Innenstadt

Seit ca. einem Dreivierteljahr hat man an zehn öffentlichen Plätzen im Stadtzentrum freien Zugang ins Internet. Man muß nur sein Smartphone oder Tablet in die Luft halten, das Netz anwählen, seinen Namen eingeben und seine Smartphonenummer, schon ist man drin. Es gibt Überlegungen, dieses Angebot auf die ganze Innenstadt auszuweiten. Ermöglicht wird es von der KölnTourismus GmbH, der Firma Netcologne und dem Verein „Köln plus Partner“, deren Mitglieder aus 60 Firmen bestehen, zum größten Teil Hotels. Und warum machen die das? Aus reiner Menschenfreundlichkeit?

George Orwell irrte sich, als er glaubte, man werde den Menschen der Zukunft ihre Privatsphäre mit Zwang entreißen müssen. Man macht ihnen ein kleines „Umsonst!“-Angebot, und schon geben sie sie freiwillig auf.

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0 Antworten zu “Innenstadt

  1. Servus!

    Wer Hotspots ohne VPN nutzt, ist selber schuld. (Bzw. nichts ahnend leichtsinnig)
    Letztendlich spielt es aber keine Rolle, weil Smartphones a priori
    Taschenwanzen sind. (Was jedoch Abermillionen Nutzer nicht interessiert.)
    Tja. Schöne, neue Welt..;-)

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  2. Ich besitze kein Handy. :no:

    Mir reichen die Phishing-
    versuche hier auf meinem
    PC. Ich würde auch nie
    „online-banking“ oder so
    einen Quatsch machen.
    FB sowieso nicht.

    Manchmal ist altmodisch
    sein gar nicht so verkehrt. 😉

    :wave:

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  3. Das habe ich auch schon gedacht. Ich habe so ein kleines Handy, mit dem man nur telefonieren kann, und das stelle ich nur an, wenn ich telefonieren will, also z.B. jemanden nicht finde bei einer Verabredung, oder mich wegen der Straßenbahn verspäte. Dafür ist es wirklich nützlich.

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  4. In Mannheim gibt es das, glaube ich, seit fast einem Jahr und das auch schon in der kompletten City. Wenn ich mal da bin, nutze ich das aber nicht. Zum Einen habe ich von meinem Mobilfunkanbieter bereits ein stabiles und gutes mobiles Internet, zum Anderen habe ich wirklich was Besseres zu tun, als die ganze Zeit auf meinem Handy zu surfen.

    Generell gesehen, mag es aber nützlich sein, gerade in Großstädten, die viele Touristen aus dem Ausland anziehen. Die haben ja meist einen heimischen Mobilfunkanbieter und müssten im Ausland hohe Roaminggebühren bezahlen. Können sie sich aber gratis in ein cityweites WLAN-Netz einloggen, sparen sie Geld und kommen gerne wieder. Die Erfahrung habe ich gemacht, als wir vergangenes Jahr Anfang Februar für ein Wochenende in Amsterdam waren, und es hat mir sehr gut gefallen. Dort gab es meines Wissens zwar kein cityweites Gratis-WLAN, aber in beinahe jeder Bar, jedem Café und auch in unserem Hotel konnte man sich stets unkompliziert und schnell einloggen. Die Kosten dafür waren schlichtweg nicht existent, denn es war ja gratis.

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  5. Aber vorsicht! Mittlerweile mußt du deiner Verabredung (wenn sie dich nicht bereits gut kennt) mitteilen, daß dein Handy keine e-mails empfangen kann. Sonst heißt es:; Wieso hab ich dir doch gemailt, daß ich nicht komme…
    Ich freue mich, daß mir gleich auf Anhieb 5 Leute OHNE Smartphones einfallen. Es gibt doch noch Menschen, die nicht gleich auf jeden Zug aufspringen, der blinkend vorbei fährt.

    PS: In S.s Klasse ist sie die EINZIGE ohne! Hier! Auf dem Land! Das einzige Kind ohne Smartphone! (Und oft sehr sauer deswegen) (Natürlich hat sie ein Handy)

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  6. Guten Morgen!

    Zum Kaffee beantworte ich deine Frage..;-)
    Damit vollständiger Zugriff (z.B. auf installierte Apps) gewährleistet ist,
    muss ein Smartphone „gerootet“ werden. (Ein alternatives Android-Betriebs-
    system installieren.) Das machen jedoch in der Regel nur sachkundige
    Technikfreaks, wobei es keine komplizierte Sache ist.
    Die meisten Nutzer kümmert es nicht, dass sich die meisten, populären Apps
    Zugriffsrechte verschaffen. (GPS-Tracker, Telefonnummern und und und…)
    Es lassen sich zwar manche App-Aktivitäten deaktivieren, an andere kommt man
    nicht ran. (Mit Original-Betriebssystem) Du kannst dir ja denken, dass die
    App-Anbieter natürlich fleissig protokollieren. Die schlimmsten Kraken
    sind die am meist genutzten. (Facebook, Whats-App usw.)
    Die Snowden-Dokumente haben enthüllt, dass Geheimdienste unbemerkt Mikrofon
    und Kamera aktivieren, Smartphones komplett übernehmen können. (Solange
    Stromversorgung vorhanden ist. – Akku im Gerät)
    Zu Hotspots: Mit spezieller Software (die sich jeder im Netz besorgen kann)
    ist es ein Leichtes, Chat-Texte, Emails, LogIn-Daten abzufangen.
    Nutzt man VPN, werden die Daten verschlüsselt. Kriminelles Phishing ist dann
    nicht mehr drin. (Ausserdem werden Geotracker damit ausgetrickst.)
    Du weisst ja, dass ich ein(en) Google-Blog betreibe. (Google-Account)
    Meine Anmeldedaten (Name / Email) sind an den Haaren herbeigezogen.
    Vor etwa einem Jahr habe ich mir einen Tablet-Computer besorgt. Was ich
    beim Einrichten nicht bedachte war, dass der GPS-Empfänger im Tablet meinen
    Standort erfasste, als ich mich in meinen Google-Account einloggt hatte.
    Seither prangt auf meiner Account-Seite mein Wohnort.
    (Dank Google GPS-Tracker :-/ Per DSL (stationärer PC) habe ich mich
    generell per VPN eingeloggt. Diese Maßnahme hat sich jetzt praktisch erledigt.
    Eine kleine Unachtsamkeit, und schon ist die Anonymität flöten. (In meinem
    Fall der Wohnort) Ein Durchnittsuser würde jetzt vielleicht einwenden:
    Ist doch egal. Mir jedoch nicht. Ich nutze weder Kreditkarten beim
    Einkaufen, noch Rabattkarten, nocht sonst solchen Scheiss.
    Ich will nicht, dass Firmen, Händler etc. mein „Privatleben“ protokollieren.

    Was mobiles Telefonieren betrifft, halte ich es wie du.
    Ein „altmodisches Handy“, das ich nur mitnehme, wenn’s eventuell
    nötig ist. Na dann..;-)

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  7. ich habe seit dienstag ein gebrauchtes smartphone.
    handy ist kaputt gegangen.
    noch weiß ich nicht ob ich mich darüber freuen soll.
    jedenfalls werde ich unterwegs damit NICHT online gehen.
    abwarten und tee trinken…

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  8. Danke für Deine ausführlichen Informationen. Selbst mit Verschlüsselungssoftware ist man nicht sicher, hat Snowdon ja mal erzählt – die, die ihren Internetverkehr verschlüsseln, sind für die NSA besonders interessant, weil man annimmt, daß die am ehesten was zu verbergen haben.

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  9. Ja, das vermute ich auch. Dabei ist es nur umsonst im geldlichen Sinn, sie bezahlen dafür mit ihren Daten. „Ist mir egal, ich hab nix zu verbergen“, sagen viele Leute. Ich schon: Ich will einfach nicht, daß jemand in meiner Privatsphäre herumschnüffelt, immer auf der Suche nach der Möglichkeit eines finanziellen Gewinns. Geradezu ekelhaft finde ich das.

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  10. Stimmt, das kenne ich auch, in Cafés und Hotels kann man oft frei surfen, allerdings braucht man sich da nicht namentlich und mit seiner Telefonnummer anzumelden.

    An und für sich ist das ja wirklich eine prima Sache, um sich mal schnell und unkompliziert einen Überblick zu verschaffen, wo man was findet, gerade in einer fremden Stadt oder Gegend. Aber dass der Anbieter dafür völlig ungeniert meine Daten abschöpft und mich neugierig auf meiner Reise begleitet, ist überhaupt nicht einzusehen.

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  11. Genau, es kommt darauf an, wie man es benutzt. Neulich habe ich mal einen Bericht gesehen, da hat ein junger Mann einen Test gemacht: 24 Stunden ohne Smartphone. Schon nach kurzer Zeit wurde er nervös und wußte nichts mit sich anzufangen. Einfach mal da sein war für ihn eine riesige Belastung.

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  12. Ist schon klar.
    Es ging ja um die Nutzung von öffentlichem Wlan. (Hotspots etc.)

    Bei einer starken Verschlüsselung inkl. kaskadierten Proxies
    beissen sich die Geheimdienste nachwievor die Zähne aus.
    Laut Snowden ist z.B. TOR noch ziemlich sicher. (Solange
    man sich keine Fehler leistet.)

    Smartes Durchleuchten? – Nein Danke!..;-)

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  13. …ich kenne nicht einmal den Unterschied zwischen Handy und Smartphon und wüsste nicht, weshalb die Geräte mir fehlen sollten…es wäre mir ein Greul, immer erreichbar zu sein und ausspioniert werden möchte ich auch nicht…

    …und all die jungen Leute, die beieinander sitzen, in ihre Monitore schauen und sich nicht mehr unterhalten, das finde ich traurig…

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  14. Mit einem Smartphone kan man ins Internet gehen, auf dem Display sieht alles so aus wie auf dem PC, nur viel kleiner. Ein Handy kann praktisch sein, allerdings sollte man es nur anstellen, wenn man es selbst braucht.

    Ja – das ist wirklich gespenstisch, wenn vier Leute an einem Tisch sitzen und auf ihrem Smartphone herumdrücken, völlig davon gefangen. Ich stelle mir vor, sie schreiben sich gegenseitig Emails, in denen steht, wie langweilig es gerade ist.

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  15. …das heißt, es gibt viele Kinder, die mit so einem Smartphon rumlaufen, von den Eltern bezahlt…ich bin hoffnungslos altmodisch der Meinung, dass solches sicher nicht dem gesunden Kontakt zur Umwelt dient…

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  16. Da hast du Recht, das musste ich in Amsterdam ebenfalls nicht. Überall hat man quasi sofort das Wlan-Passwort bekommen (teilweise stand es auf der ersten Seite der Speisekarte, bei Starbucks ist das Wlan eh immer offen). Die Datenhorterei habe ich dabei gerade nicht bedacht, da muss ich dir Recht geben – dann lieber auf die ganz einfache Art.

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