie mitunter sogar ganz gut, und wenn sie dann noch ansprechend gestaltet ist … heute z.B. sah ich die Ankündigung einer Fotoausstellung in Brühl, leider hatte ich den Knipsapparat nicht dabei (reiche ich morgen nach).

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  5. Du zweifelst die Authentizität an??..;-D
    Der 3D-Effekt (Säule in der Säule) macht was her, gell.
    (Man könnte sowas natürlich auch mühevoll per Photoshop
    erstellen. Bildmanipulation kann ja auch reizen..;-)

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  6. Danke. Das ist ein sehr gutes Beispiel für gelungene Plakate, und tatsächlich nutze auch ich die Wartezeit auf Bahnhöfen, um mir die Plakatwerbung für Bühnenaufführungen und Ausstellungen anzuschauen. Leider sind allzu viele Plakatwände von Riesenwerbung für irgendwelchen Mist besetzt, der mir dadurch nur noch unsympathischer wird. Wie auch Du es geschrieben hast, führt das bei mir nicht selten zu Konsumverzicht. Für die Marken aber wird die Rechnung wohl aufgehen. Es ist schon erschütternd, wie unkritisch weite Teile der Bevölkerung sind.

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  7. Servus!
    Merci für die ständige Korrektur meiner Texte! (Kommentare)
    (Dafür hast du dir die zugesandten Film-Schmankerl
    wirklich verdient..;-D
    Wünsche geruhsame Wochenendpause!..;-)

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